Archiv der Kategorie Gott kennenlernen

Der Ort, an den niemand kommen will und der Tag, der alles verändert.

Und der Teufel, der sie verführte, wurde in den Feuer- und Schwefelsee geworfen, wo sowohl das Tier als auch der falsche Prophet sind; und sie werden Tag und Nacht gepeinigt werden von Ewigkeit zu Ewigkeit. Und ich sah einen großen weißen Thron und den, der darauf saß, vor dessen Angesicht die Erde entfloh und der Himmel, und keine Stätte wurde für sie gefunden. Und ich sah die Toten, die Großen und die Kleinen, vor dem Thron stehen, und Bücher wurden geöffnet; und ein anderes Buch wurde geöffnet, welches das des Lebens ist. Und die Toten wurden gerichtet nach dem, was in den Büchern geschrieben war, nach ihren Werken. Und das Meer gab die Toten, die in ihm waren, und der Tod und der Hades gaben die Toten, die in ihnen waren, und sie wurden gerichtet, ein jeder nach seinen Werken. Und der Tod und der Hades wurden in den Feuersee geworfen. Dies ist der zweite Tod, der Feuersee. Und wenn jemand nicht geschrieben gefunden wurde in dem Buch des Lebens, so wurde er in den Feuersee geworfen. Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der erste Himmel und die erste Erde waren vergangen, und das Meer ist nicht mehr. Und ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, aus dem Himmel von Gott herabkommen, bereitet wie eine für ihren Mann geschmückte Braut. Und ich hörte eine laute Stimme vom Thron her sagen: Siehe, das Zelt Gottes bei den Menschen! Und er wird bei ihnen wohnen, und sie werden sein Volk sein, und Gott selbst wird bei ihnen sein, ihr Gott. Und er wird jede Träne von ihren Augen abwischen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Trauer, noch Geschrei, noch Schmerz wird mehr sein: denn das Erste ist vergangen. Und der, welcher auf dem Thron saß, sprach: Siehe, ich mache alles neu. Und er spricht: Schreibe! Denn diese Worte sind gewiß und wahrhaftig. Und er sprach zu mir: Es ist geschehen. Ich bin das Alpha und das Omega, der Anfang und das Ende. Ich will dem Dürstenden aus der Quelle des Wassers des Lebens geben umsonst. Wer überwindet, wird dies erben, und ich werde ihm Gott sein, und er wird mir Sohn sein. Aber den Feigen und Ungläubigen und mit Greueln Befleckten und Mördern und Unzüchtigen und Zauberern und Götzendienern und allen Lügnern ist ihr Teil in dem See, der mit Feuer und Schwefel brennt, das ist der zweite Tod. (Off 20,10 - 21,8)

Der See aus brennendem Schwefel und was er bedeutet

Ich bin gelernter Chemieingenieur und weiss wie brennender Schwefel aussieht. Wenn man den hellgelben Schwefel auf einen Löffel aus Metall gibt und über einer Flamme erhitzt, dann wird aus dem hellgelben Pulver eine widerlich stinkende grauschwarze Masse. Schließlich beginnt die zähflüssige Masse zu kochen und dann entzünden sich die Schwefeldämpfe. Der Schwefel brennt mit einer sehr kleinen und sehr intensiv blau leuchtenden Flamme. Bei der Verbrennung entsteht Schwefeldioxid. Das stechend riechende Gas bildet mit der Luftfeuchtigkeit einen weißen Nebel aus schwefliger Säure. Es ist unmöglich in der Nähe ohne Schutz zu atmen. Dies ist also das Bild, das die Bibel benutzt, um die Endstation für alles Böse zu beschreiben. Die zähflüssige, stinkende Masse stellt dar, wie Sünde und Bosheit in den Augen Gottes aussehen und die hell leuchtende Flamme stellt den ewigen Zorn Gottes dar, der für immer darüber brennt. Der weiße Rauch schließlich trennt den See von den Lebenden, die sich ihm nicht mehr nähern können. Wenn man sich einen solchen Ort vorstellen will, dann man sich auch Bilder vom Jupitermond Io ansehen. (Auch wenn der Schwefel dort nicht verbrennt, wie oben beschrieben. http://de.wikipedia.org/wiki/Io_(Mond)). Dies ist ein Bild eines riesigen Vulkans aus kochenden Schwefel:

 

(Bild eingebunden aus wikimedia commons. Quelle NASA http://photojournal.jpl.nasa.gov/catalog/PIA02599)

 

“Das ist der zweite Tod“. Es ist die ewige Trennung von Gott und dem Leben, das Gott geschaffen hat. Der Feuersee ist ewige Qual und Verzweiflung ein Abgrund ohne Wiederkehr. Gott hat die geistlichen Wesen geschaffen und auch dem Menschen eine Seele gegeben, die ewig bleibt. Dies ist der schreckliche Endpunkt der Rebellion Satans gegen Gott und die Endstation für alles Böse.

Was Jesus darüber gesagt hat

Jesus hat keinen Zweifel daran gelassen, dass es diesen Ort gibt und er hat eindringlich vor ihm gewarnt:

Und wenn deine Hand dir Anlaß zur Sünde gibt, so hau sie ab! Es ist besser für dich, als Krüppel in das Leben hineinzugehen, als mit zwei Händen in die Hölle zu kommen, in das unauslöschliche Feuer. (Mk 9,48)

Wie kann das überhaupt sein - ist Gott so grausam?

Gott will auf keinen Fall, dass irgend jemand in die Hölle kommt. Er ist der …

… welcher will, daß alle Menschen errettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit kommen. (1.Tim 2,4 vergl. auch 2.Petr 3,9, Hes 18,23)

Das stand auch schon im alten Testament:

Sollte ich wirklich Gefallen haben am Tod des Gottlosen, spricht der Herr, HERR, nicht vielmehr daran, daß er von seinen Wegen umkehrt und lebt? (Hes 18,23)

Gott ist bis zum Äußersten gegangen, um zu verhindern, dass irgend jemand verloren geht:

Denn so hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat. Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, daß er die Welt richte, sondern daß die Welt durch ihn errettet werde. Wer an ihn glaubt, wird nicht gerichtet; wer aber nicht glaubt, ist schon gerichtet, weil er nicht geglaubt hat an den Namen des eingeborenen Sohnes Gottes. (Joh 3,16-18)

Gottes Persönlichkeit ist nicht gespalten. Manche haben gesagt, dass Gott zwar schon voller Liebe ist „aber auch heilig und gerecht“ und somit gegen die Sünder gerichtet ist. Aber es gibt sie nicht, die „dunkle Seite der Macht“. Ich denke, dass Gott bestimmt die heilste und vollkommenste Person ist die es gibt und er neigt sicher nicht zu Hass oder Wutausbrüchen. Auch das Gericht übt Gott aus den reinen Motiven seiner Liebe. Dabei denke ich nicht an das vielfältige Leid, das aus der Tatsache herrührt, dass dies eine gefallene Welt voller Schuld, Zerstörung und Rebellion gegen ihren Schöpfer ist. Mit diesen Dingen hat Gott nichts zu tun, sie sind vielmehr die Folge davon, dass die Menschen von Gott getrennt leben und überhaupt diese Welt der Finsternis preisgegeben ist - bis Gott dies ändern und sein Reich wieder aufrichten wird. Das Gericht Gottes ist nicht, wenn es ein Erdbeben gibt und Unschuldige sterben, sondern, wenn Gott dem Bösen ein Ende macht. Er zögert es hinaus, um möglichst vielen den rettenden Ausweg zu zeigen, aber Gottes Herz ist darauf gerichtet dem endlosen Leiden, dass auch immer wieder die trifft, die am wenigsten dafür können, ein Ende zu machen. Gott greift ein und schafft  Raum dafür, dass seine Ordnung und seine guten Pläne wieder zum Zug kommen. So hat Gott oftmals in der Geschichte eingegriffen und die Macht Satans gebrochen, um den folgenden Generationen wieder eine Chance zu geben. Am Ende der Welt wird Gott dann den endgültigen Schlusspunkt setzen und eine neue Welt ohne Leid und Schmerz wird kommen.

