Die ersten Werke: Den Nächsten und die anderen Christen lieben.

Die große Befreiung

Mit Jesus zu gehen, bringt eine große Befreiung. Ich brauche die Menschen um mich herum nicht mehr für mich selber. Ich bin angenommen in Ewigkeit bei Gott und kann sein Kind sein. Ich benötige deshalb viel weniger Anerkennung und Aufmerksamkeit als andere. Ich muss nicht Recht haben, ich muss nicht gewinnen, manipulieren und immer richtig verstanden werden. Ich habe ja schon soviel! Im Glauben lebe ich im Frieden und kann sogar was weitergeben. Ich sehe meinen Nächsten nicht mehr als Quelle für irgendwas, was ich brauche, sondern als Gelegenheit etwas weiterzugeben. Selbst meine Feinde verlieren ihren Schrecken, weil Gott mich beschützt.

Die Leute schützen sich vor denen, die sie nur anzapfen oder vor ihren Karren spannen wollen. Wenn ich mit Jesus gehe, können sie mir vertrauen und echte Beziehungen können aufgebaut werden in den Freiheit, Gnade und Annahme herrschen. Den Höhepunkt hat dies in der Gemeinschaft der Gläubigen. Der Bruder und die Schwester im Glauben werden in Ewigkeit mit mir leben unter dem gleichen Vater, der alle seine Kinder gleich liebt. Er selber wohnt durch den heiligen Geist in uns. Deshalb will ich den anderen in der Gemeinde respektvoll behandeln und durch Vergebung und Aufrichtigkeit die kostbaren Beziehungen erhalten. So sind wir wirklich Brüder und Schwestern, Kinder Gottes. Religion kann daraus ein Zerrbild machen, eine Zweckgemeinschaft, in der es nur um Äußerlichkeiten geht und in der religiöse Zwänge statt Freiheit vorherrschen. Aber Gemeinde ist so geplant: Nicht in erster Linie als Organisation, sondern als Ort an der praktische Liebe gelebt wird, ohne den Hintergedanken, den Anderen zu irgendwas zu gebrauchen.
Jesus sagte:
Ein neues Gebot gebe ich euch, daß ihr einander liebt, damit, wie ich euch geliebt habe, auch ihr einander liebt. Daran werden alle erkennen, daß ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe untereinander habt. (Joh 13,34+45 vergl. auch 1.Joh 3,11-24)
Das ist das Grundgesetz der Gemeinde. So entsteht sie und daran wird sie gemessen.

Die Kraft der Liebe ist in dir, weil Jesus in dir lebt

Wenn du von neuem geboren wurdest, dann lebt Jesus durch dem Heiligen Geist in dir. Seine Gegenwart in dir ist ein lebendiges Versprechen: Du gehörst für immer zu Gott. Tief in dir drin bist du darüber ganz sicher. Nun kann du diesem Geist folgen und wenn du im Heiligen Geist getauft bist, kannst du es erst recht so richtig kraftvoll fließen lassen. Was ist der Geist Christi? Es ist der Geist, der in den Aposteln und Propheten war, die ihre Mitmenschen liebten und sich deshalb überwanden den Menschen ihrer Zeit zu sagen, was die nicht hören wollten. Die Gott mehr geliebt haben als ihr Leben, um Wahrheit und Rettung zu bringen. Es ist der Geist der Urgemeinde, der die Menschen dazu brache, ihr Geld den Armen zu geben, die Kranken zu heilen und dem Geringen beizustehen. Es ist der Geist von Jesus, der die Kranken heilte, die Kinder segnete, das Wort Gottes predigte, die Toten auferweckte und selber seine Feinde mehr liebte, als sein eigenes Leben.

Das alles geht nicht mit einem Gebet oder nach Rezept. Folge diesem Geist Schritt für Schritt über die Jahre. Er wird dich nicht arm, leer und ausgenutzt machen, sondern es wird dir gut gehen und du wirst echtes Leben im Überfuss haben. Das ist überhaupt der Kern des Evangeliums: Du kannst mit Gott versöhnt werden und dann hast du den direkten Anschluss an sein Leben.

Ihnen wollte Gott zu erkennen geben, was der Reichtum der Herrlichkeit dieses Geheimnisses unter den Nationen sei, und das ist: Christus in euch, die Hoffnung der Herrlichkeit. (Kol 1,27)

die Hoffnung aber läßt nicht zuschanden werden, denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen durch den Heiligen Geist, der uns gegeben worden ist. (Röm 5,5)

Das Ziel der ganzen christlichen Lehre ist:

  1. Versöhnung mit Gott, damit du vor ihm ein reines Herz hast.
  2. Die Erfüllung mit seiner Kraft und seinem Leben, damit du mit ihm leben kannst.
  3. Das Weitergeben seiner Liebe, damit du Anteil an dem hast, was er in der Welt tun will.

Paulus sagt:
Das Endziel der Weisung aber ist Liebe aus reinem Herzen und gutem Gewissen und ungeheucheltem Glauben. (1.Tim 1,5)

Die ersten Werke: Gott lieben

Gott zu lieben ist das erste Gebot.

Er (Jesus) aber sprach zu ihm: «Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Verstand.» Dies ist das größte und erste Gebot. (Mt 22,37.38)

Wie liebt man einen unsichtbaren Gott? Es ist gar nicht so viel anders, wie unter Menschen. Es fängt damit an, dass man die Person sieht. Man „erkennt“ die zukünftige Partnerin oder den zukünftigen Partner und sieht etwas verheißungsvolles. Dinge, die man mag und die einem positiv auffallen. Man beginnt sich vorzustellen, wie es wäre mit dieser Person zu leben. So ist es auch mit Gott. Plötzlich sieht man, was für viele andere unsichtbar ist: Einen Gott, der alles geschaffen hat und gerade dich liebt und auserwählt hat. Einen Gott, der sehr verheißungsvoll ist. Der dir alles geben kann und in jeder Hinsicht perfekt und gut ist. So wenden wir uns Gott zu und suchen nach weiteren Begegnungen mit ihm.

Schlechtes Gewissen als Beziehungskiller?

