Archiv der Kategorie Gott kennenlernen

Das siebte Gebot

Du sollst nicht ehebrechen. (2.Mose 20,14)

Und Gott schuf den Menschen nach seinem Bild, nach dem Bild Gottes schuf er ihn; als Mann und Frau schuf er sie. (1.Mose 1,27)

Gott schuf den Menschen nach seinem Bild. Mann und Frau spiegeln bestimmte Teile dieses Bildes wieder. Obwohl vieles von diesem Bild durch die Trennung von Gott nur noch verschwommen und verdunkelt zu sehen ist, können wir doch in jedem Menschen auch das Bild Gottes sehen. Das gilt besonders, wenn wir das neue und unbefleckte Bild Gottes vor unserem inneren Auge haben: Jesus, der ohne Sünde Gottes Sohn und Ebenbild war, der mensch-gewordene Gott. Nachdem ich Gott persönlich kennen gelernt hatte und „von neuem geboren“ war (Joh 3,6 -  das ganze Kapitel ist zu empfehlen!), viel mir als erstes auf, dass ich viele Dinge anders gesehen habe als vorher. In manchen Punkten änderte sich meine Meinung radikal, in anderen Bereichen wurden mir Dinge sehr klar, die ich bisher nur nebulös geahnt hatte. So öffnet einem die Beziehung mit Gott die Augen für viele neue Einsichten. Das ist ja schon in menschlichen Beziehungen so: Wenn ich jemanden kennenlerne, der einen anderen oder weiteren Horizont hat, dann erweitert sich auch mein Blick und mein Verständnis.

Die Ehe und die Beziehung von Mann und Frau ist ein besonders tiefes und schönes Bild, das Gott von sich selber gemacht hat. Das Thema kann ein Buch füllen. Hier nur ein paar wenige Schlaglichter. Wenn man den „Augenöffner“ von Gott bekommen hat, sieht man in der Ehe und in der Schöpfung des Menschen als Mann und Frau auch ein Bild für die leidenschaftliche Liebe Gottes zu seiner „Braut“:

Ihr Männer, liebt eure Frauen! wie auch der Christus die Gemeinde geliebt und sich selbst für sie hingegeben hat, … (Eph 5,25)

«Deswegen wird ein Mensch Vater und Mutter verlassen und seiner Frau anhängen, und die zwei werden ein Fleisch sein.» Dieses Geheimnis ist groß, ich aber deute es auf Christus und die Gemeinde. (Eph 5,31+32)

„Dieses Geheimnis ist groß“ - das stimmt! Denk‘ z.B. mal daran, wie Jesus in Joh 17 davon spricht, dass Gott und die, die an Ihn glauben wieder eins sein sollen, gleichsam eine neue Person (Joh 17,11-26). Dieses neue Leben besteht im Kern aus einem „Bund“, den Gott mit seinem Blut besiegelt hat. Immer wieder hat Gott gezeigt, dass er bereit ist einen solchen Bund, der auf gegenseitigen festen Versprechen beruht, mit den Menschen einzugehen.

In der Ehe liegt auch das Bild verborgen, dass aus gegenseitiger Hingabe und Liebe neues Leben entsteht. In der Liebe zu Gott sind es neue „Kinder Gottes“, die zum ersten Mal begreifen, dass es Gott gibt und „von Neuem geboren“ werden und in der Ehe sind es die Kinder, die darauf angewiesen sind in einem sicheren Rahmen beschützt aufzuwachsen. Eine christliche Ehe besteht deshalb nicht nur darin, dass zwei Christen heiraten, sondern sie ist ein auf Lebenszeit angelegtes Bündnis in dem die Partner sich versprechen einander zu lieben und zu dienen nach dem Vorbild Gottes, der sein Leben als Mensch für uns gegeben hat. Dabei nehmen Mann und Frau ihre von Gott gegeben Rollen ein (hat nichts mit „Frauen hinter den Herd“ zu tun :) ) und dienen und ergänzen sich gegenseitig. Das ist der schöne Entwurf Gottes: Zwei unterschiedliche Partner ergeben zusammen und in der Liebe zueinander erst das ganze Bild.

Wenn man dass verstanden hat, braucht man gar nicht mehr über die vielen Zerrbilder heute zu diskutieren. Jeder ist ja frei, sein Leben so zu gestalten, wie er möchte, aber dies ist offensichtlich der natürliche und gute Weg Gottes für das Zusammenleben von Mann und Frau.

Darum sieht Gott im Ehebruch den Zerbruch eines vor Ihm geschlossenen Bündnisses. Das was „ein Fleisch“ war und dazu bestimmt war neues Leben zu bringen wird zerstört und auseinander gerissen. Das ist der geistliche Hintergrund für die oftmals schwerwiegenden Folgen.

Die religiösen Leiter seiner Zeit, die sicher hohe moralische Maßstäbe hatten, kamen zu Jesus und verlangten von ihm ein Zeichen. Jesus erklärte ihnen, dass sie keines bekommen würden, weil sie ohne Liebe waren und nicht wirklich im Bund mit Gott standen. Dabei bezeichnete er sie als „böses und ehebrecherisches Geschlecht“. (Mt 16,4) Das „ehebrecherische“ ist die treulose und nur auf sich selbst bedachte Einstellung, die Jesus an den religiösen Führern sah. Sie wollten Moral und Gottes Gebote repräsentieren, aber alles war nur Fassade. Sie nahmen sich alles, was sie wollten und erfanden auch noch gute religiöse Gründe dafür. Wie kann man im Bund mit Gott stehen, wenn man selbst kein Bündnis halten kann? Gott steht zu seinem Wort und seinen Versprechen an uns und wir wollen nach seinen Vorbild leben, so dass wir Gutes und Segen haben.