Der Tag des Herrn

Diese Hoffnung zieht sich durch die ganze Bibel. Eines Tages wird Gott eingreifen. Die Propheten des Alten Testaments, Jesus und auch seine Apostel sprachen vom „Tag des Herrn“. An diesem Tag beginnt Wiederherstellung für das was zerstört wurde und Zerstörung für das was gegen seine guten Pläne und Absichten gerichtet ist. Dieser „Tag des Herrn“ wird jede Woche am Sabbat vorzeichenhaft gefeiert: Ein Tag an dem Gottes Volk zu Ruhe kommt und der Frieden Gottes anbricht. 

 

Denn nahe ist der Tag; ja, nahe ist der Tag des HERRN, ein Tag des Gewölks: Gerichtszeit der Nationen wird er sein. (Hes 30,3)

Und der HERR läßt vor seiner Heeresmacht her seine Stimme erschallen, denn sein Heerlager ist sehr groß, denn der Vollstrecker seines Wortes ist mächtig. Denn groß ist der Tag des HERRN und sehr furchtbar. Und wer kann ihn ertragen? (Joel 2,11)

Legt die Sichel an! Denn die Ernte ist reif. Kommt, stampft! Denn die Kelter ist voll, die Kelterkufen fließen über. Denn groß ist ihre Bosheit. Scharen über Scharen im Tal der Entscheidung; denn nahe ist der Tag des HERRN im Tal der Entscheidung. Die Sonne und der Mond verfinstern sich, und die Sterne verlieren ihren Glanz. Und der HERR brüllt aus Zion und läßt aus Jerusalem seine Stimme erschallen, und Himmel und Erde erbeben. Und der HERR ist eine Zuflucht für sein Volk und eine Feste für die Söhne Israel. Und ihr werdet erkennen, daß ich, der HERR, euer Gott bin, der auf Zion wohnt, meinem heiligen Berg. Und Jerusalem wird heilig sein, und Fremde werden es nicht mehr durchziehen. Und es wird geschehen an jenem Tag, da werden die Berge triefen von Most und die Hügel überfließen von Milch, und alle Bäche Judas werden strömen, voll von Wasser. Und eine Quelle wird aus dem Haus des HERRN hervorbrechen und das Tal Schittim bewässern. (Joel 4,13-18)

Denn nahe ist der Tag des HERRN über alle Nationen. Wie du getan hast, wird dir getan werden. Dein Tun wird auf deinen Kopf zurückkehren. (Ob 1,15)

Und ich werde Wunder tun oben am Himmel und Zeichen unten auf der Erde: Blut und Feuer und Rauchdampf; die Sonne wird verwandelt werden in Finsternis und der Mond in Blut, ehe der große und herrliche Tag des Herrn kommt. Und es wird geschehen: jeder, der den Namen des Herrn anrufen wird, wird errettet werden. (Apg 2,19-21)

Daher habt ihr an keiner Gnadengabe Mangel, während ihr das Offenbarwerden unseres Herrn Jesus Christus erwartet, der euch auch festigen wird bis ans Ende, so daß ihr untadelig seid an dem Tag unseres Herrn Jesus Christus. (1.Kor 1,7-8)

Es wird aber der Tag des Herrn kommen wie ein Dieb; an ihm werden die Himmel mit gewaltigem Geräusch vergehen, die Elemente aber werden im Brand aufgelöst und die Erde und die Werke auf ihr im Gericht erfunden werden. (2.Petr 3,10)

Als Jesus in den Himmel zurückgegangen war, standen Engel neben den zurückgebliebenen Jüngern. Die sagten:

Den muß freilich der Himmel aufnehmen bis zu den Zeiten der Wiederherstellung aller Dinge, von denen Gott durch den Mund seiner heiligen Propheten von jeher geredet hat. (Apg 3,21)

Offenbar sprachen Sie von der Zeit, die mit dem Tag des Herrn beginnt. Auch an anderer Stelle wird deutlich: Wenn Jesus wiederkommt, wird dieser Tag des Herrn sein. Ein Tag der Zerstörung und des unvorstellbaren Entsetzens für die, die den Herrn hassen und ein herrlicher Tag für die, die ihn jetzt schon lieben. Ein Tag mit dem ein wunderbares neues Zeitalter für die Menschheit anbricht. 

Kann man etwas Sicheres über Gott wissen?

Was ist die wahre Lehre über Gott?

Rein menschlich betrachtet ist es unmöglich eine Antwort auf diese Frage zu finden. Darum neigen die meisten Menschen dazu, sich aus verschiedenen Quellen zu bedienen. Die Bibel ist ein historisches Buch mit sehr hoher Glaubwürdigkeit. Aber natürlich gibt es hunderte von verschiedenen Lehren, die alle behaupten auf der Bibel aufzubauen.

Es gibt aber eine Antwort auf diese Frage durch „Offenbarung“. - Gott stellt sich uns vor, er stellt eine Beziehung zu ihm her und hilft uns, damit wir ihn kennenlernen. Das ist die „Lehre“, die von Gott kommt.

Ich meine, wenn es einen realen Gott gibt (und es gibt ihn), dann muss es auch eine Wahrheit geben - eben die Lehre, die das korrekte Bild von Gott zeigt. Weil natürlich Gott für das menschliche begrenzte Gehirn nicht verstehbar ist, muss auch die “richtige” Lehre von Gott kommen und auch mit Gottes Hilfe gelehrt werden. Wir brauchen diese „Offenbarung” von Gott. Alles andere bleibt zwangsläufig auf das menschliche Denken beschränkt und ist nicht ausreichend, um Gott zu erfahren.

Die Bibel macht beides sehr klar: Sowohl den Anspruch einer absoluten Wahrheit, was das Bild von Gott betrifft, als auch die Notwendigkeit, dass Gott uns helfen muss die Wahrheit zu erkennen und von den tausenden anderen Meinungen über Gott zu unterscheiden.

Was die Bibel über sich selber sagt.

Alle Schrift ist von Gott eingegeben und nützlich zur Lehre, zur Überführung, zur Zurechtweisung, zur Unterweisung in der Gerechtigkeit,
(2.Tim 3,16)

Ich tue euch aber kund, Brüder, daß das von mir verkündigte Evangelium nicht von menschlicher Art ist. Ich habe es nämlich weder von einem Menschen empfangen noch erlernt, sondern durch Offenbarung Jesu Christi. (Gal 1,11 und 12)

(weitere Bibelstellen zu diesem Thema: Jak 1,17, 2.Kor 1,18, Ps 119,89)

Gott will, dass du ihn kennenlernst.