Wenn man befreundet oder gar verliebt ist, vermeidet man Dinge, die dem anderen nicht gefallen oder ihn gar verletzten. Man ist motiviert etwas zu tun, was dem anderen Freude macht. Religion arbeitet mit einem schlechten Gewissen: Sollten wir nicht anders sein, anders leben und dies oder das tun „für Gott“? Oft werden besonders die Dinge betont, die der religiösen Organisation nützen, in der man sich befindet.
Jesus hat gesagt: Wenn ihr mich liebt, so werdet ihr meine Gebote halten; (Joh 14,15) Religion sagt zu dir: Wenn du mit Gott gehen willst, dann halte diese Gebote hier. Denn nur, wenn wir die Gebote halten, lieben wir Gott. Meist werden die Gebote dann, wie gesagt, an die Bedürfnisse der religiösen Gruppe oder Kirche angepasst. Die wiederkehrende Erfahrung ist, dass diese Denkweise der Beziehung zu Gott eher schadet als nützt. Es sät Misstrauen, Überforderung und Beschämung in die Beziehung. Lesen wir die Bibelstelle noch einmal im Zusammenhang:

Wenn ihr mich liebt, so werdet ihr meine Gebote halten; und ich werde den Vater bitten, und er wird euch einen anderen Beistand geben, daß er bei euch sei in Ewigkeit, den Geist der Wahrheit, den die Welt nicht empfangen kann, weil sie ihn nicht sieht noch ihn kennt. Ihr kennt ihn, denn er bleibt bei euch und wird in euch sein. Ich werde euch nicht verwaist zurücklassen, ich komme zu euch. Noch eine kleine Weile, und die Welt sieht mich nicht mehr; ihr aber seht mich: weil ich lebe, werdet auch ihr leben. An jenem Tag werdet ihr erkennen, daß ich in meinem Vater bin und ihr in mir und ich in euch. Wer meine Gebote hat und sie hält, der ist es, der mich liebt; wer aber mich liebt, wird von meinem Vater geliebt werden; und ich werde ihn lieben und mich selbst ihm offenbaren. (Joh 14,15-21)

Jesus will uns nicht „verwaist zurücklassen“ und dann müssen wir uns abmühen, um doch noch eine Fahrkarte in den Himmel zu ergattern. Er kommt zu uns. Wir lernen ihn kennen und bekommen ein neues Leben!

Gott kennen – jede Beziehung hat zwei Seiten

Wenn du erkennst, dass du tatsächlich nicht irgendwer, sondern ein Kind Gottes bist, adoptiert und für immer aufgenommen in seine großartige Familie, dann wird dich das verändern. Natürlich hilft dein neuer Vater und deine neue Familie dabei, dass du gereinigt, befreit, gestärkt und ausgebildet wirst, aber der Anfang ist nicht der Entschluss sich mehr zu bemühen für Gott, sondern die Erkenntnis, dass es Gott ist, der nun in mir lebt und ich Anteil habe an seinem Leben. Ich bin und bleibe mit ihm zusammen, ich habe erkannt, es ist wahr, was Jesus gesagt hat: „daß ich in meinem Vater bin und ihr in mir und ich in euch“.

Man könnte ganze Bücher schreiben, wie es ist, Gott zu lieben und mit ihm zu gehen. Es ist das wahre Leben. Das war auch schon die Erfahrung der ersten Jünger:
Es gibt aber auch viele andere Dinge, die Jesus getan hat; wenn diese alle einzeln niedergeschrieben würden, so würde, scheint mir, selbst die Welt die geschriebenen Bücher nicht fassen. (Joh 21,25)

Genauso, wie jede Beziehung unter Menschen nicht lange bestehen wird, wenn sich nur einer darum bemüht und der andere gleichgültig ist, so ist es auch bei Gott: Wir sind motiviert alles dransetzten, damit wir in unserer neuen Identität leben. Der Geist Gottes ist in uns. Ich kann jeden Tag mit diesem neuen Geist in mir gehen oder ich kann mich gehen lassen und so leben, wie ich eben von Kind an geprägt wurde und wie es immer läuft auf dieser Welt. Durch den Heiligen Geist in mir und die Erlösung von aller Schuld habe ich jederzeit die Möglichkeit zwischen beiden Wegen zu wählen. Gott wartet nicht unbeteiligt ab und schaut, wie es laufen wird, denn er sehnt sich nach uns.

Oder meint ihr, daß die Schrift umsonst rede: «Eifersüchtig sehnt er sich nach dem Geist, den er in uns wohnen ließ»? (Jak 4,5)

Frieden in 2013

Nur wenig Frieden auf dieser Welt

Frieden ist auf dieser Welt etwas Kostbares und Vergängliches. Man kann weit in den Wald hineinlaufen, bis man allein ist – dann hat man Frieden. Aber selbst dort können einen Sorgen, Wut und Bitterkeit erreichen, die man selber im Herzen dorthin mitgebracht hat. Unter Sündern und unvollkommenen Menschen, die wir nun mal sind, ist Frieden ohnehin etwas relatives. Manchmal nur ein „Waffenstillstand“.

Ich meine, dass Frieden auf dieser Welt nur durch Macht entsteht. Gut geordnete Staaten, die auch wirtschaftlich gesund sind, können ihren Bürgern ein Leben in relativem Frieden ermöglichen. In vielen Ländern der Erde herrscht aber Kampf um die knappen Ressourcen oder es rivalisieren verschiedene Gruppen um die Macht. Sogenannte „gescheiterte Staaten“ haben ausserhalb der Hauptstadt kaum Einfluss und versinken in Chaos und Gewalt. Die Bibel kündigt sogar eine Zeit an, in der Gott „den Frieden von der Erde nehmen“ wird (Off 6,4). Wir haben ja auch schon solche Zeiten gesehen in den Weltkriegen.

Nicht viel besser ist es oft um den Frieden in uns bestellt. Sorgen, Mangel, Enttäuschungen und Verletzungen verfolgen uns und machen unser Herz zu einem Ort des Unfriedens. Manchmal braut sich aus all den negativen Zutaten und nicht zuletzt aus unserer egoistischen Sicht auf die Welt ein explosives Gemisch aus Wut, Bitterkeit und vielleicht sogar Hass zusammen.

Ein Reich des Friedens

In Gottes Reich herrscht ewiger und unerschütterlicher Frieden. Der Grund dafür ist leicht zu verstehen: Es wird von Gott regiert. Seine gewaltige Macht und seine vollkommene Gerechtigkeit garantieren diesen Frieden für immer! Er ist der „Friedefürst“. Dieses Reich ist noch nicht sichtbar, wird aber schon mitten unter uns im Verborgenen aufgerichtet. Wo Gott gegenwärtig ist, wo er Gebet erhört, wo er angebetet und verehrt wird, wo Menschen sich von seinem Geist leiten lassen, wo sein Wort Gesetz ist und höchste Autorität hat, da ist heute das Reich Gottes. Überall, wo es aufgerichtet wird, erfährt es auch „Erschütterungen“ mit dem Ziel, dass „die unerschütterlichen Dinge bleiben“. (Hebr 12,26-28) Das sind die Dinge, die nach seinem Plan und seiner Weisung gebaut wurden. Das Reich Gottes steht heute jedem Gläubigen offen. Jeder kann heute entscheiden, ob er Teil dieses Friedensreichs sein möchte. Es entschiedet sich ganz einfach an der Frage, ob du dich der Herrschaft des Königs unterordnen willst, den Gott eingesetzt hat und in dem er sich selber den Menschen zeigt. Es ist der Herr Jesus Christus.

Denn ein Kind ist uns geboren, ein Sohn uns gegeben, und die Herrschaft ruht auf seiner Schulter; und man nennt seinen Namen: Wunderbarer Ratgeber, starker Gott, Vater der Ewigkeit, Fürst des Friedens. (Jes 9,5)


Frieden in Dir – vom Himmel

Und plötzlich war bei dem Engel eine Menge der himmlischen Heerscharen, die Gott lobten und sprachen: Herrlichkeit Gott in der Höhe, und Friede auf Erden in den Menschen des Wohlgefallens! (Lk 2,13-14 Elberfelder Üb.)

