Na warte!

Kennt Ihr auch die wohlmeinenden Mitmenschen, die glauben, dich vor künftigen Ereignissen warnen zu müssen, die ihrer Meinung nach garantiert bei dir eintreffen werden?
Ich habe in meinem Leben schon so oft den Ausspruch gehört: „Warte nur, bis…“ oder wahlweise „Du wirst schon sehen…!“

Es fing schon bald nach meiner Bekehrung an. Ich war soooo verliebt in Jesus und erfüllt mit Heiligem Geist und überschäumender Freude. Da kamen die ersten, die mich von meinem Höhenflug auf den „Boden der Tatsachen“ bringen wollten mit Aussagen wie: „Ach ja, die neu Bekehrten. Das wird bald anders. Warte mal, bis die erste Wüstenzeit kommt.“

Weiter ging es, als wir frisch und glücklich verheiratet waren. „Wartet nur, wenn erst mal ein paar Jahre vergangen sind…!“„Wenn ihr erst mal Kinder habt…!“
Dann kam unser erstes Kind zur Welt, und wir waren überglücklich über dieses wunderbare Geschenk Gottes, und prompt warnte uns wieder eine Stimme: „Wartet ab, wenn es erst mal aus dem Säuglingsalter raus ist!“ Natürlich waren die ersten Monate nicht immer einfach, und auch die folgenden Jahre brachten und bringen bis heute wechselnde Herausforderungen mit sich. Aber wir waren immer darauf bedacht, die Freude und Dankbarkeit, die wir für unsere Kinder empfanden, im Blick zu behalten.

Doch immer wieder liefen uns Menschen über den Weg, die uns das Glück nicht gönnen konnten, da sie selbst vermutlich mit ihren Herausforderungen im Leben nicht so gut klargekommen sind.
„Wartet nur, bis sie in die Schule gehen.“ „Wenn sie erst mal in die Pubertät kommen, dann werdet ihr schon sehen!“ So und ähnlich wurden wir oft regelrecht bedroht.

Das Traurige dabei ist, dass es sich bei diesen „Ratgebern“ nicht um Menschen handelt, die von Gott nichts wissen und die helfende Kraft nicht kennen, die aus der Beziehung zum Schöpfer kommt. Nein! Es waren in vielen Fällen Geschwister aus der Gemeinde, die es eigentlich besser wissen sollten.
Heute, nach einem Vierteljahrhundert in der Nachfolge Jesu, 18 Ehe- und 16 Kinderjahren, sind wir fest gegründet und verwurzelt in Jesus und seiner Gemeinde, unsere Kinder sind wunderbare Menschen und ebenfalls unterwegs mit Jesus, und die Zeit der Pubertät ist für beide Seiten bereichernd und es erfüllt uns mit großer Freude und Dankbarkeit, zu sehen, wie die Kinder sich entwickeln und reif werden. Allen Drohungen zum Trotz!

Ich empfehle euch, wenn auch ihr mit solchen Aussprüchen konfrontiert werdet, weist diese entschieden zurück! Sprecht das Wort Gottes aus, denn die Wahrheit macht uns frei. Und habt auch Mut, die Person direkt darauf aufmerksam zu machen, dass sie versucht, dich zu manipulieren, Unglaube und Zukunftsangst zu säen. Neid und Missgunst sind fleischlichen Ursprungs. Aus dem Geist Jesu entspringen Hoffnung, Glaube, Freude und Frieden.

Sei du selbst eine Person, die andere in ihren Lebensumständen ermutigt und segnet!

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