Weil Gott wirklich existiert und er eine persönliche Beziehung zu dir will, ist er auch für dich erfahrbar! Er sagt: „Und sucht ihr mich, so werdet ihr mich finden, ja, fragt ihr mit eurem ganzen Herzen nach mir, so werde ich mich von euch finden lassen“. (Jes 29,13+14a)

Bei der Frage nach der richtigen Lehre geht es in meinen Augen nicht um Rechthaberei oder um die Verteidigung von irgendwelchen religiösen Ansichten, sondern um praktische Fragen: Wie kann ich den real existierenden Gott kennenlernen? Wie kann ich ihm begegnen? Wie sieht Gott mich und die Welt? Was ist sein Plan für mein Leben? Die Antworten können dein Leben verändern!

Wenn wir die Wahrheit verpassen, verpassen wir Gott, der die Wahrheit in Person ist. Er ist die Realität und Wahrheit, die hinter allen Dingen steht. Deshalb sagte auch der Apostel Johannes:

Jeder, der weitergeht und nicht in der Lehre des Christus bleibt, hat Gott nicht; wer in der Lehre bleibt, der hat sowohl den Vater als auch den Sohn. (2.Joh 1,9)

Wie soll man denn Gott kennenlernen, ohne dass Gott einem entgegenkommt? Die Götter, die man kennenlernen kann, sind die, die von Menschen gemacht wurden und deshalb von Menschen verstehbar, begreifbar und erfahrbar sind. Der wahre Gott steht aber weit über unseren Gedanken:

Denn so viel der Himmel höher ist als die Erde, so sind meine Wege höher als eure Wege und meine Gedanken als eure Gedanken. (Jes 55,9)

Die gute Nachricht ist: Er will sich uns mitteilen und uns sogar zu seinen „Kindern“ machen. All das können wir nur erfassen und erfahren durch Gottes Hilfe - indem er uns seinen Geist gibt. Der Geist Gottes ist der Lehrer, der die Bibel lebendig und kraftvoll macht.

Uns aber hat Gott es geoffenbart durch den Geist, denn der Geist erforscht alles, auch die Tiefen Gottes. Denn wer von den Menschen weiß, was im Menschen ist, als nur der Geist des Menschen, der in ihm ist? So hat auch niemand erkannt, was in Gott ist, als nur der Geist Gottes. (1.Kor 2,10+11)

Der Geist ist es, der lebendig macht; das Fleisch nützt nichts. Die Worte, die ich zu euch geredet habe, sind Geist und sind Leben; (Joh 6,63)

Gott selber will dafür sorgen, dass wir ihn immer besser kennenlernen und verstehen. Das Wichtigste, was man über Gott wissen kann, hat Gott uns gezeigt indem er Mensch wurde. Jeder, den Gott zu Wahrheit hinführt, wird deshalb zu Jesus geführt:

Es steht in den Propheten geschrieben: «Und sie werden alle von Gott gelehrt sein.» Jeder, der von dem Vater gehört und gelernt hat, kommt zu mir. (Joh 6,45)

(vergl. 1.Thes 4,9, Jes 54,13)

Wahrheit erweist sich als wahr - Lügen erweisen sich als leeres Geschwätz.

Was ist die richtige Lehre? Ganz einfach: Die Lehre, die dazu führt, dass ich Gott begegne, seine Gegenwart erfahre und in eine wachsende Beziehung zu ihm hineingeführt werde. Wenn ich den Willen Gottes tun will - d.h. wenn ich mit ihm und für ihn leben will, dann wird die wahre Lehre sich bestätigen. Ich erfahre dann die Lehre als praktisch und kraftvoll. Sie führt mich dahin, reiche Erfahrungen mit Gott zu machen. Auch Jesus hat so gelehrt:

Da antwortete ihnen Jesus und sprach: Meine Lehre ist nicht mein, sondern dessen, der mich gesandt hat. Wenn jemand seinen Willen tun will, so wird er von der Lehre wissen, ob sie aus Gott ist oder ob ich aus mir selbst rede. (Joh 7,16+17)

Der Glaube kommt aus der Predigt und die wahre Predigt und Lehre kommt aus dem Wort Gottes (Röm 10,17). Das wird sich auch in deinem Leben kraftvoll zeigen.

Wer an mich glaubt, wie die Schrift gesagt hat, aus seinem Leibe werden Ströme lebendigen Wassers fließen. (Joh 7,38)


Die große Kraft

Siehe, Gott ist gewaltig, doch verwirft er niemanden; er ist gewaltig an Kraft des Herzens. (Hiob 35,5)

Das Herz Gottes

Gott ist „gewaltig“, er überragt alles, was wir kennen. Aber es ist nicht nur die Größe seiner Schöpfung und seiner Macht. - Er ist gewaltig an Kraft des Herzens. Das Herz ist ein häufiger Begriff in der Bibel. Gemeint ist das Wesen oder das innere Leben des Menschen - das, was ihn im Innersten bestimmt und bewegt. Es ist also die Quelle seines Lebens und Handelns. Es gibt viele Bibelstellen in denen das Wort „Herz“ steht. Fast alle handeln von Herzen des Menschen. Diese Bibelstelle ist eine seltene Ausnahme: Wir erfahren etwas über Gottes Herz. Wie ist er im Innersten?

Die Kraft seines Herzens

Unser Herz ist schwach. Unsere Entschlossenheit kann schwanken und unsere Liebe kann schwinden. Wir brauchen immer wieder neu Motivation, Ermutigung und Entspannung. Unser Herz ist verletzbar. Es kann bitter oder hart werden - eine Art innerer Tod. Es kann auch krank oder bedrückt sein, so dass unser ganzes Leben arm und niedergedrückt ist.

Gottes Herz ist „gewaltig an Kraft“. Gottes Charakter - sein Herz - ist vollkommen gut. Und durch die große Kraft, die darin ist, kann es niemals negativ beeinflusst werden. Es überwindet alles. Selbst sein Gericht kommt aus vollkommen reinen Motiven der Gerechtigkeit und der Sorge um seine Schöpfung. Gott zögert immer lange mit großer Geduld und Großzügigkeit, bevor er sich entschließt dem immer weiter um sich greifenden Bösen einen harten Stolpersein in in den Weg zu legen. Dann ernten die Menschen und ganze Nationen was sie gesät haben. Er selber richtet sich nicht gegen uns!

Irret euch nicht, meine geliebten Brüder! Jede gute Gabe und jedes vollkommene Geschenk kommt von oben herab, von dem Vater der Lichter, bei dem keine Veränderung ist noch eines Wechsels Schatten. (Jak 1,16+17)

Wie ist Gott?

Mit Jesus hat hat Gott das letzte Wort darüber gesprochen. Er ist selber Mensch geworden und hat sein Leben geopfert, um uns aus einer Welt zu retten, in der das normale Ende jedes Menschen der ewige Tod ist. Gott ist nicht der böse Gott, der die Kinder hungern und sterben lässt, der durch Erdbeben dafür sorgt, dass Menschen unter ihren Häusern verschüttet werden und ähnliches mehr. Er ist der Gott dessen Herz gewaltig an Kraft ist, der „niemanden verwirft“ und der sein Leben für uns gibt. Er will uns aus dieser Kampfzone retten, die vor langer Zeit durch die Rebellion Satans gegen seine vollkommene Gerechtigkeit entstanden ist.