Durch den Heiligen Geist können wir Frieden in allen Lebenslagen in uns haben. Weil wir in dem Kreuz den Beweis sehen, dass Gott uns bedingungslos liebt und weil wir auf die Allmacht Gottes vertrauen, haben wir Frieden im Glauben. Dieser Frieden lässt sich aber nicht erzeugen oder herbeireden. Es ist das, was wir fühlen, wenn Gottes Geist in uns gegenwärtig ist. Wenn wir „von neuem geboren“ sind (Joh 3), lebt Jesus durch den Heiligen Geist in uns. Der Frieden seines Reiches ist in uns und macht uns immer „unerschütterlicher“ – je mehr wir lernen auf den Herrn zu vertrauen.

In Sorgen und Bedrückung praktiziere ich das „Durchbeten“. Ich vermeide es, mich auf das Problem zu fokussieren und denke an die Worte in der Bibel, die mir eine Lösung des Problems versprechen. Ich tue das aktiv und ganz absichtlich. Jeden Tag spreche ich aus, was Gott mir versprochen hat. Dann lobe ich Gott und singe ihm Lieder. Ich danke ihm für alles, was er mir Gutes getan hat. Ich bekenne auch meine Schuld vor Gott, um mich zu reinigen und dadurch empfänglicher zu werden für seine heilige Gegenwart. Ich lasse nicht locker, bis ich Antwort von Gott habe. Warum soll ich im Ungewissen bleiben, ob Gott mich erhört hat? Wo ich doch Zugang zu ihm bekommen habe? Wer wenig Glauben hat, probiert es mal mit Gebet. Diejenigen, die schon mehr Glauben gefunden haben, wissen, dass Gott für sie da ist und lassen nicht locker, bis sie eine Antwort haben. Immer kommt der Moment, wo ich Gottes Frieden in mir spüre. Alles ist in Ordnung, wenn Gott da ist. Sein Frieden ist mein Zufluchtsort, meine Burg und meine hohe Festung.

Der Beistand aber, der Heilige Geist, den der Vater senden wird in meinem Namen, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe. Frieden lasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch; nicht wie die Welt gibt, gebe ich euch. Euer Herz werde nicht bestürzt, sei auch nicht furchtsam. (Joh 14,26+27)

Wir wünschen allen Lesern ein schönes Weihnachtsfest und ein reich gesegnetes Jahr 2013!

Der Schatz im Acker

Das Reich der Himmel gleicht einem im Acker verborgenen Schatz, den ein Mensch fand und verbarg; und vor Freude darüber geht er hin und verkauft alles, was er hat, und kauft jenen Acker. (Mt 13,44)

Ein Mann arbeitete für einen kargen Lohn auf einem fremden Acker. Tag für Tag dieselbe Plackerei, immer der gleiche Acker und das, was auf dem Acker wuchs, war nicht sein Gewinn, sondern für andere bestimmt. Wer konnte es ihm da verübeln, dass er nur gerade soviel arbeitete, wie er unbedingt musste.

Aber eines Tages fand er einen Schatz im Acker! Mitten in diesem eintönigen Alltagsleben. Er sah den großen Glücksfall, die eine und wahrscheinlich einzige große Chance in seinem Leben: Er fühlte sich wie elektrisiert, es war für ihn keine Frage alles daranzusetzen, um diesen Schatz zu bekommen.

Einfach nachts hingehen und den Schatz heimlich ausbuddeln? Nein das ging nicht, denn die Feldhüter seines Herrn bewachten den Acker gut, außerdem wäre schnell bekannt geworden, dass er plötzlich reich geworden war und sein Herr hätte den Schatz von ihm zurückgefordert, weil es ja sein Acker war. Er musste den Schatz also auf rechtmäßige Weise von seinem Herrn bekommen. (2. Tim 2,5). Also erstmal wieder Erde darüber! Dann ging er hin und verkaufte alles, was er hatte, um das Geld für den Acker zusammen zu bekommen. Es fiel ihm nicht leicht all die Sachen wegzugeben, die er von seinem geringen Lohn in jahrelanger Arbeit zusammen gespart hatte. An vielem hingen auch Erinnerungen an sein vergangenes Leben. Und was, wenn es nicht reichen würde den Acker zu kaufen? Wie stände er dann da? Er musste auf die Gnade seines Herrn vertrauen. – Und wenn der Schatz womöglich gar nicht so wertvoll ist, wäre dann nicht die ganze Anstrengung umsonst? Schließlich hatte er doch alles verkauft. Sein altes Leben gab es nicht mehr: Seine ärmliche Hütte und alle seine Habseligkeiten waren verkauft. Buchstäblich im letzten Hemd ging er zu seinem Herrn und bat ihn, ihm den Acker zu verkaufen. Sein Herr war ihm gnädig und verkaufte. Mit Brief und Siegel wurde er Besitzer des Landes und des Schatzes.

Inzwischen hat er sich ein neues großes Haus gebaut und ist einer der reichsten Männer des Landes. Und er ist ein wenig berüchtigt dafür, dass er jedem, der es wissen will und oft genug auch denen, die es nicht wissen wollen erzählt, wie es damals war, als er den Schatz im Acker fand.

„Sauerteig“ – Neues PDF

Jesus hat gesagt: „Hütet euch vor der Lehre der Pharisäer!“ (Mt 16,6-12) Was war so schlimm an dieser Lehre? Schließlich waren das die Leute, die sich durch striktes Befolgen aller Gebote auf das Kommen des Messias vorbereiten wollten!

In diesem (überarbeiteten) Artikel wird gezeigt, wie gesetzliche Lehren und Leistungsdenken uns subtil von Gottes Gegenwart und Gnade trennen.

Gott denkt anders als wir und widersteht auf oft ärgerlicher Weise unseren religösen Konzepten. Besonders viel Verwirrung entsteht auf unserer Seite, wenn sich Begriffe wie Gehorsam, Gnade und Freiheit mit unserem Leistungsdenken vermischen und religiöse Vorstellungen ein Zerrbild von Gott zeigen, der angeblich wie ein Automat funktioniert: Wenn wir es richtig machen, dann tut Gott auch was für uns. – Ja wirklich?

Hier der Link zum Artikel.

Der Ort, an den niemand kommen will und der Tag, der alles verändert.