Wenn die Partnerschaft nur darauf gerichtet ist, mir zu beschaffen, was ich brauche, wird es eine instabile von Kompromissen und mühsamen Interessenausgleich bestimme Beziehung. Die gegenseitige (!) Hingabe nach dem Vorbild Gottes und die Sicherheit eines festen Bündnisses kann die Ehe weit über so eine Zweckgemeinschaft hinaus bringen.

Heute wird offensichtlich eine brutalisierte und auf radikale Befriedigung von Begierden ausgerichtete Gesellschaft angestrebt. Dies hat meiner Meinung nach den Hintergrund, dass eine solche Gesellschaft leicht zu manipulieren und nach Belieben zu lenken ist. Ein Mensch, der in seiner Familie verwurzelt ist und sich dort wohl und geborgen fühlt, der in festen Beziehungen lebt und einfach seinen Platz gefunden hat, ist schwer für irgend welche wirtschaftlichen oder ideologischen Ziele zu missbrauchen, weil er sicher und selbstbewusst ist. Eine entwurzelte, verwirrte Masse, die darauf getrimmt ist sich wie Junkies zu benehmen ist dagegen eine leichte Beute.

Es gibt kaum eine Sache vor der die Bibel mehr und eindringlicher warnt als die „Unzucht“, d.h. vor dem hemmungslosen Ausleben sexueller Bedürfnisse mit wechselnden Partnern. Geradezu krampfhaft wird heute versucht den Eindruck zu erwecken, dass sexuelle Beliebigkeit einfach ein besonders schöner Spaß sei. Peinliche Typen erscheinen in jeder TV-Show, nur weil sie es geschafft haben sich vor Millionen auszuziehen und lächerlich zu machen. Nur was danach kommt, dass steht nicht im Vordergrund: Getriebene Menschen, die im Anderen nur ein Sexualobjekt sehen, Menschen, die sich mit 40 Jahren schon am Ende des Lebens sehen, Kinder, die kein Zuhause und keinen Halt haben - ganz abgesehen von den vielen fehlenden positiven Effekten funktionierender Familien. Was ist das Ende eines solchen Lebens? Wie sieht es 30 Jahre später aus? Beobachte es doch mal in deiner Umgebung! Ich bin sicher du hast kein Problem zu verstehen warum z.B. folgendes in der Bibel steht:

Flieht die Unzucht! Jede Sünde, die ein Mensch begehen mag, ist außerhalb des Leibes; wer aber Unzucht treibt, sündigt gegen den eigenen Leib. (1.Kor 6,18)

Das sechste Gebot

Du sollst nicht töten. (2Mose 20,13)

Aus der Wortbedeutung und dem Gesamtzusammenhang der Bibel ergibt sich klar, dass hier nicht das Töten von Tieren gemeint ist, sondern das Morden. „Du sollst nicht morden!“ Das Leben jedes Menschen ist für Gott kostbar und es darf nicht weggenommen werden. Eine im Zusammenbruch befindliche Gesellschaft erkennt man daran, dass ein Menschenleben nicht (mehr) viel gilt. Wenn politische Interessen es nötig machen, dann fallen Bomben und der Tod friedlicher Menschen ist nur ein „Kolateralschaden“. Wenn ein Kind ungewollt im Mutterleib entsteht, dann ist das ärgerlich und statt dass die Mutter Hilfe und Unterstützung erfährt, wird das „Problem“ im Klinikmüll beseitigt. Wenn sich Rassismus und Hass zu kollektiven Wahnsinn steigern, breiten sich Mord und unvorstellbare Gewaltexzesse aus. 

Gott warnt jeden Menschen, dass er über Mord nicht hinwegsehen wird:

 

Denn der dem vergossenen Blut nachforscht, hat ihrer gedacht; er hat das Schreien der Elenden nicht vergessen. (Ps 9,13)

Ein Mensch, belastet mit dem Blut einer Seele, ist flüchtig bis zum Grab; man unterstütze ihn nicht! (Spr 28,17) (Durch das Blut von Jesus kann es trotzdem Rettung geben.)

Da jeder Mensch nach Gottes Bild geschaffen wurde, ist jedes Leben kostbar. Die Wertschätzung und der Respekt vor dem menschlichen Leben ist deshalb eng mit der Ehrfurcht und dem Respekt vor Gott verbunden. Wenn das menschliche Leben z.B. nur eine komplizierte biochemische Reaktion ist, die sich zufällig so entwickelt hat, dann ist es nichts wert und ersetzbar. Das schreckliche Ende einer gottlosen Gesellschaft ist das immer häufigere Morden und Töten für das sich dann nach Bedarf schon eine gute Begründung findet. Gerade in der deutschen Geschichte lasen sich ja gute Beispiele dafür finden. Gott warnt uns: „Du sollst nicht töten!“

Das fünfte Gebot

Ehre deinen Vater und deine Mutter, damit deine Tage lange währen in dem Land, das der HERR, dein Gott, dir gibt. (2.Mose 20,12)