Denn so hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat. Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, daß er die Welt richte, sondern daß die Welt durch ihn errettet werde. (Joh 3,16+17)

So steht Gott auch zu dir. Die gewaltige Kraft seines Herzens ist darauf gerichtet, dich mit ihm zu versöhnen, dich auf seinen Weg zu führen, dich zu retten, dich zu reinigen und zu segnen. Er sagt nicht: „Na ja, den lassen wir noch durchschlüpfen“ oder: „Aus dem wird nichts mehr“. Er ist nicht frustriert, gekränkt oder enttäuscht. Wer so ist, das bist du! Gott wartet auf dich, um dir zu raten und dich weiterzuführen, sobald du getan hast, was Er dir zuerst gesagt hat. Er wartet darauf, dass du das Vertrauen zu ihm wieder findest. Den kostbaren Glauben, den er in dein Herz gegeben hat.

Wenn aber jemand von euch Weisheit mangelt, so bitte er Gott, der allen willig gibt und keine Vorwürfe macht, und sie wird ihm gegeben werden. Er bitte aber im Glauben, ohne irgend zu zweifeln; denn der Zweifler gleicht einer Meereswoge, die vom Wind bewegt und hin und her getrieben wird. (Jak 1,5+6)

Vertraue auf die gewaltige Kraft in Gottes Herzen, die dir freundlich zugewandt ist, wenn du an Jesus glaubst. Wenn du seine Liebe annimmst, wirst du in deinem Herzen Frieden haben.

Volltreffer! Du bist einzigartig!

Ich preise dich darüber, dass ich auf eine erstaunliche, ausgezeichnete Weise gemacht bin. Wunderbar sind deine Werke, und meine Seele erkennt es sehr wohl. (Ps 139,14)

 

Herr, ich danke dir dafür, dass du mich so wunderbar und einzigartig gemacht hast! Großartig ist alles, was du geschaffen hast - das erkenne ich! (Ps 139,14 Hoffnung für alle)

Die Bibel lehrt, dass jeder Mensch nach dem Bild Gottes geschaffen ist. Wie bei einem Mosaik spiegelt jeder Mensch etwas von Gott wieder. Er hat auch dich beabsichtigt, lange erwartet und ins Leben gebracht! Du bist ein wertvolles Einzelstück, mit Absicht in die Welt gesetzt - jedenfalls von Gott her. :) Du hast von Gott her einen Platz, eine Bestimmung und ein Ziel. All das kann man nur entdecken, wenn man den einen kennenlernt, der alles Leben geschaffen hat und das Leben in Person ist. (1. Mose 2,7; 4.Mose 27,16; Hi 12,10; Jes 42,5; Jer 32,27; 1.Tim 6,13; Apg 17,28).

Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater als nur durch mich. (Joh 14,6)

Gott sucht seine verloren gegangenen Einzelstücke mit echtem herzlichen Verlangen. Jesus hat z.B. die Geschichte von dem Schäfer erzählt, der die 99 anderen Schafe stehen lässt, um das eine zu suchen, dass ihm verloren gegangen ist. Oder die Geschichte von der Frau, die eine Sammlung von wertvollen Münzen besaß und eine fehlte und sie sucht und fegt das ganze Haus, bis sie sie gefunden hat. (Lk 15)

Wenn du dass erkannt hast, brauchst du dich nicht mehr mit Anderen vergleichen. Du brauchst weder prahlen noch dich minderwertig fühlen. Dir ist klar:

Ich preise dich darüber, dass ich auf eine erstaunliche, ausgezeichnete Weise gemacht bin. Wunderbar sind deine Werke, und meine Seele erkennt es sehr wohl. (Ps 139,14)

Dein Leben wird gelingen und gut und erfüllt sein, wenn du es Gott anvertraust. Wer den Weg von Jesus geht, den wird Gott führen. Du dienst ihm einfach mit dem, was er dir schon gegeben hat und Gott zeigt dir mehr.

 

Viele Religionen und Ideologien haben zum Ziel einen gleichförmigen, angepassten Menschen heranzuziehen. Alle sollen den gleichen Ritualen, den gleichen Denkmustern und der gleichen Weltanschauung folgen. Alle sollen gleich arm sein oder aber eine möglichst pflegeleichte Masse von Konsumenten bilden. Man trägt was „angesagt“ ist, man sagt, was „politisch korrekt“ ist und man versucht nicht aufzufallen. So ist man etwas: Ein Muslim, ein guter Katholik, ein Öko-Typ oder ein BMW-Fahrer.

Diese Art von Einheit scheint auch irgendwie nötig zu sein, denn wie soll eine Gesellschaft oder Gruppe funktionieren, die nicht irgendwo einen gemeinsamen Nenner hat? Gott hat eine bessere Idee. Er will die vielen ganz verschiedenen Einzelstücke zu einem neuen und lebendigen Ganzen zusammensetzen: Wie in der Schöpfung aus ganz unterschiedlichen Lebewesen z.B. ein Wald oder ein Korallenriff gebildet wird und wie der menschliche Körper aus ganz unterschiedlichen mit einander verbundenen Gliedern und Organen aufgebaut ist, so will Gott ein neues Wunder der Schöpfung aus den Menschen machen, die ihn kennen. Es ist der „Leib Christi“. Die Gemeinschaft der Heiligen, die sehr verschieden sind. Aber durch den Geist Gottes und durch die gemeinsamen Ausrichtung auf Jesus, der das „Haupt“ ist, haben sie Einheit und Leben. Das ist der Plan Gottes und noch bevor Jesus wiederkommen wird, wird die Welt diese Gemeinschaft sehen, die nicht durch Zwänge und Gleichmacherei zusammengehalten wird, sondern in der die einzelnen Menschen sich als freie und selbstbewusste Glieder in den Leib einfügen, der ein neues Bild abgibt: Der Mensch, wie er ist, wenn er wieder mit Gott zusammen ist.

“Der Weg zur Hölle ist mit guten Vorsätzen gepflastert.”

Das war einer der Sprüche meiner Oma. Ich mochte sie gerne, weil sie trotz ihres Alters und einem harten Leben mit zwei Weltkriegen ein fröhlicher und immer zu Späßen aufgelegter Mensch war.

Jesus sagt:

Geht hinein durch die enge Pforte! Denn weit ist die Pforte und breit der Weg, der zum Verderben führt, und viele sind, die auf ihm hineingehen. Denn eng ist die Pforte und schmal der Weg, der zum Leben führt, und wenige sind, die ihn finden. (Mt 7,13+14)

Das scheint nicht der Weg zu sein, der „mit guten Vorsätzen gepflastert“ ist.