Und der Teufel, der sie verführte, wurde in den Feuer- und Schwefelsee geworfen, wo sowohl das Tier als auch der falsche Prophet sind; und sie werden Tag und Nacht gepeinigt werden von Ewigkeit zu Ewigkeit. Und ich sah einen großen weißen Thron und den, der darauf saß, vor dessen Angesicht die Erde entfloh und der Himmel, und keine Stätte wurde für sie gefunden. Und ich sah die Toten, die Großen und die Kleinen, vor dem Thron stehen, und Bücher wurden geöffnet; und ein anderes Buch wurde geöffnet, welches das des Lebens ist. Und die Toten wurden gerichtet nach dem, was in den Büchern geschrieben war, nach ihren Werken. Und das Meer gab die Toten, die in ihm waren, und der Tod und der Hades gaben die Toten, die in ihnen waren, und sie wurden gerichtet, ein jeder nach seinen Werken. Und der Tod und der Hades wurden in den Feuersee geworfen. Dies ist der zweite Tod, der Feuersee. Und wenn jemand nicht geschrieben gefunden wurde in dem Buch des Lebens, so wurde er in den Feuersee geworfen. Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der erste Himmel und die erste Erde waren vergangen, und das Meer ist nicht mehr. Und ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, aus dem Himmel von Gott herabkommen, bereitet wie eine für ihren Mann geschmückte Braut. Und ich hörte eine laute Stimme vom Thron her sagen: Siehe, das Zelt Gottes bei den Menschen! Und er wird bei ihnen wohnen, und sie werden sein Volk sein, und Gott selbst wird bei ihnen sein, ihr Gott. Und er wird jede Träne von ihren Augen abwischen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Trauer, noch Geschrei, noch Schmerz wird mehr sein: denn das Erste ist vergangen. Und der, welcher auf dem Thron saß, sprach: Siehe, ich mache alles neu. Und er spricht: Schreibe! Denn diese Worte sind gewiß und wahrhaftig. Und er sprach zu mir: Es ist geschehen. Ich bin das Alpha und das Omega, der Anfang und das Ende. Ich will dem Dürstenden aus der Quelle des Wassers des Lebens geben umsonst. Wer überwindet, wird dies erben, und ich werde ihm Gott sein, und er wird mir Sohn sein. Aber den Feigen und Ungläubigen und mit Greueln Befleckten und Mördern und Unzüchtigen und Zauberern und Götzendienern und allen Lügnern ist ihr Teil in dem See, der mit Feuer und Schwefel brennt, das ist der zweite Tod. (Off 20,10 – 21,8)

Der See aus brennendem Schwefel und was er bedeutet

Ich bin gelernter Chemieingenieur und weiss wie brennender Schwefel aussieht. Wenn man den hellgelben Schwefel auf einen Löffel aus Metall gibt und über einer Flamme erhitzt, dann wird aus dem hellgelben Pulver eine widerlich stinkende grauschwarze Masse. Schließlich beginnt die zähflüssige Masse zu kochen und dann entzünden sich die Schwefeldämpfe. Der Schwefel brennt mit einer sehr kleinen und sehr intensiv blau leuchtenden Flamme. Bei der Verbrennung entsteht Schwefeldioxid. Das stechend riechende Gas bildet mit der Luftfeuchtigkeit einen weißen Nebel aus schwefliger Säure. Es ist unmöglich in der Nähe ohne Schutz zu atmen. Dies ist also das Bild, das die Bibel benutzt, um die Endstation für alles Böse zu beschreiben. Die zähflüssige, stinkende Masse stellt dar, wie Sünde und Bosheit in den Augen Gottes aussehen und die hell leuchtende Flamme stellt den ewigen Zorn Gottes dar, der für immer darüber brennt. Der weiße Rauch schließlich trennt den See von den Lebenden, die sich ihm nicht mehr nähern können. Wenn man sich einen solchen Ort vorstellen will, dann man sich auch Bilder vom Jupitermond Io ansehen. (Auch wenn der Schwefel dort nicht verbrennt, wie oben beschrieben. http://de.wikipedia.org/wiki/Io_(Mond)). Dies ist ein Bild eines riesigen Vulkans aus kochenden Schwefel:

 

(Bild eingebunden aus wikimedia commons. Quelle NASA http://photojournal.jpl.nasa.gov/catalog/PIA02599)

 

“Das ist der zweite Tod“. Es ist die ewige Trennung von Gott und dem Leben, das Gott geschaffen hat. Der Feuersee ist ewige Qual und Verzweiflung ein Abgrund ohne Wiederkehr. Gott hat die geistlichen Wesen geschaffen und auch dem Menschen eine Seele gegeben, die ewig bleibt. Dies ist der schreckliche Endpunkt der Rebellion Satans gegen Gott und die Endstation für alles Böse.

Was Jesus darüber gesagt hat

Jesus hat keinen Zweifel daran gelassen, dass es diesen Ort gibt und er hat eindringlich vor ihm gewarnt:

Und wenn deine Hand dir Anlaß zur Sünde gibt, so hau sie ab! Es ist besser für dich, als Krüppel in das Leben hineinzugehen, als mit zwei Händen in die Hölle zu kommen, in das unauslöschliche Feuer. (Mk 9,48)

Wie kann das überhaupt sein – ist Gott so grausam?

Gott will auf keinen Fall, dass irgend jemand in die Hölle kommt. Er ist der …

… welcher will, daß alle Menschen errettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit kommen. (1.Tim 2,4 vergl. auch 2.Petr 3,9, Hes 18,23)

Das stand auch schon im alten Testament:

Sollte ich wirklich Gefallen haben am Tod des Gottlosen, spricht der Herr, HERR, nicht vielmehr daran, daß er von seinen Wegen umkehrt und lebt? (Hes 18,23)

Gott ist bis zum Äußersten gegangen, um zu verhindern, dass irgend jemand verloren geht:

Denn so hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat. Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, daß er die Welt richte, sondern daß die Welt durch ihn errettet werde. Wer an ihn glaubt, wird nicht gerichtet; wer aber nicht glaubt, ist schon gerichtet, weil er nicht geglaubt hat an den Namen des eingeborenen Sohnes Gottes. (Joh 3,16-18)

Gottes Persönlichkeit ist nicht gespalten. Manche haben gesagt, dass Gott zwar schon voller Liebe ist „aber auch heilig und gerecht“ und somit gegen die Sünder gerichtet ist. Aber es gibt sie nicht, die „dunkle Seite der Macht“. Ich denke, dass Gott bestimmt die heilste und vollkommenste Person ist die es gibt und er neigt sicher nicht zu Hass oder Wutausbrüchen. Auch das Gericht übt Gott aus den reinen Motiven seiner Liebe. Dabei denke ich nicht an das vielfältige Leid, das aus der Tatsache herrührt, dass dies eine gefallene Welt voller Schuld, Zerstörung und Rebellion gegen ihren Schöpfer ist. Mit diesen Dingen hat Gott nichts zu tun, sie sind vielmehr die Folge davon, dass die Menschen von Gott getrennt leben und überhaupt diese Welt der Finsternis preisgegeben ist – bis Gott dies ändern und sein Reich wieder aufrichten wird. Das Gericht Gottes ist nicht, wenn es ein Erdbeben gibt und Unschuldige sterben, sondern, wenn Gott dem Bösen ein Ende macht. Er zögert es hinaus, um möglichst vielen den rettenden Ausweg zu zeigen, aber Gottes Herz ist darauf gerichtet dem endlosen Leiden, dass auch immer wieder die trifft, die am wenigsten dafür können, ein Ende zu machen. Gott greift ein und schafft  Raum dafür, dass seine Ordnung und seine guten Pläne wieder zum Zug kommen. So hat Gott oftmals in der Geschichte eingegriffen und die Macht Satans gebrochen, um den folgenden Generationen wieder eine Chance zu geben. Am Ende der Welt wird Gott dann den endgültigen Schlusspunkt setzen und eine neue Welt ohne Leid und Schmerz wird kommen.