Paulus weist darauf hin, dass dies das „erste Gebot mit Verheissung“ ist (Eph 6,2). Die Befolgung dieses Gebots wirkt sich massiv auf unseren Lebensweg aus und an diesem Gebot entscheidet sich, ob du ein langes und erfülltes Leben haben wirst oder nicht. Es gibt heute auch viele wissenschaftliche Studien, die bestätigen, dass das Elternhaus und die frühe Kindheit einen großen Einfluss auf unser Leben haben. Denke einmal an die Menschen, die du näher kennst. Ich finde, es ist immer wieder deutlich zu sehen, wie Menschen, die aus intakten Elternhäusern kommen und eine Dankbarkeit und Wertschätzung ihren Eltern gegenüber haben mehr gesegnet sind als andere. Es läuft einfach anders bei ihnen. Auch in meinem Leben habe ich das klar gesehen. Spätestens, wenn man selber Kinder hat, begegnet man den Prägungen aus der eigenen Kindheit wieder - auch wenn man vielleicht manches lieber für immer vergessen hätte. Warum entfaltet sich bei manchen Menschen mit großer Selbstverständlichkeit ein gutes und erfülltes Leben, während andere mit scheinbar ähnlichen Voraussetzungen jeden Tag mit Widerwärtigkeiten zu kämpfen haben? In vielen Familien sieht man, wie Segen, Wohlstand und stabile Familien-Verhältnisse sich über Generationen fortsetzen. - Bei anderen setzt sich das immer gleiche Muster von Armut, Schwierigkeiten und zerbrochenen Beziehungen fort. Wie kann man da ausbrechen und die Seite wechseln? Wie kann man einen Wendepunkt erreichen, der auch den Kindern und Kindeskindern zum Segen wird? In diesem Gebot findest du den Schlüssel! Der Hintergrund ist: Wenn wir unsere Eltern ablehnen, lehnen wir den Ursprung unseres Lebens ab und damit uns selbst. Gott hat jedem Menschen eine „Vollmacht“ gegeben das eigene Leben zum Guten oder zum Bösen hin zu leben. Damit denke ich nicht „schwarz/weiss“ - was ich meine ist vielmehr: Innerhalb gesteckter Grenzen kann jeder Mensch sich auf Gott hin ausrichten und Gutes erfahren oder den entgegengesetzten Weg gehen. Sich selber und den Ursprung des eigenen Lebens positiv anzunehmen ist grundlegend. Wenn ich diese von Gott gegebene Vollmacht über mein Leben habe und es schon von seinen Anfängen her ablehne, was soll sich dann Gutes entwickeln? Ganz egal, wie deine Eltern waren. Durch sie hast du dein Leben. Gott sieht es so und findet es selbstverständlich, dass du dankbar für dein Leben bist. Wenn du nur mit Beklemmungen oder Wut auf deine Kindheit und Jugend zurückblicken kannst, dann halten Dich diese Erfahrungen weiter fest und es gibt keine Chance auf einen Wendepunkt in deinem Leben. Jesus hat für dich weit schlimmeres Leid durchgemacht, als du es in deinem Leben jemals erfahren wirst. Dies hat er aus Liebe zu Dir getan und natürlich auch für deine Eltern. Damit steht auch für dich der Weg offen ein Kind Gottes zu sein und „von neuem geboren“ zu werden (Joh 3). Ein neues Leben wird in dich hineingepflanzt, das direkt von dem besten und stärksten Vater der Welt kommt. Nun da so „alles wieder gut“ ist, kannst du einen deutlichen Wendepunkt für dich, deine Familie und sogar für Generationen nach dir schaffen: Indem du dich mit deinen Eltern aktiv versöhnst und ihnen deine Liebe und Wertschätzung zeigst. Dein Leben wird von Gott her heil und neu und so kannst du dankbar und mit dem gebotenen Respekt auf deine Eltern schauen, auch wenn es sonst keinen Anlass dafür geben sollte, denn durch sie hat Gott dir das Leben gegeben.

Das vierte Gebot

Denke an den Sabbattag, um ihn heilig zu halten. Sechs Tage sollst du arbeiten und all deine Arbeit tun, aber der siebte Tag ist Sabbat für den HERRN, deinen Gott. Du sollst an ihm keinerlei Arbeit tun, du und dein Sohn und deine Tochter, dein Knecht und deine Magd und dein Vieh und der Fremde bei dir, der innerhalb deiner Tore wohnt. Denn in sechs Tagen hat der HERR den Himmel und die Erde gemacht, das Meer und alles, was in ihnen ist, und er ruhte am siebten Tag; darum segnete der HERR den Sabbattag und heiligte ihn. (2.Mose 20,8-11)

Der wöchentliche Ruhetag ist nicht nur ein Gedenktag für die Schöpfung, sondern auch ein Tag des Glaubens. Wir erkennen damit an, dass Gott die Schöpfung wunderbar und vollkommen gemacht hat, so dass er selbst ruhte. Alles ist perfekt, wenn Gott ruht und sein Werk betrachtet. So können wir auch ruhen und auf ihn vertrauen. Für den Menschen ist es schwer zu ruhen, wir sehen uns in einer Welt Mangels in der es ständig etwas zu tun, oder zu verbessern gibt. Wenn ich an jedem siebenten Tag ruhe, geht mir über 14 % meiner potentiellen Arbeitsleistung verloren. Aber durch den Verstoß gegen das Sabbatgebot verliere ich mehr: nämlich die wöchentliche Rückkehr zum Glauben, dass ich mehr bin als eine Arbeitskraft und dass es mehr gibt als mein Alltagsleben. Dass es einen Gott gibt, dem ich vertrauen kann, so dass ich Ruhe und Frieden finde.