Die guten Vorsätze stehen für den Versuch aus eigener (Entschluss-)Kraft eine neues, anderes Leben zu gewinnen. Man sollte es wenigstens einmal  unbedingt und ernsthaft versuchen diesen Weg zu gehen, denn nur dann macht man eine Erfahrung, die wie keine andere dir die Bereitschaft gibt dich vor Gott zu beugen. Es ist die Erfahrung, dass du tief in dir drin von Gott getrennt, ja sogar gegen Gott gerichtet bist. Der ernsthafte Versuch dich zu ändern in Bereichen, in denen du schwach bist führt dich in Spannungen hinein. Denn du willst etwas, was du tief drinnen doch nicht willst. Der Apostel Paulus wollte Jesus radikal nachfolgen. Er war es aus seiner Zeit als Pharisäer gewohnt, harte religiöse Gebote zu befolgen. Es war für ihn das „Gesetz“ (von Mose). Nun war er Jesus persönlich begegnet! Aber auch er kam in diesen Kampf und diese Spannungen. Er beschreibt es mit den dramatischen Worten „Ich elender Mensch! Wer wird mich retten von diesem Leib des Todes?“ - Es lohnt sich den ganzen Abschnitt zu lesen:

Denn wir wissen, daß das Gesetz geistlich ist, ich aber bin fleischlich, unter die Sünde verkauft; denn was ich vollbringe, erkenne ich nicht; denn nicht, was ich will, das tue ich, sondern was ich hasse, das übe ich aus. Wenn ich aber das, was ich nicht will, ausübe, so stimme ich dem Gesetz bei, daß es gut ist. Nun aber vollbringe nicht mehr ich es, sondern die in mir wohnende Sünde. Denn ich weiß, daß in mir, das ist in meinem Fleisch, nichts Gutes wohnt; denn das Wollen ist bei mir vorhanden, aber das Vollbringen des Guten nicht. Denn das Gute, das ich will, übe ich nicht aus, sondern das Böse, das ich nicht will, das tue ich. Wenn ich aber das, was ich nicht will, ausübe, so vollbringe nicht mehr ich es, sondern die in mir wohnende Sünde. Ich finde also das Gesetz, daß bei mir, der ich das Gute tun will, nur das Böse vorhanden ist. Denn ich habe nach dem inneren Menschen Wohlgefallen am Gesetz Gottes. Aber ich sehe ein anderes Gesetz in meinen Gliedern, das dem Gesetz meines Sinnes widerstreitet und mich in Gefangenschaft bringt unter das Gesetz der Sünde, das in meinen Gliedern ist. Ich elender Mensch! Wer wird mich retten von diesem Leibe des Todes? - Ich danke Gott durch Jesus Christus, unseren Herrn! Also diene ich nun selbst mit dem Sinn dem Gesetz Gottes, mit dem Fleisch aber dem Gesetz der Sünde. (Röm 7,14-25)

Auch für den Apostel Paulus lösten sich die Spannungen: „Ich danke Gott …“ Der ganze Kampf endete für ihn mit der Offenbarung eines neuen Lebens als Kind Gottes, wie er es in Röm 8 beschreibt.

Während wir eifrig dabei sind, uns zu verbessern, hat Gott einen anderen Weg im Sinn. Er kommt durch den Heiligen Geist in uns. Zunächst führt das zu Spannungen. Es ist wie ein Kampf zwischen zwei verschieden Naturen in uns. Auf der einen Seite sehnen wir uns nach mehr von Gott und der Erfahrung seiner Gegenwart und wir wollen mit ihm in ein neues Leben gehen. Auf der anderen Seite scheint unser Leben wie die Schwerkraft zu funktionieren: Alles kehrt zu seinem Ursprungszustand zurück - wie es war, bevor wir Gott begegnet sind. Aber Gott will uns nicht in eine Persönlichkeitsspaltung oder ein endloses Hin- und Her führen. Der Kampf kann schnell vorüber gehen, wenn man ein paar Tipps beherzigt:

  • Beschäftige dich mit den Dingen Gottes. Lies jeden Tag sein Wort und denke darüber nach. Denke an Ihn und an das was er versprochen hat. So gewinnt sein Geist Raum in dir. Was du in dich reinlässt, das wird dann auch drin sein! Meide die Orte und Situationen, die dich zurück in dein altes Leben ziehen.

  • Lerne von dir wegzusehen. Richte dich immer wieder durch Lobpreis Danken und Anbetung auf Gott aus, statt dich mit deinen Problemen und Schwächen in den Mittelpunkt zu stellen.

  • Gott legt dir immer nur einen absolut machbaren Schritt vor die Füße. Sein Geist macht es dir klar. Ignoriere alle anderen Anforderungen oder Verbesserungswünsche, die du hast oder die dir von religiös gesinnten Menschen aufgedrückt werden.

  • Es geht nur durch loslassen und durch Demut vor Gott. Denn „dem Demütigen schenkt Gott Gnade“ (1. Petr 5,5) Du hast den neuen Geist und das neue Leben in dir und du handelst danach. Das „Alte“ rebelliert zwar und beklagt sich, aber nun hast du von Gott her die Motivation und Kraft es zu ignorieren. Das ist Selbstverleugnung (Mk 8,34 !). Wenn du dich dagegen „noch mehr anstrengst“, ist die Niederlage programmiert. Die Bibel lehrt, dass es unmöglich ist, so aus eigener Kraft und Entscheidung zu Gott zu kommen.

  • Das alte Leben verliert schnell an Kraft, wenn der Nachschub fehlt. Was sind zwei Wochen Unwohlsein und innerer Kampf im Vergleich zu all dem Guten, das du von Gott bekommen wirst, wenn du beständig mit ihm gehst? Erwarte aber nicht, dass es immer so von allein geht. Das alte muss sterben und es will nicht. Es bleibt unerfüllt und manchmal kommen die Spannungen wieder hoch. (Lies doch mal Gal 5 besonders ab Vers 16!)

Zu diesem Thema gibt es sehr viel zu sagen und wenn man mit Jesus lebt, lernt man sehr viel darüber, wie es ist und wie es für dich praktisch läuft mit Gott zu gehen. Jedes Jahr blicke ich zurück und stelle fest: Ich kenne Gott und seine Wege wieder etwas besser. In dem manchmal sinnlos erscheinenden Alltagsleben hat Gott auf wundersame Weise wieder etwas zu seiner neuen Schöpfung hinzugefügt. Mein Teil war nur dranzubleiben und festzuhalten und sein Teil ist die wunderbare neue Schöpfung - das ewige Leben mit ihm.

Eines Abends besuchte ich einen Gottesdienst in dem die Gegenwart Gottes stark spürbar war. Während ich so in der Gegenwart des Heiligen Geistes stand, fiel mein Blick auf meinen alten Pullover, den ich ausgezogen hatte, weil es zu warm war. Ich hatte beim Aufstellen der Stühle mitgeholfen und nun lag dort in einiger Entfernung mein alter und etwas schäbiger Strickpulli. Gott sprach dadurch zu mir: So ist das mit dem alten Leben und dem neuen ewigen Leben in Gottes Geist. Der alte Pullover ist deiner - er gehört zu dir. Vielleicht ziehst du ihn auch mal wieder an, aber bald wirfst du ihn ganz weg. In der Gegenwart Gottes jedenfalls bleibt er weit entfernt und du hast kein Verlangen ihn anzuziehen oder zu behalten. Du hast ihn abgelegt.

Jedes Mal, wenn meine Oma sich von mir verabschiedet hat, hat sie mit einem Augenzwinkern gesagt: „… und bessere dein Leben!“ Habe ich oft versucht, hat aber nicht geklappt. Wie gut ist es doch, das Jesus ein komplettes besseres Leben für uns hat!