Der Tag des Herrn

Diese Hoffnung zieht sich durch die ganze Bibel. Eines Tages wird Gott eingreifen. Die Propheten des Alten Testaments, Jesus und auch seine Apostel sprachen vom „Tag des Herrn“. An diesem Tag beginnt Wiederherstellung für das was zerstört wurde und Zerstörung für das was gegen seine guten Pläne und Absichten gerichtet ist. Dieser „Tag des Herrn“ wird jede Woche am Sabbat vorzeichenhaft gefeiert: Ein Tag an dem Gottes Volk zu Ruhe kommt und der Frieden Gottes anbricht. 

 

Denn nahe ist der Tag; ja, nahe ist der Tag des HERRN, ein Tag des Gewölks: Gerichtszeit der Nationen wird er sein. (Hes 30,3)

Und der HERR läßt vor seiner Heeresmacht her seine Stimme erschallen, denn sein Heerlager ist sehr groß, denn der Vollstrecker seines Wortes ist mächtig. Denn groß ist der Tag des HERRN und sehr furchtbar. Und wer kann ihn ertragen? (Joel 2,11)

Legt die Sichel an! Denn die Ernte ist reif. Kommt, stampft! Denn die Kelter ist voll, die Kelterkufen fließen über. Denn groß ist ihre Bosheit. Scharen über Scharen im Tal der Entscheidung; denn nahe ist der Tag des HERRN im Tal der Entscheidung. Die Sonne und der Mond verfinstern sich, und die Sterne verlieren ihren Glanz. Und der HERR brüllt aus Zion und läßt aus Jerusalem seine Stimme erschallen, und Himmel und Erde erbeben. Und der HERR ist eine Zuflucht für sein Volk und eine Feste für die Söhne Israel. Und ihr werdet erkennen, daß ich, der HERR, euer Gott bin, der auf Zion wohnt, meinem heiligen Berg. Und Jerusalem wird heilig sein, und Fremde werden es nicht mehr durchziehen. Und es wird geschehen an jenem Tag, da werden die Berge triefen von Most und die Hügel überfließen von Milch, und alle Bäche Judas werden strömen, voll von Wasser. Und eine Quelle wird aus dem Haus des HERRN hervorbrechen und das Tal Schittim bewässern. (Joel 4,13-18)

Denn nahe ist der Tag des HERRN über alle Nationen. Wie du getan hast, wird dir getan werden. Dein Tun wird auf deinen Kopf zurückkehren. (Ob 1,15)

Und ich werde Wunder tun oben am Himmel und Zeichen unten auf der Erde: Blut und Feuer und Rauchdampf; die Sonne wird verwandelt werden in Finsternis und der Mond in Blut, ehe der große und herrliche Tag des Herrn kommt. Und es wird geschehen: jeder, der den Namen des Herrn anrufen wird, wird errettet werden. (Apg 2,19-21)

Daher habt ihr an keiner Gnadengabe Mangel, während ihr das Offenbarwerden unseres Herrn Jesus Christus erwartet, der euch auch festigen wird bis ans Ende, so daß ihr untadelig seid an dem Tag unseres Herrn Jesus Christus. (1.Kor 1,7-8)

Es wird aber der Tag des Herrn kommen wie ein Dieb; an ihm werden die Himmel mit gewaltigem Geräusch vergehen, die Elemente aber werden im Brand aufgelöst und die Erde und die Werke auf ihr im Gericht erfunden werden. (2.Petr 3,10)

Als Jesus in den Himmel zurückgegangen war, standen Engel neben den zurückgebliebenen Jüngern. Die sagten:

Den muß freilich der Himmel aufnehmen bis zu den Zeiten der Wiederherstellung aller Dinge, von denen Gott durch den Mund seiner heiligen Propheten von jeher geredet hat. (Apg 3,21)

Offenbar sprachen Sie von der Zeit, die mit dem Tag des Herrn beginnt. Auch an anderer Stelle wird deutlich: Wenn Jesus wiederkommt, wird dieser Tag des Herrn sein. Ein Tag der Zerstörung und des unvorstellbaren Entsetzens für die, die den Herrn hassen und ein herrlicher Tag für die, die ihn jetzt schon lieben. Ein Tag mit dem ein wunderbares neues Zeitalter für die Menschheit anbricht. 

Kann man etwas Sicheres über Gott wissen?

Was ist die wahre Lehre über Gott?

Rein menschlich betrachtet ist es unmöglich eine Antwort auf diese Frage zu finden. Darum neigen die meisten Menschen dazu, sich aus verschiedenen Quellen zu bedienen. Die Bibel ist ein historisches Buch mit sehr hoher Glaubwürdigkeit. Aber natürlich gibt es hunderte von verschiedenen Lehren, die alle behaupten auf der Bibel aufzubauen.

Es gibt aber eine Antwort auf diese Frage durch „Offenbarung“. – Gott stellt sich uns vor, er stellt eine Beziehung zu ihm her und hilft uns, damit wir ihn kennenlernen. Das ist die „Lehre“, die von Gott kommt.

Ich meine, wenn es einen realen Gott gibt (und es gibt ihn), dann muss es auch eine Wahrheit geben – eben die Lehre, die das korrekte Bild von Gott zeigt. Weil natürlich Gott für das menschliche begrenzte Gehirn nicht verstehbar ist, muss auch die „richtige“ Lehre von Gott kommen und auch mit Gottes Hilfe gelehrt werden. Wir brauchen diese „Offenbarung“ von Gott. Alles andere bleibt zwangsläufig auf das menschliche Denken beschränkt und ist nicht ausreichend, um Gott zu erfahren.

Die Bibel macht beides sehr klar: Sowohl den Anspruch einer absoluten Wahrheit, was das Bild von Gott betrifft, als auch die Notwendigkeit, dass Gott uns helfen muss die Wahrheit zu erkennen und von den tausenden anderen Meinungen über Gott zu unterscheiden.

Was die Bibel über sich selber sagt.

Alle Schrift ist von Gott eingegeben und nützlich zur Lehre, zur Überführung, zur Zurechtweisung, zur Unterweisung in der Gerechtigkeit,
(2.Tim 3,16)

Ich tue euch aber kund, Brüder, daß das von mir verkündigte Evangelium nicht von menschlicher Art ist. Ich habe es nämlich weder von einem Menschen empfangen noch erlernt, sondern durch Offenbarung Jesu Christi. (Gal 1,11 und 12)

(weitere Bibelstellen zu diesem Thema: Jak 1,17, 2.Kor 1,18, Ps 119,89)

Gott will, dass du ihn kennenlernst.

Weil Gott wirklich existiert und er eine persönliche Beziehung zu dir will, ist er auch für dich erfahrbar! Er sagt: „Und sucht ihr mich, so werdet ihr mich finden, ja, fragt ihr mit eurem ganzen Herzen nach mir, so werde ich mich von euch finden lassen“. (Jes 29,13+14a)

Bei der Frage nach der richtigen Lehre geht es in meinen Augen nicht um Rechthaberei oder um die Verteidigung von irgendwelchen religiösen Ansichten, sondern um praktische Fragen: Wie kann ich den real existierenden Gott kennenlernen? Wie kann ich ihm begegnen? Wie sieht Gott mich und die Welt? Was ist sein Plan für mein Leben? Die Antworten können dein Leben verändern!