Viele glauben, dass die frühen Christen den Ruhetag vom Samstag auf den Sonntag verschoben, weil sie damit sagen wollten: Es gibt ein neues, vollkommenes Werk Gottes, eine neue Schöpfung und einen neuen Ruhetag. Und so wird auch im Neuen Testament der Ruhetag als Symbol des Glaubens gesehen. In Hebräer 4 wird von der Ruhe gesprochen in die Gott sein Volk führen will. Für Israel war es das Land der Verheißung in dem sie nach langer Wüstenwanderung zur Ruhe kommen sollten. Doch sie gingen nicht in diese Ruhe hinein, weil sie Gott nicht vertrauten und glaubten, dass er sie nur in einem sinnlosen Kampf sterben lassen wollte. Auch uns ist ein Land der Verheißungen versprochen, in das wir nach langer Wüstenwanderung hineingehen sollen. Ein Leben als Gottes Kinder und dann natürlich die Zusage des ewigen Lebens in Gottes herrlicher neuer Welt. Das Volk Israel hat die Ruhe nie erreicht. Der Sabbat ist nur ein Vorausschatten der wahren Ruhe und des wahren Friedens Gottes. In diesen Frieden können wir jeden Tag eintreten, wenn wir Gott vertrauen und sein heiliger Geist uns mit Frieden erfüllt. Als Gottes Kinder sind wir mit der Gewissheit erfüllt: Gott liebt uns, alles ist in Ordnung zwischen mir und dem allmächtigen Schöpfer der Welt und ich kann seinem Werk nichts hinzufügen. Es ist vollbracht. Nun schauen wir voller Frieden und Glauben auf das, was Gott so wunderbar getan hat.

Also bleibt noch eine Sabbatruhe dem Volk Gottes übrig. Denn wer in seine Ruhe eingegangen ist, der ist auch zur Ruhe gelangt von seinen Werken wie Gott von seinen eigenen. (Hebr 4,9+10)

Der Apostel Paulus hat immer wieder klar gemacht, dass es nicht die Gebote sind, durch die wir etwas von Gott empfangen, sondern der Glauben an die vollkommene Erlösung durch das Kreuz von Jesus.

So richte euch nun niemand wegen Speise oder Trank oder betreffs eines Festes oder Neumondes oder Sabbats, die ein Schatten der künftigen Dinge sind, der Körper selbst aber ist des Christus. (Kol 2,16+17)

(vergl. Röm 14,5)

Es geht also nicht um Samstag oder Sonntag oder um endlose Diskussionen, was am Sabbat erlaubt ist, sondern um den Frieden, der durch den Glauben an Jesus Christus entsteht. Jede Woche können wir uns darauf besinnen und für alle sichtbar diesen Tag feiern: Gottes Werk ist vollkommen. Lasst uns in die Ruhe von Glauben und Gehorsam hineingehen, die Gott für uns hat!

Das dritte Gebot

Du sollst den Namen des HERRN, deines Gottes, nicht zu Nichtigem aussprechen, denn der HERR wird den nicht ungestraft lassen, der seinen Namen zu Nichtigem ausspricht. (2.Mose 20,7)

Ein Mangel an Respekt und Ehrfurcht vor Gott kann dazu führen, dass wir seinen Namen nicht ehren und er uns höchstes für einen blöden Witz gut ist. Jeder kennt auch die Verballhornungen von Gottes Namen. Hier im badischen z.B. „Oh Jesses Gott!“ Und wenn man etwas besonders schlechtes sieht: „Oh Gott!“ Ansonsten hat man aber mit Gott nichts zu tun. Das alles ist aber nicht der Kern dieses Gebots.

Wenn man die Bibel im Zusammenhang studiert, sieht man, dass sein Namen gleichbedeutend ist mit seiner Autorität und der Vollmacht, die er Menschen verleiht. „In Jesu Namen“ bedeutet also: In seinem Auftrag, unter seiner Autorität und Befehlsgewalt, ausgestattet mit seiner Vollmacht und Kraft. Das „Nichtige“ ist das, was Gott nicht im Sinn hat - das in Gottes Augen unrechtmäßige oder rein menschliche.