Weihnachten

Und es waren Hirten in derselben Gegend, die auf freiem Feld blieben und des Nachts Wache hielten über ihre Herde. Und ein Engel des Herrn trat zu ihnen, und die Herrlichkeit des Herrn umleuchtete sie, und sie fürchteten sich mit großer Furcht. Und der Engel sprach zu ihnen: fürchtet euch nicht! Denn siehe, ich verkündige euch große Freude, die für das ganze Volk sein wird. Denn euch ist heute ein Retter geboren, der ist Christus, der Herr, in Davids Stadt. Und dies sei euch das Zeichen: Ihr werdet ein Kind finden, in Windeln gewickelt und in einer Krippe liegend. Und plötzlich war bei dem Engel eine Menge der himmlischen Heerscharen, die Gott lobten und sprachen: Herrlichkeit Gott in der Höhe, und Friede auf Erden in den Menschen des Wohlgefallens! (2,8-14)

Aus dem Zusammenhang gerissen

Nach neuesten Umfragen wissen nur ca. 30% der Deutschen, was an Weihnachten gefeiert wird. Warum ist mit Jesus Gott auf eine so erstaunliche Weise auf die Welt gekommen? Vom „Frieden auf Erden“ wird an Weihnachten viel geredet, aber die Realität auf den Welt sieht anders aus. Auch Jesus hat sich keinen Illusionen hingegeben. Er wusste, dass sein Anliegen und sein Ziel in der Welt hart umkämpft sein würde. Er sagt z.B. über die Zeit vor seinem Wiederkommen:

Ihr werdet aber von Kriegen und Kriegsgerüchten hören. Seht zu, erschreckt nicht! Denn es muß geschehen, aber es ist noch nicht das Ende. Denn es wird sich Nation gegen Nation erheben und Königreich gegen Königreich, und es werden Hungersnöte und Erdbeben da und dort sein. Alles dies aber ist der Anfang der Wehen. Dann werden sie euch in Bedrängnis überliefern und euch töten; und ihr werdet von allen Nationen gehaßt werden um meines Namens willen. Und dann werden viele verleitet werden und werden einander überliefern und einander hassen; und viele falsche Propheten werden aufstehen und werden viele verführen; und weil die Gesetzlosigkeit überhandnimmt, wird die Liebe der meisten erkalten; wer aber ausharrt bis ans Ende, der wird errettet werden. Und dieses Evangelium des Reiches wird gepredigt werden auf dem ganzen Erdkreis, allen Nationen zu einem Zeugnis, und dann wird das Ende kommen. (Mt 24,6-14)

Es gibt aber einen Frieden, den jeder Mensch haben kann seit Jesus zum ersten Mal als kleines Kind in ärmlichen Verhältnissen und unter schwierigsten Umständen auf die Welt kam! Und das ist es auch, was sie Engel gesagt haben (wenn man mal ein paar Worte weiterliest): Friede auf Erden in den Menschen des Wohlgefallens!

 

Jesus will bei Dir sein

Über allem, was Jesus tat, steht als Motto ganz groß drüber: Gott will bei Dir sein! Der Prophet Jesaja sah seine Geburt voraus und nannte ihn Immanuel, was übersetzt heißt „Gott mit uns“. (Jes 7,14) Gott kam mitten rein ins menschliche Dasein. Er kam als Kind einer Frau zu Welt, die in einem Stall gebären musste, weil irgendein bürokratischer Regierungserlass die Menschen zu Reisen durch das ganze Land zwang. Seine Eltern mussten eine Zeit ins Ausland fliehen, weil er ermordet werden sollte. Er lebte bei einfachen Leuten und half seinem Vater auf dem Bau. Die Stadt in der er aufwuchs, hatte einen schlechten Ruf und das Land in dem er lebte war von fremden Truppen besetzt. Seine Freunde waren zum Teil ganz normale Menschen wie Fischer, aber auch Huren, Kriminelle und ein „Terrorist“ (1) gehörten zu einem engen Kreis von Menschen, die ihr altes Leben verlassen hatten, um ihm zu folgen. Jesus war bei den Bettlern, bei den Reichen und bei den Kranken. Auch zu Dir kennt Gott keine Distanz. Er steht nicht abseits.

((1) Lk 6,15 - Simon der „Zelot“ war Anhänger einer Gruppe die gewaltsam gegen die röm. Fremdherrschaft kämpften)

 

Leben im Frieden - seine Gegenwart spüren

Jesus kam auch, um sein Leben als Opfer für all das zu geben, was uns von Gott trennt. Wenn wir das von Herzen annehmen, wird er unser Herr, weil er uns freigekauft hat. Wir können seine Liebe erwidern und mit ihm leben. Wir tun, was er gut findet, wir sprechen mit ihm und suchen seine Gegenwart in Lobpreis und Anbetung. Jeden Tag schafft Gott neue Möglichkeiten mit ihm zusammen zu sein, das Alte zu überwinden und neues Leben zu empfangen. So sind wir die „Menschen des Wohlgefallens“! Die erste und für den weiteren Weg mit Jesus wirklich grundlegende Erfahrung mit seiner spürbaren Gegenwart ist der Frieden. Oft, wenn ich durcheinander bin oder bedrückt oder Sorgen habe, raffe ich mich auf und suche Gottes Nähe. Ich danke Gott, ich spreche aus, was er gutes in der Bibel versprochen hat und konzentriere mich auf ihn. So lenke ich meine Gefühle und Gedanken, damit ich mit dem Heiligen Geist Gottes in Kontakt komme. Liebe ist aktiv! - Und dann kommt der Moment, wo ich weiss: ich bin bei Gott und er ist bei mir. Alles ist sicher und ruhig bei Gott. Er hat die Macht und die Liebe, die alles überwindet. Mitten in Problemen habe ich dann einen tiefen Frieden, den diese Welt nicht kennt. Jesus hat gesagt:

Der Beistand aber, der Heilige Geist, den der Vater senden wird in meinem Namen, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe. Frieden lasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch; nicht wie die Welt gibt, gebe ich euch. Euer Herz werde nicht bestürzt, sei auch nicht furchtsam. (Joh 14,26+27)

Wir wünschen Euch eine schöne Weihnachtszeit und ein gesegnetes neues Jahr!

Was soll ich bloß tun?

Was für einen Sinn hat das Leben? Vielleicht geht es dir wie mir. Immer wieder gab es Zeiten, in denen ich außer herumsitzen keine Möglichkeit gesehen habe irgend etwas zu tun. Das ist ein schlimmer Zustand. Viele Menschen auf der Welt müssen jeden Tag hart um Ihr Leben kämpfen, aber nur sehr wenige haben eine Aufgabe von der sie sagen können: Das hat einen Sinn. Etwas, von dem man sagen kann: Das würde ich auch tun, wenn ich das Geld nicht bräuchte. Sinnvolle und erreichbare Ziele scheinen Mangelware zu sein. Je nach Wohnort auf der Welt versetzt dich die Sinnlosigkeit deines Lebens in gähnende Langeweile oder aber du bist wenigstens durch den Überlebenskampf abgelenkt. Das Endergebnis ist das gleiche. Gott hat einen Plan für dein Leben? Mag sein, aber es gibt noch andere, die einen weniger guten Plan für dein Leben haben. Kein Sinn, kein Ziel, keine Motivation - dein Leben geht vorüber und an dir vorbei und je nach Frustlevel taugst du noch dazu mehr oder weniger viel Unheil in der Welt anzurichten oder zu irgendwas benutzt zu werden. Vielleicht als Käufer für die Unterhaltungsindustrie oder als Kanonenfutter für irgendwelche Interessen von Leuten, die etwas mit dir machen, was du nie wolltest. Die Passivität macht dich für alles bereit, weil sie dem Wesen nach bedeutet, dass du keine Führung mehr über dein Leben hast. Wolltest du z.B. schon immer mal in einer Atmosphäre von brutaler Gewalt und Grausamkeit leben? Oder wolltest du wirklich jeden Tag Sex mit Leuten haben, die du gar nicht kennst? Nein? Nur weil sie passiv sind und irgendwelche starken Ablenkungen und Reize brauchen, schauen sich viele jeden Tag Filme an, die genau das in deine Gedankenwelt pressen. Das schadet Dir und nützt denen, die eine brutalisierte Gesellschaft, welche in Scheinwelten abdriftet nach Belieben manipulieren. Die einen sind passiv und die anderen sind die Stärkeren und Reicheren und nutzen es aus. - Auch passiv? Sicher wirst du bald als mehr oder weniger nützliches Treibgut von irgend jemandem aufgefischt!