Wenn wir die Wahrheit verpassen, verpassen wir Gott, der die Wahrheit in Person ist. Er ist die Realität und Wahrheit, die hinter allen Dingen steht. Deshalb sagte auch der Apostel Johannes:

Jeder, der weitergeht und nicht in der Lehre des Christus bleibt, hat Gott nicht; wer in der Lehre bleibt, der hat sowohl den Vater als auch den Sohn. (2.Joh 1,9)

Wie soll man denn Gott kennenlernen, ohne dass Gott einem entgegenkommt? Die Götter, die man kennenlernen kann, sind die, die von Menschen gemacht wurden und deshalb von Menschen verstehbar, begreifbar und erfahrbar sind. Der wahre Gott steht aber weit über unseren Gedanken:

Denn so viel der Himmel höher ist als die Erde, so sind meine Wege höher als eure Wege und meine Gedanken als eure Gedanken. (Jes 55,9)

Die gute Nachricht ist: Er will sich uns mitteilen und uns sogar zu seinen „Kindern“ machen. All das können wir nur erfassen und erfahren durch Gottes Hilfe – indem er uns seinen Geist gibt. Der Geist Gottes ist der Lehrer, der die Bibel lebendig und kraftvoll macht.

Uns aber hat Gott es geoffenbart durch den Geist, denn der Geist erforscht alles, auch die Tiefen Gottes. Denn wer von den Menschen weiß, was im Menschen ist, als nur der Geist des Menschen, der in ihm ist? So hat auch niemand erkannt, was in Gott ist, als nur der Geist Gottes. (1.Kor 2,10+11)

Der Geist ist es, der lebendig macht; das Fleisch nützt nichts. Die Worte, die ich zu euch geredet habe, sind Geist und sind Leben; (Joh 6,63)

Gott selber will dafür sorgen, dass wir ihn immer besser kennenlernen und verstehen. Das Wichtigste, was man über Gott wissen kann, hat Gott uns gezeigt indem er Mensch wurde. Jeder, den Gott zu Wahrheit hinführt, wird deshalb zu Jesus geführt:

Es steht in den Propheten geschrieben: «Und sie werden alle von Gott gelehrt sein.» Jeder, der von dem Vater gehört und gelernt hat, kommt zu mir. (Joh 6,45)

(vergl. 1.Thes 4,9, Jes 54,13)

Wahrheit erweist sich als wahr – Lügen erweisen sich als leeres Geschwätz.

Was ist die richtige Lehre? Ganz einfach: Die Lehre, die dazu führt, dass ich Gott begegne, seine Gegenwart erfahre und in eine wachsende Beziehung zu ihm hineingeführt werde. Wenn ich den Willen Gottes tun will – d.h. wenn ich mit ihm und für ihn leben will, dann wird die wahre Lehre sich bestätigen. Ich erfahre dann die Lehre als praktisch und kraftvoll. Sie führt mich dahin, reiche Erfahrungen mit Gott zu machen. Auch Jesus hat so gelehrt:

Da antwortete ihnen Jesus und sprach: Meine Lehre ist nicht mein, sondern dessen, der mich gesandt hat. Wenn jemand seinen Willen tun will, so wird er von der Lehre wissen, ob sie aus Gott ist oder ob ich aus mir selbst rede. (Joh 7,16+17)

Der Glaube kommt aus der Predigt und die wahre Predigt und Lehre kommt aus dem Wort Gottes (Röm 10,17). Das wird sich auch in deinem Leben kraftvoll zeigen.

Wer an mich glaubt, wie die Schrift gesagt hat, aus seinem Leibe werden Ströme lebendigen Wassers fließen. (Joh 7,38)


Die große Kraft

Siehe, Gott ist gewaltig, doch verwirft er niemanden; er ist gewaltig an Kraft des Herzens. (Hiob 35,5)

Das Herz Gottes

Gott ist „gewaltig“, er überragt alles, was wir kennen. Aber es ist nicht nur die Größe seiner Schöpfung und seiner Macht. – Er ist gewaltig an Kraft des Herzens. Das Herz ist ein häufiger Begriff in der Bibel. Gemeint ist das Wesen oder das innere Leben des Menschen – das, was ihn im Innersten bestimmt und bewegt. Es ist also die Quelle seines Lebens und Handelns. Es gibt viele Bibelstellen in denen das Wort „Herz“ steht. Fast alle handeln von Herzen des Menschen. Diese Bibelstelle ist eine seltene Ausnahme: Wir erfahren etwas über Gottes Herz. Wie ist er im Innersten?

Die Kraft seines Herzens

Unser Herz ist schwach. Unsere Entschlossenheit kann schwanken und unsere Liebe kann schwinden. Wir brauchen immer wieder neu Motivation, Ermutigung und Entspannung. Unser Herz ist verletzbar. Es kann bitter oder hart werden – eine Art innerer Tod. Es kann auch krank oder bedrückt sein, so dass unser ganzes Leben arm und niedergedrückt ist.

Gottes Herz ist „gewaltig an Kraft“. Gottes Charakter – sein Herz – ist vollkommen gut. Und durch die große Kraft, die darin ist, kann es niemals negativ beeinflusst werden. Es überwindet alles. Selbst sein Gericht kommt aus vollkommen reinen Motiven der Gerechtigkeit und der Sorge um seine Schöpfung. Gott zögert immer lange mit großer Geduld und Großzügigkeit, bevor er sich entschließt dem immer weiter um sich greifenden Bösen einen harten Stolpersein in in den Weg zu legen. Dann ernten die Menschen und ganze Nationen was sie gesät haben. Er selber richtet sich nicht gegen uns!

Irret euch nicht, meine geliebten Brüder! Jede gute Gabe und jedes vollkommene Geschenk kommt von oben herab, von dem Vater der Lichter, bei dem keine Veränderung ist noch eines Wechsels Schatten. (Jak 1,16+17)

Wie ist Gott?

Mit Jesus hat hat Gott das letzte Wort darüber gesprochen. Er ist selber Mensch geworden und hat sein Leben geopfert, um uns aus einer Welt zu retten, in der das normale Ende jedes Menschen der ewige Tod ist. Gott ist nicht der böse Gott, der die Kinder hungern und sterben lässt, der durch Erdbeben dafür sorgt, dass Menschen unter ihren Häusern verschüttet werden und ähnliches mehr. Er ist der Gott dessen Herz gewaltig an Kraft ist, der „niemanden verwirft“ und der sein Leben für uns gibt. Er will uns aus dieser Kampfzone retten, die vor langer Zeit durch die Rebellion Satans gegen seine vollkommene Gerechtigkeit entstanden ist.