So geht es hier um den Missbrauch der göttlichen Autorität, die er Menschen verleiht. Die Warnung ist ernst und unmissverständlich: „der HERR wird den nicht ungestraft lassen, der seinen Namen zu Nichtigem ausspricht.“ Hier geht es nicht um das Geschwätz der Menschen, die Gott gar nicht kennen und „Oh Jesses Gott“ sagen, sondern um den ernsten und schwer wiegenden Fall des Missbrauchs von Autorität, der sich durch die gesamte Kirchengeschichte zieht. Viele Leiter und führende Personen des Christentums sind darüber zu Fall gekommen, dass sie ihre Autorität in der Gemeinde Jesu für ihre eigenen gut gemeinten Zwecke, für Politik oder zur Bereicherung benutzten. Aus manchen geisterfüllten Bewegungen und Gemeinden wurden so traditionelle Vereine, in denen es genauso zugeht, wie in jeden anderen Verein auch - nur das der Name der Herrn Jesus Christus noch darüber steht. Man kann dem Herrn aber dort nicht mehr begegnen. Wenn man etwas Ahnung von Kirchengeschichte bekommt, kann es einen gruseln, was schon alles im Namen Jesus getan und gesagt wurde. In dieser letzten Zeit wird Gott Menschen und Gemeinden aus der Versenkung holen und erhöhen, die wirklich seine Diener sind und deren Herz darauf gerichtet ist, treue Verwalter seines Hauses zu sein. „Getrennt von mir könnt ihr nichts tun.“ (Joh 15,5) Ganz egal auf welcher Ebene du in der Gemeinde mitarbeitest: Hüte dich davor, deine fromme Karriere und die Verteidigung deines kleinen Bereichs in der Vordergrund zu stellen. Diene Gott und beuge dich vor ihm. Er wir dich erhöhen und ehren durch seine Gegenwart. Alle werden sehen, dass Gott mit dir ist. Wenn du dagegen deine Position ausnutzt, die Schafe des Herrn für deine Melkkühe hältst oder einfach durch eine der vielen offenen Türen rennst, die sich mit wachsender Autorität auftun, wirst du ohne ihn gehen und nicht ungestraft bleiben.

Das zweite Gebot

Du sollst dir kein Götterbild machen, auch keinerlei Abbild dessen, was oben im Himmel oder was unten auf der Erde oder was in den Wassern unter der Erde ist. Du sollst dich vor ihnen nicht niederwerfen und ihnen nicht dienen. Denn ich, der HERR, dein Gott, bin ein eifersüchtiger Gott, der die Schuld der Väter heimsucht an den Kindern, an der dritten und vierten Generation von denen, die mich hassen, der aber Gnade erweist an Tausenden von Generationen von denen, die mich lieben und meine Gebote halten. (2. Mose 20,4-6)

In manchen Kirchen wird dieser Abschnitt noch dem ersten Gebot zugerechnet und dafür das Gebot „du sollst nicht begehren“ in zwei Teile aufgeteilt. Die Zählung ist ja weniger wichtig. In der Reformation haben viele das Verbot sich ein Götterbild zu machen als eigenständiges Gebot gesehen, um der katholischen Praxis entgegenzutreten geweihte Figuren und ähnliches in den Mittelpunkt zu stellen. Aber auch die orthodoxen Kirchen zählen „Du sollst dir kein Götterbild machen“ als zweites Gebot.

Gott ist der gewaltige Schöpfer des Universums mit seinen Milliarden von Galaxien. Er ist der unsichtbare Grund hinter allen Dingen und es ist unmöglich ihn zu entwürdigen, indem er mit einer von Menschen gemachten Figur in Verbindung gebracht wird. Es ist auch unmöglich sich aus den Gedanken und Überlegungen von Menschen heraus ein Bild von Gott zu machen, selbst wenn man dabei die Bibel benutzt. Wie soll sich das Erbsengehirn von sterblichen und in jeder Hinsicht begrenzten Menschen ein Bild von Gott machen können? Das ist der Stolz über den viele Theologen und Philosophen gestolpert sind. Nur Gott selber kann uns ein Bild von sich selber vermitteln. Als Menschen können wir nur das über Gott wissen, was er uns mitteilt. Das nennt man „Offenbarung“: Ich sehe etwas Unsichtbares. Ich bin in meinem Innern völlig überzeugt von Dingen, die ich nicht sehen, nicht abschließend beweisen und manchmal auch nicht verstehen kann. Gott hat mir diese Gewissheit gegeben. Durch Beschäftigung mit dem Wort Gottes, der Bibel und durch Gebet bekomme ich Antwort von Gott: Eine Offenbarung. Ein weiterer Mosaikstein wird meinem Bild von Gott hinzugefügt.

… sondern wie geschrieben steht: «Was kein Auge gesehen und kein Ohr gehört hat und in keines Menschen Herz gekommen ist, was Gott denen bereitet hat, die ihn lieben.» Uns aber hat Gott es geoffenbart durch den Geist, denn der Geist erforscht alles, auch die Tiefen Gottes. Denn wer von den Menschen weiß, was im Menschen ist, als nur der Geist des Menschen, der in ihm ist? So hat auch niemand erkannt, was in Gott ist, als nur der Geist Gottes. Wir aber haben nicht den Geist der Welt empfangen, sondern den Geist, der aus Gott ist, damit wir die Dinge kennen, die uns von Gott geschenkt sind. (1.Kor 2,9-12)

Zu vielen Begriffen, die mit Gott verbunden sind, können wir falsche Bilder im Kopf haben. Falsche Gottesbilder können verhindern, dass wir Gott näher kennenlernen. Was verbindest du mit Begriffen wie: „Vater“, „König“ , „Herr“, „Gott“, „Gemeinde / Kirche“, ..? Menschen, die nur ein traditionelles Christentum kennen sehen Gott oft nur als den fernen und gleichgültigen Gott, der nie etwas tut. Mit „Vater“ verbinden manche aus ihrer persönlichen Erfahrung ganz andere Dinge als Schutz, Geborgenheit, Respekt und Vorbild. All diese falschen Gottesbilder müssen aktiv überwunden werden und wir müssen uns ganz bewusst der Wahrheit über Gott zuwenden, die wir in der Bibel finden. Es ist leicht bei den lügenhaften Gottesbildern zu bleiben. Viele Menschen verachten Gott oder schon den Gedanken an ihn. Das zweite Gebot warnt „ … ich bin ein eifersüchtiger Gott“. Das kommt mehrmals in der Bibel vor. Trotzdem wird so gut wie nie darüber gesprochen. Der Gedanke an einen Gott, der uns so sehr liebt, dass er es nicht ertragen kann, wenn wir anderen „Göttern“ nachlaufen ist uns fremd.