Nach diesem Absatz bist du sicher hinreichend depressiv und bereit dir die Antwort von Wolfram auf dieses Problem reinzuziehen. ;)

 

 

Wenn du auf die Frage “Was kann ich tun?” keine Antwort weißt, dann liegt das hauptsächlich daran, dass du keine Antwort hast auf die Frage “Wer bin ich?”

Sobald du weisst, wer du bist, fällt es nicht schwer deiner Identität entsprechend zu leben. Während die “Selbstfindung” natürlich das Thema in weiten Bereichen von Esoterik und verschiedenen Religionen ist, gilt es dann aber trotzdem einen Platz in der Welt zu erkämpfen, an der diese Identität ausgelebt werden kann. Und das ist nicht ohne weiteres möglich. Hier bietet der biblische Ansatz einen entscheidenden Vorteil: Als Kern deiner Identität wird dir die Möglichkeit einer Beziehung zu Gott gezeigt, die von deinen Ressourcen und Möglichkeiten völlig unabhängig ist. Der etwas abgedroschene Slogan: “Gott hat einen Plan für dein Leben”, ist nicht wirklich interessant, wenn man nicht zuerst die Tragweite der Möglichkeit erkannt hat ein “Kind Gottes” zu sein!

Er kam in das Seine, und die Seinen nahmen ihn nicht an; so viele ihn aber aufnahmen, denen gab er das Recht, Kinder Gottes zu werden, denen, die an seinen Namen glauben; die nicht aus Geblüt, auch nicht aus dem Willen des Fleisches, auch nicht aus dem Willen des Mannes, sondern aus Gott geboren sind. (Joh 1.11-13)

Das Wort „Recht“ kann auch mit „Macht“ oder „Vollmacht“ übersetzt werden.

Nimm z.B. mal an, du wärst zufällig in einer reichen und mächtigen Familiendynastie groß geworden. Sicher hättest du auch ein gewissen Kampf damit, deinen Platz darin zu finden und dich damit zu identifizieren. Aber es wäre klar: Das ist dein Weg und deine Identität und wenn du davor weglaufen würdest, würdest du dir nur schaden. Vielleicht würdest du Onkel Albert nicht mögen, aber wahrscheinlich würdest du nicht in der Ecke sitzen und über die Sinnlosigkeit deines Lebens nachgrübeln. Viele Möglichkeiten ständen dir offen: Du könntest Geschäftsführer werden oder einfach nur als Erbe dich mit der Zucht von Pferden beschäftigen.

Gott hat dir eine noch weitreichendere Vollmacht gegeben, die über die Möglichkeiten reicher Dynastien weit hinausgeht: Zugang zu seiner Familie durch Adoption. Dafür gibt es ein paar nachvollziehbare und absolut im Bereich deiner Möglichkeiten liegende Voraussetzungen. Nun kommt es darauf an, was du glauben willst. Sicher hast du die Propaganda über diese Familiendynastie schon gehört: “Gibt es gar nicht”, “religöses Zeug ohne Auswirkung auf diese Welt”, “hab’ ich auch schon probiert”, “finsteres Mittelalter”, … Es liegt allein in deiner Entscheidung und deiner Autorität es zu ergreifen. Nicht einmal Gott will dir das überstülpen!

Das Potential

Auch wenn dir die Lösung erstmal religiös abgehoben vorkommt und du die Folgen noch nicht überblickst: Lass’ mich als Motivationshilfe das Potential des Eintritts in die Familie Gottes schlagwortartig darstellen:

Neue Identität und Herkunft - neues ewiges Leben.

Freiheit, Erlösung von den Wegen dieser Welt.

Ausbildung, Schulung und Charakterbildung - wo du jetzt gerade bist.

Sicherheit, Schutz, Versorgung.

Gesellschaftlicher Anschluss.

Wichtige Aufgaben mit Ewigkeitsbedeutung.

Wir suchen nach einem Plan, den wir verstehen, wie z.B. „Drei Jahre Ausbildung und dann dieser Beruf.“ Oder: Wie kann ich jetzt sofort mehr Geld bekommen … Gottes Weg ist anders und darauf angelegt, uns von innen heraus zu verändern. Das Endergebnis geht weit über alle menschlichen Möglichkeiten hinaus, aber es fällt eben schwer zu akzeptieren, dass Gott nicht die Lösungen von außen gibt, sondern zuerst an dem interessiert ist, was in Dir drin ist. Er will Dein Vater und Freund sein und nicht ein Zweckbündnis eingehen.

Mehr dazu in einem der nächsten Beiträge!  :)

Das zehnte Gebot

Du sollst nicht das Haus deines Nächsten begehren. Du sollst nicht begehren die Frau deines Nächsten, noch seinen Knecht, noch seine Magd, weder sein Rind noch seinen Esel, noch irgend etwas, was deinem Nächsten gehört. (2.Mose 20,17)

In einer Welt, in der für die allermeisten Menschen Mangel herrscht, ist Neid weit verbreitet. Sehr viel Böses wird aus Neid getan. Neid macht uns bitter, selbstmitleidig und innerlich arm. Statt sich zu freuen und dankbar das eigene Leben zu geniessen, kreisen die Gedanken finster um Dinge, die wir nicht bekommen haben. Emotional kann es verschieden aussehen, aber im Hintergrund steht der Neid: Man ist „unglücklich verliebt“, eifersüchtig oder auch geizig - schlimmstenfalls hart, bitter oder hasserfüllt. Jedenfalls geht es einem nicht gut! Jesus und die Apostel haben immer wieder zu einer bewussten Änderung des Lebens aufgerufen, um zurück zu Gott zu finden, so dass er unser Leben neu machen kann.

Jetzt aber kehrt um und wendet euch Gott zu, damit er euch die Sünden vergibt. Dann wird auch die Zeit kommen, in der Gott sich euch freundlich zuwendet. (Apg 3,19 Üb. Hoffnung für alle)

Das Gegenteil von Neid ist Dankbarkeit. Gott zu danken und ihn zu „loben“ (ganz absichtlich z.B. in Liedern Gutes über ihn zu sagen und zu denken), ist ein entscheidender Schlüssel, um ihn kennenzulernen. Dankbarkeit ist die bewusste Umkehr von Neid und selbstmitleidigem Mangeldenken. Dankbarkeit bahnt einen Weg zu Gott.

Wer Dank opfert, verherrlicht mich und bahnt einen Weg; ihn werde ich das Heil Gottes sehen lassen. (Ps 50,23)

Wie ihr nun den Christus Jesus, den Herrn, empfangen habt, so wandelt in ihm, gewurzelt und auferbaut in ihm und gefestigt im Glauben, wie ihr gelehrt worden seid, indem ihr überreich seid in Danksagung! (Kol 2,6+7)

Das neunte Gebot

Du sollst gegen deinen Nächsten nicht als falscher Zeuge aussagen. (2.Mose 20,16)

Eines der humanistischen Ideale ist „Integrität“. Es bedeutet, dass meine Wertvorstellungen mein Handeln bestimmen und nicht meine augenblicklichen Gefühle oder meine aktuelle Situation. Auch hier bleibt (mal wieder) die große Frage, wie das ohne Gott gehen soll. Mit Gott geht es so: 

 

  • Gott ist die letzte Realität und Wahrheit, sein Wort gilt und seine Zusagen sind fest. Er ist heilig, rein unbestechlich und voll barmherziger Liebe. Der Teufel ist der „Lügner von Anfang an“. Seinen Lügen über Gott zu glauben, bedeutet in der Finsternis herumzuirren und auf den ewigen Tod zuzugehen. Welchem willst Du nachfolgen?