Denn so hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat. Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, daß er die Welt richte, sondern daß die Welt durch ihn errettet werde. (Joh 3,16+17)

So steht Gott auch zu dir. Die gewaltige Kraft seines Herzens ist darauf gerichtet, dich mit ihm zu versöhnen, dich auf seinen Weg zu führen, dich zu retten, dich zu reinigen und zu segnen. Er sagt nicht: „Na ja, den lassen wir noch durchschlüpfen“ oder: „Aus dem wird nichts mehr“. Er ist nicht frustriert, gekränkt oder enttäuscht. Wer so ist, das bist du! Gott wartet auf dich, um dir zu raten und dich weiterzuführen, sobald du getan hast, was Er dir zuerst gesagt hat. Er wartet darauf, dass du das Vertrauen zu ihm wieder findest. Den kostbaren Glauben, den er in dein Herz gegeben hat.

Wenn aber jemand von euch Weisheit mangelt, so bitte er Gott, der allen willig gibt und keine Vorwürfe macht, und sie wird ihm gegeben werden. Er bitte aber im Glauben, ohne irgend zu zweifeln; denn der Zweifler gleicht einer Meereswoge, die vom Wind bewegt und hin und her getrieben wird. (Jak 1,5+6)

Vertraue auf die gewaltige Kraft in Gottes Herzen, die dir freundlich zugewandt ist, wenn du an Jesus glaubst. Wenn du seine Liebe annimmst, wirst du in deinem Herzen Frieden haben.

Volltreffer! Du bist einzigartig!

Ich preise dich darüber, dass ich auf eine erstaunliche, ausgezeichnete Weise gemacht bin. Wunderbar sind deine Werke, und meine Seele erkennt es sehr wohl. (Ps 139,14)

 

Herr, ich danke dir dafür, dass du mich so wunderbar und einzigartig gemacht hast! Großartig ist alles, was du geschaffen hast – das erkenne ich! (Ps 139,14 Hoffnung für alle)

Die Bibel lehrt, dass jeder Mensch nach dem Bild Gottes geschaffen ist. Wie bei einem Mosaik spiegelt jeder Mensch etwas von Gott wieder. Er hat auch dich beabsichtigt, lange erwartet und ins Leben gebracht! Du bist ein wertvolles Einzelstück, mit Absicht in die Welt gesetzt – jedenfalls von Gott her. 🙂 Du hast von Gott her einen Platz, eine Bestimmung und ein Ziel. All das kann man nur entdecken, wenn man den einen kennenlernt, der alles Leben geschaffen hat und das Leben in Person ist. (1. Mose 2,7; 4.Mose 27,16; Hi 12,10; Jes 42,5; Jer 32,27; 1.Tim 6,13; Apg 17,28).

Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater als nur durch mich. (Joh 14,6)

Gott sucht seine verloren gegangenen Einzelstücke mit echtem herzlichen Verlangen. Jesus hat z.B. die Geschichte von dem Schäfer erzählt, der die 99 anderen Schafe stehen lässt, um das eine zu suchen, dass ihm verloren gegangen ist. Oder die Geschichte von der Frau, die eine Sammlung von wertvollen Münzen besaß und eine fehlte und sie sucht und fegt das ganze Haus, bis sie sie gefunden hat. (Lk 15)

Wenn du dass erkannt hast, brauchst du dich nicht mehr mit Anderen vergleichen. Du brauchst weder prahlen noch dich minderwertig fühlen. Dir ist klar:

Ich preise dich darüber, dass ich auf eine erstaunliche, ausgezeichnete Weise gemacht bin. Wunderbar sind deine Werke, und meine Seele erkennt es sehr wohl. (Ps 139,14)

Dein Leben wird gelingen und gut und erfüllt sein, wenn du es Gott anvertraust. Wer den Weg von Jesus geht, den wird Gott führen. Du dienst ihm einfach mit dem, was er dir schon gegeben hat und Gott zeigt dir mehr.

 

Viele Religionen und Ideologien haben zum Ziel einen gleichförmigen, angepassten Menschen heranzuziehen. Alle sollen den gleichen Ritualen, den gleichen Denkmustern und der gleichen Weltanschauung folgen. Alle sollen gleich arm sein oder aber eine möglichst pflegeleichte Masse von Konsumenten bilden. Man trägt was „angesagt“ ist, man sagt, was „politisch korrekt“ ist und man versucht nicht aufzufallen. So ist man etwas: Ein Muslim, ein guter Katholik, ein Öko-Typ oder ein BMW-Fahrer.

Diese Art von Einheit scheint auch irgendwie nötig zu sein, denn wie soll eine Gesellschaft oder Gruppe funktionieren, die nicht irgendwo einen gemeinsamen Nenner hat? Gott hat eine bessere Idee. Er will die vielen ganz verschiedenen Einzelstücke zu einem neuen und lebendigen Ganzen zusammensetzen: Wie in der Schöpfung aus ganz unterschiedlichen Lebewesen z.B. ein Wald oder ein Korallenriff gebildet wird und wie der menschliche Körper aus ganz unterschiedlichen mit einander verbundenen Gliedern und Organen aufgebaut ist, so will Gott ein neues Wunder der Schöpfung aus den Menschen machen, die ihn kennen. Es ist der „Leib Christi“. Die Gemeinschaft der Heiligen, die sehr verschieden sind. Aber durch den Geist Gottes und durch die gemeinsamen Ausrichtung auf Jesus, der das „Haupt“ ist, haben sie Einheit und Leben. Das ist der Plan Gottes und noch bevor Jesus wiederkommen wird, wird die Welt diese Gemeinschaft sehen, die nicht durch Zwänge und Gleichmacherei zusammengehalten wird, sondern in der die einzelnen Menschen sich als freie und selbstbewusste Glieder in den Leib einfügen, der ein neues Bild abgibt: Der Mensch, wie er ist, wenn er wieder mit Gott zusammen ist.

„Der Weg zur Hölle ist mit guten Vorsätzen gepflastert.“

Das war einer der Sprüche meiner Oma.* Ich mochte sie gerne, weil sie trotz ihres Alters und einem harten Leben mit zwei Weltkriegen ein fröhlicher und immer zu Späßen aufgelegter Mensch war.

Jesus sagt:

Geht hinein durch die enge Pforte! Denn weit ist die Pforte und breit der Weg, der zum Verderben führt, und viele sind, die auf ihm hineingehen. Denn eng ist die Pforte und schmal der Weg, der zum Leben führt, und wenige sind, die ihn finden. (Mt 7,13+14)

Das scheint nicht der Weg zu sein, der „mit guten Vorsätzen gepflastert“ ist.