An unserer Einstellung gegenüber Gott entscheidet sich unser Leben. Selbst das Leben unserer Kinder und Kindeskinder wird davon noch geprägt. Es geht nicht um ein religiöses Beiwerk oder Hobby, sondern um den lebendigen Gott!

Gott will, dass wir ihn gut kennen und dass die Wahrheit darüber, wie und wer er ist unsere Gedanken erfüllt. Als die Zeit gekommen war, offenbarte sich Gott auf geradezu extreme und wunderbare Weise. Nun haben wir ein Bild von Gott, dass weit über alles hinausgeht, was Menschen sich ausdenken können. Es gibt in keiner Religion etwas vergleichbares: Gott wurde Mensch und wohnte unter uns! Jesus ist der Höhepunkt der Offenbarung Gottes. Du willst wissen wie Gott ist? So wie Jesus!

Nachdem Gott vielfältig und auf vielerlei Weise ehemals zu den Vätern geredet hat in den Propheten, hat er am Ende dieser Tage zu uns geredet im Sohn, den er zum Erben aller Dinge eingesetzt hat, durch den er auch die Welten gemacht hat; (Hebr 1,1+2)

Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater als nur durch mich. Wenn ihr mich erkannt habt, werdet ihr auch meinen Vater erkennen; und von jetzt an erkennt ihr ihn und habt ihn gesehen. Philippus spricht zu ihm: Herr, zeige uns den Vater, und es genügt uns. Jesus spricht zu ihm: So lange Zeit bin ich bei euch, und du hast mich nicht erkannt, Philippus? Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen. Und wie sagst du: Zeige uns den Vater? (Joh 14,6-9)

Das erste Gebot

Ich bin der HERR, dein Gott, der ich dich aus dem Land Ägypten, aus dem Sklavenhaus herausgeführt habe. Du sollst keine andern Götter haben neben mir. (2.Mose 20,3+3)

Das ist eine gute Nachricht: Gott ist kein ferner und unbeteiligter Gott, den es vielleicht gar nicht gibt. Er ist dein Gott! Nun kannst du das gut oder schlecht finden (wenn du ihn nicht persönlich kennst), aber er ist dein Gott, an dem sich dein Leben entscheidet. Er ist der ewige Gott und du bist nur eine vorübergehende Erscheinung auf diesem Planeten. Er hat klare Gebote gegeben, die dein Leben prägen und überschatten - egal, ob du es willst oder nicht. Zum Glück ist er nicht willkürlich oder bösartig, sondern gerecht und barmherzig. Er ist zum Vergeben immer bereit, denn er kennt deine Lage. Du schadest dir selbst am meisten, wenn du gegen Gott und sein Gebot rebellierst. Gott weiss das und bietet dir mehrmals im Leben seinen Ausweg an. Aber er biedert sich nicht an. Er ist Dein Gott, aber nicht so einer, den man sich im Wohnzimmer in die Ecke stellt. Er ist der Herr - du bist es nicht.

Wenn du diesen Gott kennenlernen willst, dann geht das nur durch Glauben. Solange du den Lügen glaubst, dass Gott ein harter Herrscher ist, der dir alles verbieten will, was dir Spaß macht, wirst du dich ihm nicht nähern! Du musst ihm vertrauen und auf die große Belohnung schauen, die mit seinem Weg verbunden ist. Das sagt auch der Brief an die Hebräer:

Ohne Glauben aber ist es unmöglich, ihm wohlzugefallen; denn wer Gott naht, muß glauben, daß er ist und denen, die ihn suchen, ein Belohner sein wird. (Hebr 11,6)

Erst die Erkenntnis, dass Gott gut ist und die Übertretung seiner Gebote schweren Schaden mit sich bringt, öffnet dir überhaupt die Tür ihn näher kennenzulernen.

Der Weg der Gottlosen ist wie das Dunkel; sie erkennen nicht, worüber sie stürzen. (Spr 4,19)

Sie kennen die Gebote Gottes nicht und wissen nichts von dem Gott, der zum Guten ihr Gott sein möchte. Wer aber Gott erkennt - d.h. ihn kennenlernt für den gilt:

Aber der Pfad der Gerechten ist wie das glänzende Morgenlicht, heller und heller erstrahlt es bis zur Tageshöhe. (Spr 4,18)

Die Möglichkeit Gott zu erkennen ist, was den Menschen vom Tier unterscheidet. Anderenfalls ist der Mensch nur so eine komplexe chemische Reaktion, die sich in Jahrmillionen eben so entwickelt hat und die eine Laufzeit von maximal ca. 70 bis 100 Jahren hat. Dann ist alles egal: Mit dem Tod endet alles. Konsequent zu Ende gedacht beraubt der Atheismus den Menschen um jeden Sinn und um den Kern seiner Existenz: Ein Wesen zu sein, geschaffen “nach seinem Bild” und für die Gemeinschaft mit IHM.