  • Nur durch die Liebe zur Wahrheit kann man dauerhaft in Gottes herrlicher Gegenwart leben: Wenn ich mit Gott gehe, sein Wort lese und sein Heiliger Geist in mir Dinge aufdeckt, die mir nicht gefallen, muss ich mich diesen Wahrheiten genauso stellen, wie ich auch an den schönen Versprechen Gottes in der Bibel festzuhalten will. Ansonsten wird meine Beziehung zu Gott nicht wachsen. (Jakobus 1,23-25)

  • In der Gemeinde entsteht schnell eine Atmosphäre der Heuchelei, wenn es keine Liebe zur Wahrheit gibt und keine Gnade für die Schwächen, die schließlich jeder hat. So entsteht eine kalte, religiöse Einstellung in der es nur darum geht, vor dem Menschen gut dazustehen. Jesus hat das immer wieder den religiösen Führern seiner Zeit vorgeworfen. Wenn man in einer lebendigen Gemeinde mitarbeitet, lernt man seine eigenen Schwächen und die der anderen schnell kennen. Wenn man das nutzt kann man sich in kurzer Zeit entscheidend weiterentwickeln. Wenn man dagegen die Flucht ergreift oder sich hinter einer religiösen Fassade versteckt, tritt man auf der Stelle. (Jak 5,16)

  • Weil es mich in Gottes wunderbare Gegenwart führt, bin ich motiviert für Wahrheit und Aufrichtigkeit zu stehen. Der König David hat es so ausgedrückt:

Ein Psalm. Von David. HERR, wer darf in deinem Zelt weilen? Wer darf wohnen auf deinem heiligen Berg? Der rechtschaffen wandelt und Gerechtigkeit übt und Wahrheit redet in seinem Herzen, nicht verleumdet mit seiner Zunge, kein Übel tut seinem Gefährten und keine Schmähung bringt auf seinen Nächsten, in dessen Augen der Verworfene verachtet ist, der aber die ehrt, die den HERRN fürchten; der, hat er zum Schaden geschworen, es nicht ändert; der sein Geld nicht auf Zins gibt, und kein Bestechungs-Geschenk nimmt gegen den Unschuldigen. Wer solches tut, wird nicht wanken in Ewigkeit. (Ps 15)

Auch hier ist es ganz klar, was für einen riesigen Unterschied es macht, ob eine Gesellschaft auf Täuschen und Tricksen zu eigenen Vorteil baut oder ob man bereit ist, auch zu unangenehmen Wahrheiten zu stehen. 

Das achte Gebot

Du sollst nicht stehlen. (2.Mose 20,15)

Gott stellt das private Eigentum unter Schutz. Gleichzeitig hat Gott im Gesetz (von Mose) Grenzen für die Vermehrung von Besitz gesetzt. So fiel alles Land nach 50 Jahren an die Sippe der ursprünglichen Besitzer zurück und alle (Schuld-)Sklaven kamen frei. Auch durch das Verbot Zins oder Aufschläge auf Lebensmittel zu nehmen, waren dem sinnlosen Zusammenraffen von Reichtum Grenzen gesetzt. (3.Mose 25,35-37) Ausserdem lehrt die Bibel klar, dass die, denen Gott Reichtum und Wohlstand gegeben hat verpflichtet sind zu teilen und zu geben. Es ist aber ganz offensichtlich nicht so, dass Gott allen Menschen gleich viel materiellen Besitz geben möchte (der Gedanke kommt aus dem Neid). Gott macht reich (das hören alle gern) - und Gott macht arm:

Der HERR macht arm und macht reich; er erniedrigt und erhöht. (1.Sam 2,7)

Viele Bibelstellen zeigen, dass Gott jedem Menschen eine ausreichende Versorgung geben will. Hier nur drei Zitate:

Der Wandel sei ohne Geldliebe; begnügt euch mit dem, was vorhanden ist! Denn er hat gesagt: «Ich will dich nicht aufgeben und dich nicht verlassen», so daß wir zuversichtlich sagen können: «Der Herr ist mein Helfer, ich will mich nicht fürchten. Was soll mir ein Mensch tun?» (Hebr 13,5+6)

Schmecket und sehet, daß der HERR gütig ist! Glücklich der Mann, der sich bei ihm birgt! Fürchtet den HERRN, ihr seine Heiligen! Denn keinen Mangel haben die, die ihn fürchten. Junglöwen darben und hungern, aber die den HERRN suchen, entbehren kein Gut. (Ps 34.9-11)

Mein Gott aber wird alles, wessen ihr bedürft, erfüllen nach seinem Reichtum in Herrlichkeit in Christus Jesus. (Phil 4,19)

Gott möchte nicht, dass seine Kinder in Armut leben. Wer schon mal arm war, weiss wovon ich rede: Es entsteht nichts Gutes aus der Armut - von beschaulichen Klöstern mal abgesehen. Gott will, dass wir schlau und sorgfältig mit dem Geld umgehen und besonders im Buch der Sprüche wird Wohlstand quasi als Begleiterscheinung eines Lebens in „Weisheit“ gesehen. Salopp gesagt: Wer mit Gott lebt hat den Durchblick und wird von ihm segensreich geführt. So wie wir ja auch eine gute Zukunft für unsere Kinder wollen.

Deshalb will Gott unsere Arbeit gelingen lassen, damit wir nicht nur für uns das Nötige haben, sondern auch anderen geben können:

Wer gestohlen hat, stehle nicht mehr, sondern mühe sich vielmehr und wirke mit seinen Händen das Gute, damit er dem Bedürftigen etwas mitzugeben habe! (Eph 4,28)

 

Gerade weil wir im Segen stehen und wissen, dass wir eine herrliche Zukunft in der Ewigkeit haben, können wir auch mal mit weniger zufrieden sein:

Die Gottseligkeit mit Genügsamkeit aber ist ein großer Gewinn; denn wir haben nichts in die Welt hereingebracht, so daß wir auch nichts hinausbringen können. Wenn wir aber Nahrung und Kleidung haben, so wollen wir uns daran genügen lassen. Die aber reich werden wollen, fallen in Versuchung und Fallstrick und in viele unvernünftige und schädliche Begierden, welche die Menschen in Verderben und Untergang versenken. Denn eine Wurzel alles Bösen ist die Geldliebe, nach der einige getrachtet haben und von dem Glauben abgeirrt sind und sich selbst mit vielen Schmerzen durchbohrt haben. (1.Tim 6,6-10)

Stehlen, abzocken und betrügen wird somit völlig sinnlos und überflüssig.

Auch dieses Gebot führt zum Frieden: Möchtest Du nicht auch in einem Land leben in dem man den verlorenen Geldbeutel samt Inhalt zurückbekommt? Oder ist dir wirklich wohl, wenn jeder einschließlich dem Staat hinter dem her ist, was du (noch) besitzt?