Die guten Vorsätze stehen für den Versuch aus eigener (Entschluss-)Kraft eine neues, anderes Leben zu gewinnen. Man sollte es wenigstens einmal  unbedingt und ernsthaft versuchen diesen Weg zu gehen, denn nur dann macht man eine Erfahrung, die wie keine andere dir die Bereitschaft gibt dich vor Gott zu beugen. Es ist die Erfahrung, dass du tief in dir drin von Gott getrennt, ja sogar gegen Gott gerichtet bist. Der ernsthafte Versuch dich zu ändern in Bereichen, in denen du schwach bist führt dich in Spannungen hinein. Denn du willst etwas, was du tief drinnen doch nicht willst. Der Apostel Paulus wollte Jesus radikal nachfolgen. Er war es aus seiner Zeit als Pharisäer gewohnt, harte religiöse Gebote zu befolgen. Es war für ihn das „Gesetz“ (von Mose). Nun war er Jesus persönlich begegnet! Aber auch er kam in diesen Kampf und diese Spannungen. Er beschreibt es mit den dramatischen Worten „Ich elender Mensch! Wer wird mich retten von diesem Leib des Todes?“ – Es lohnt sich den ganzen Abschnitt zu lesen:

Denn wir wissen, daß das Gesetz geistlich ist, ich aber bin fleischlich, unter die Sünde verkauft; denn was ich vollbringe, erkenne ich nicht; denn nicht, was ich will, das tue ich, sondern was ich hasse, das übe ich aus. Wenn ich aber das, was ich nicht will, ausübe, so stimme ich dem Gesetz bei, daß es gut ist. Nun aber vollbringe nicht mehr ich es, sondern die in mir wohnende Sünde. Denn ich weiß, daß in mir, das ist in meinem Fleisch, nichts Gutes wohnt; denn das Wollen ist bei mir vorhanden, aber das Vollbringen des Guten nicht. Denn das Gute, das ich will, übe ich nicht aus, sondern das Böse, das ich nicht will, das tue ich. Wenn ich aber das, was ich nicht will, ausübe, so vollbringe nicht mehr ich es, sondern die in mir wohnende Sünde. Ich finde also das Gesetz, daß bei mir, der ich das Gute tun will, nur das Böse vorhanden ist. Denn ich habe nach dem inneren Menschen Wohlgefallen am Gesetz Gottes. Aber ich sehe ein anderes Gesetz in meinen Gliedern, das dem Gesetz meines Sinnes widerstreitet und mich in Gefangenschaft bringt unter das Gesetz der Sünde, das in meinen Gliedern ist. Ich elender Mensch! Wer wird mich retten von diesem Leibe des Todes? – Ich danke Gott durch Jesus Christus, unseren Herrn! Also diene ich nun selbst mit dem Sinn dem Gesetz Gottes, mit dem Fleisch aber dem Gesetz der Sünde. (Röm 7,14-25)

Auch für den Apostel Paulus lösten sich die Spannungen: „Ich danke Gott …“ Der ganze Kampf endete für ihn mit der Offenbarung eines neuen Lebens als Kind Gottes, wie er es in Röm 8 beschreibt.

Während wir eifrig dabei sind, uns zu verbessern, hat Gott einen anderen Weg im Sinn. Er kommt durch den Heiligen Geist in uns. Zunächst führt das zu Spannungen. Es ist wie ein Kampf zwischen zwei verschieden Naturen in uns. Auf der einen Seite sehnen wir uns nach mehr von Gott und der Erfahrung seiner Gegenwart und wir wollen mit ihm in ein neues Leben gehen. Auf der anderen Seite scheint unser Leben wie die Schwerkraft zu funktionieren: Alles kehrt zu seinem Ursprungszustand zurück – wie es war, bevor wir Gott begegnet sind. Aber Gott will uns nicht in eine Persönlichkeitsspaltung oder ein endloses Hin- und Her führen. Der Kampf kann schnell vorüber gehen, wenn man ein paar Tipps beherzigt:

  • Beschäftige dich mit den Dingen Gottes. Lies jeden Tag sein Wort und denke darüber nach. Denke an Ihn und an das was er versprochen hat. So gewinnt sein Geist Raum in dir. Was du in dich reinlässt, das wird dann auch drin sein! Meide die Orte und Situationen, die dich zurück in dein altes Leben ziehen.

  • Lerne von dir wegzusehen. Richte dich immer wieder durch Lobpreis Danken und Anbetung auf Gott aus, statt dich mit deinen Problemen und Schwächen in den Mittelpunkt zu stellen.

  • Gott legt dir immer nur einen absolut machbaren Schritt vor die Füße. Sein Geist macht es dir klar. Ignoriere alle anderen Anforderungen oder Verbesserungswünsche, die du hast oder die dir von religiös gesinnten Menschen aufgedrückt werden.

  • Es geht nur durch loslassen und durch Demut vor Gott. Denn „dem Demütigen schenkt Gott Gnade“ (1. Petr 5,5) Du hast den neuen Geist und das neue Leben in dir und du handelst danach. Das „Alte“ rebelliert zwar und beklagt sich, aber nun hast du von Gott her die Motivation und Kraft es zu ignorieren. Das ist Selbstverleugnung (Mk 8,34 !). Wenn du dich dagegen „noch mehr anstrengst“, ist die Niederlage programmiert. Die Bibel lehrt, dass es unmöglich ist, so aus eigener Kraft und Entscheidung zu Gott zu kommen.

  • Das alte Leben verliert schnell an Kraft, wenn der Nachschub fehlt. Was sind zwei Wochen Unwohlsein und innerer Kampf im Vergleich zu all dem Guten, das du von Gott bekommen wirst, wenn du beständig mit ihm gehst? Erwarte aber nicht, dass es immer so von allein geht. Das alte muss sterben und es will nicht. Es bleibt unerfüllt und manchmal kommen die Spannungen wieder hoch. (Lies doch mal Gal 5 besonders ab Vers 16!)

Zu diesem Thema gibt es sehr viel zu sagen und wenn man mit Jesus lebt, lernt man sehr viel darüber, wie es ist und wie es für dich praktisch läuft mit Gott zu gehen. Jedes Jahr blicke ich zurück und stelle fest: Ich kenne Gott und seine Wege wieder etwas besser. In dem manchmal sinnlos erscheinenden Alltagsleben hat Gott auf wundersame Weise wieder etwas zu seiner neuen Schöpfung hinzugefügt. Mein Teil war nur dranzubleiben und festzuhalten und sein Teil ist die wunderbare neue Schöpfung – das ewige Leben mit ihm.

Eines Abends besuchte ich einen Gottesdienst in dem die Gegenwart Gottes stark spürbar war. Während ich so in der Gegenwart des Heiligen Geistes stand, fiel mein Blick auf meinen alten Pullover, den ich ausgezogen hatte, weil es zu warm war. Ich hatte beim Aufstellen der Stühle mitgeholfen und nun lag dort in einiger Entfernung mein alter und etwas schäbiger Strickpulli. Gott sprach dadurch zu mir: So ist das mit dem alten Leben und dem neuen ewigen Leben in Gottes Geist. Der alte Pullover ist deiner – er gehört zu dir. Vielleicht ziehst du ihn auch mal wieder an, aber bald wirfst du ihn ganz weg. In der Gegenwart Gottes jedenfalls bleibt er weit entfernt und du hast kein Verlangen ihn anzuziehen oder zu behalten. Du hast ihn abgelegt.

Jedes Mal, wenn meine Oma sich von mir verabschiedet hat, hat sie mit einem Augenzwinkern gesagt: „… und bessere dein Leben!“ Habe ich oft versucht, hat aber nicht geklappt. Wie gut ist es doch, das Jesus ein komplettes besseres Leben für uns hat!

 

(* Das Zitat stammt wohl von George B. Shaw 1856-1950, der bekanntlich Atheist war und die Erlösung von seinen Sünden nicht annehmen wollte.)