Gott ist Dein Gott und er will, dass es dir und deiner Familie gut geht! Jeder versteht, dass es physikalische Gesetze gibt, wie z.B. die Schwerkraft. Niemand würde würde sich einfach eine Treppe herunterfallen lassen, denn es gibt keine Ausnahmen von der Schwerkraft und jeder weiß, dass man sich dabei die Knochen brechen wird. Mit den Geboten Gottes ist es so, dass die Folgen eines Handelns gegen die Gebote oft nicht unmittelbar eintreffen. Das liegt an der Gnade und Barmherzigkeit Gottes, der weiss, dass die Zusammenhänge für die meisten Menschen nicht so klar sind. Er weiss, wie wir hier oft im Dunklen tappen. Darum gibt er Zeit, regt unser Gewissen an und lässt uns Vorboten kommenden Unheils spüren, damit wir zur Umkehr aus der Gefahrenzone kommen:

Denkst du aber dies, o Mensch, der du die richtest, die so etwas tun, und dasselbe verübst, daß du dem Gericht Gottes entfliehen wirst? Oder verachtest du den Reichtum seiner Gütigkeit und Geduld und Langmut und weißt nicht, daß die Güte Gottes dich zur Buße leitet? Nach deiner Störrigkeit und deinem unbußfertigen Herzen aber häufst du dir selbst Zorn auf für den Tag des Zorns und der Offenbarung des gerechten Gerichtes Gottes, der einem jeden vergelten wird nach seinen Werken: … (Röm 2,3-6)

Je mehr man Gott kennenlernt, desto mehr wird klar, dass man nicht gegen Gottes guten und perfekten Willen handeln kann ohne die negativen Folgen zu tragen. Natürlich gibt es immer die Vergebung der Sünden und Gottes liebevoll nach uns ausgestreckte Hand. Aber wahr ist auch: Es ist meine Entscheidung, was ich mit meiner Lebenszeit tue. Ich kann auf Gottes Wegen gehen, Freiheit, Segen und Frieden genießen oder ich kann mich endlos im Kreis drehen und mein Leben mit Dummheiten verbringen. Oder ich lasse mich einfach die Treppe runterfallen und während ich im freien Fall bin, genieße ich die Schwerelosigkeit und erzähle allen wie wunderbar man sich im freien Fall fühlt und dann ..? Dann breche ich mir die Knochen und alle sagen: Wie konnte Gott das zulassen!?

„Ich bin der Herr Dein Gott.“ - Könnte es vielleicht sein, dass es nicht nur einen Gott, sondern verschiedene geistliche Wesen gibt, wie in manchen anderen Religionen? Auch die Bibel berichtet über verschiedene geistliche Mächte - z.B. über “Fürsten und Gewalten” und über die Engel, aber es kann nur einen Gott geben, der der letzte ewige Grund für die Existenz aller Dinge und der unsichtbaren Welt ist. Dieser Gott hat mitten in einer finsteren Welt einen wunderbaren Weg gemacht auf dem wir Ihn kennenlernen können.

Bist du es nicht, der das Meer ausgetrocknet hat, die Wasser der großen Flut, der die Tiefen des Meeres zu einem Weg gemacht hat, damit die Erlösten hindurchzogen? (Jes 51,10)

Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater als nur durch mich. (Joh 14,6)

Da antwortete ihnen Jesus und sprach: Meine Lehre ist nicht mein, sondern dessen, der mich gesandt hat. Wenn jemand seinen Willen tun will, so wird er von der Lehre wissen, ob sie aus Gott ist oder ob ich aus mir selbst rede. (Joh 7,16 + 17)

Wenn wir anfangen auf diesem Weg zu gehen, werden wir bald ganz sicher sein: Es gibt nur einen Gott und er ist der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs, er ist der Schöpfer aller Dinge - er ist als Jesus Mensch geworden und unser Freund. Der einzige, der uns wirklich lieb hat! Neben ihm kann es nichts Wertvolleres geben. Kein Reichtum, keine Schätze, keine Beziehungen, Gewohnheiten, keine Kultur oder Tradition - nichts kann seinen Platz einnehmen. Die Elberfelder Übersetzung merkt in 2.Mose 20,3 an: „Die Befehlsform „Du sollst nicht“ kann auch wiedergegeben werden: Du wirst nicht, d.h. es ist undenkbar, dass du … tun wirst.“

Nur so wird er wirklich dein Gott sein: Wenn er an der weitaus ersten Stelle für dich steht!

Die 10 Gebote: Unveränderliches Recht von Gott

Dann redete Gott. Er sprach:

“Ich bin der Herr, dein Gott; ich habe dich aus der Sklaverei in Ägypten befreit.“ (2.Mose 20,1+2 Übersetzung „Hoffnung für Alle“)

Woher kommt das Gesetz, das Recht und Maßstäbe der Gesellschaft? In meinen Augen gibt es zwei Möglichkeiten: Es kommt aus dem „Recht der Stärkeren“ oder von Gott. Das „Recht des Stärkeren“ ist zum Beispiel in einer Demokratie das, was die meisten wollen. Was die Mehrheit will kann gut sein oder schlecht. Heute wird der Staat stark von wirtschaftlichen Interessengruppen beeinflusst und es ist fast egal wen man wählt, die Politik bleibt gleich. In „modernen“ Staaten sind die wirtschaftlich Starken (z.B. die Konzerne und Banken) die „Mehrheit“ und in wirtschaftlich armen Staaten kommt die Macht nach wie vor aus den Gewehrläufen (Zitat von Mao Tse Tung). Wieso soll ein anderer Mensch mir vorschreiben, was ich zu tun und zu lassen habe? Ich werde mich instinktiv dagegen wehren oder in irgendeiner Form Widerstand leisten. Weltliche Macht kommt aus der physischen oder wirtschaftlichen Macht, die bestimmte Gruppen über andere haben. Die fortschrittlichsten Staaten der Welt entstanden aus Idealen, die das „übereinander herrschen“ durch unveränderliches Recht ersetzen wollten. Der demokratische Rechtsstaat ist zum Beispiel ein solcher Entwurf: In ihm wird die Macht des Staates und der „Stärkeren“ durch unveränderliches Recht beschränkt (Meist in der „Verfassung“ niedergelegt). In einem solchen Staat kann man sicher leben, auch wenn man eine abweichende Meinung vertritt. Man kann auch sicher sein, dass man über die Jahre ein Geschäft aufbauen kann und die rechtlichen Rahmenbedingungen sich in wesentlichen Punkten nicht ändern. Man kann z.B, darauf bauen, dass man nicht kurz vor der Rente enteignet wird, weil gerade ein Loch in den Staatsfinanzen zu schliessen war!

Gott hat das Recht und die Fähigkeit unsere Angelegenheiten zu regeln! Nur er kennt den Plan seiner Schöpfung und weiß was langfristig gut für uns ist. Wenn wir einsehen, dass wir unveränderliche Gebote brauchen, dann ist Gott die einzige geeignete Person, die sie uns geben kann. Nachdem Gott sein Volk aus der Sklaverei befreit hatte, gab er diese 10 Gebote unter einzigartigen und nie wieder dagewesenen Umständen, begleitet von mächtigen Zeichen. Ein neues Tor zu bleibender Freiheit und unveränderlichem Recht wurde aufgetan.

Die zehn Gebote - Einführung

Echte Freiheit: 10 Gebote statt tausende von Vorschriften

Wir leben in einer Zeit steigender Unterdrückung und Unfreiheit. Selbst in unserem „freiheitlich demokratischen“ Land gibt eine verhängnisvolle Entwicklung zu immer mehr Einschränkung und Reglementierung, die uns in eine repressivere Gesellschaft führt. Es wimmelt von Vorschriften, Gesetzen und es gibt einen steigenden Druck nur das politisch korrekte und angepasste zu sagen. Der Staat bestimmt über den überwiegenden Teil deines Einkommens, die EU bestimmt, was du essen sollst und ob du Glühbirnen benutzen darfst oder nicht. Die Massenmedien lenken deine Meinung und deine Gefühle. Viele Gesetze sind so kompliziert geworden, dass die Behörden mit der Umsetzung überfordert sind. Kürzlich sah ich an der Fleischtheke im Supermarkt einen sehr dicken Ordner liegen. Ich war überrascht und etwas schockiert: Er enthielt die Vorschriften zum Verkauf und zur Verarbeitung von Fleisch. Immer öfter stimmen Politiker über Gesetze ab, deren Umfang so groß ist, dass ihren Inhalt nur Experten beurteilen können. Der Willkür ist Tür und Tor geöffnet, denn gegen irgendeine Vorschrift hat man immer verstoßen.

Auf der anderen Seite verstehen viele ein hemmungsloses, egoistisches Ausleben ihrer Wünsche und körperlichen Begierden als „Freiheit“ - und finden sich in Bedrückung wieder: Das Leben in zerbrochenen Beziehungen, das Streben nach Karriere als höchstes Ziel, das Leben in Geld und Machtgier ergeben in Endeffekt ein hartes, von Zwängen und Druck geprägtes Leben!

Gott gab dem Volk Israel zehn Gebote, nachdem sie aus der Sklaverei befreit worden waren und diese Gebote sollten sie nicht wieder versklaven unter eine neue Religion, sondern sie sind das Gesetz der Freiheit. Sie erhalten die Freiheit langfristig. Eine Gesellschaft, die von den zehn Geboten geprägt ist, ist sehr freiheitlich: Sie kann problemlos auf die Verantwortung des Einzelnen setzen und sie gibt nur wenige klare Rahmenbedingungen vor.

Viele erwarten für die nächsten Jahre einen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Zusammenbruch. Immer öfter und drängender wird die Frage gestellt: Was kommt danach? Eine durch und durch reglementierte, bürokratische Gesellschaft, die den Mangel verwaltet und in der jeder ein potentieller Staatsfeind ist? Eine Gesellschaft, die mit enormen Verwaltungsaufwand dahin gepresst wird wie eine Maschine zu funktionieren? Oder kehren wir zurück in die Wildnis? Niemand will das. Aber was ist die Alternative? Der Mensch ist auf Zusammenleben angewiesen. Alles andere sind Spinnereien. Zusammenleben funktioniert nie ohne Regeln. Es ist Zeit die Fundamente unserer Gesellschaft zu erneuern und neu darauf aufzubauen. Eine gottlose Gesellschaft ist eine unfreie und dem Untergang geweihte Gesellschaft. Die zehn Gebote sind der Schlüssel, den Gott uns in die Hand gibt, um neu zu Freiheit und Stabilität durchzubrechen.

„Erinnerungen eines Ex-Atheisten“ - jetzt als PDF

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