Dienst für Gott?

Dienen ist eine Sache zwischen Gott und Mensch. Wenn du den Herrn liebst, wirst du ihm mit Freude und Dankbarkeit dienen. Er wird dir Aufgaben und Dienste geben, und du wirst sie im Gehorsam erledigen. Das ist keine große Sache, egal, was es ist. Ob du zuhause deine Bügelwäsche machst oder bei einer Konferenz als Sprecher eingeladen bist, sollte kein Unterschied sein. Tu es für Gott, gib dein Bestes, bleib in der Demut. Mach keinen Wirbel darum, denn echte Hingabe an Gott braucht keine Bühne.
Gott hat einen freudigen Geber lieb. Wenn du keine Freude hast an dem, was du tust, dann prüfe, ob du im Willen Gottes bist. Es gibt folgende Möglichkeiten:

-Du bist unzufrieden, weil dir deine Aufgabe keine Anerkennung einbringt und dir niemand danke sagt?
Dann tu Buße und lerne selbst Dankbarkeit.

-Du fühlst dich überfordert und gestresst?
Dann besprich mit Gott, ob du vielleicht die falschen Dinge tust, oder Dinge, die er dir gar nicht gesagt hat, dass du sie tun sollst.

-Du weißt, dass dein Dienst von Gott ist, fühlst dich aber ausgebrannt und leer?
Tust du es noch für Gott, oder „brauchst“ du deinen Dienst für dich, für deinen Selbstwert, für den Applaus? Hast du versucht, eine innere Leere mit Dienen zu füllen? Stelle niemals den Dienst für Gott über die Beziehung zu ihm.

-Du bist enttäuscht, weil dein Dienst keine oder nur wenig Frucht bringt?
Es ist nicht deine Sache! Gott gibt dir deinen Job, das Ernten kann auch mal Sache eines andern sein. Weißt du, ob dein Säen in der Ewigkeit Früchte bringt? Danach solltest du nicht streben, sondern nach Gehorsam, Sorgfalt und Freude beim Tun.

Es gibt viele Fallen, in die wir geraten können, wenn wir im Auftrag des Herrn unterwegs sind.
Der beste und wirksamste Schutz davor ist, wenn du dir immer vor Augen hältst, dass du ohne ihn nichts bist. Alles, was du bist, tust, hast, wurde dir von Gott gegeben. Kein Grund also, stolz zu sein.
Lass deine rechte Hand nicht wissen, was die linke tut. Beraube dich nicht des Lohnes, den Gott dir geben möchte. Gib und diene mit freudigem Herzen, oder lass es bleiben. Sprich nicht darüber mit dem Hintergedanken, jemandem eine anerkennende Bemerkung zu entlocken. Versuche nicht, als hingegebener Christ dazustehen, der ja ach so viel für den Herrn tut. Dann tust du es aus eigener Kraft und zu deiner eigenen Ehre! Sei dir deiner Abhängigkeit von Gott bewusst und sieh zu, dass nicht womöglich Stolz dich zu Fall bringt.

Dein Tun soll dich mit Freude und Zufriedenheit erfüllen; wenn dir jemand eine positive Rückmeldung gibt, nimm sie dankbar an; aber stille deinen Hunger immer an der Quelle!
Was du Gott und den Menschen tust, tu es aus Liebe und einem reinen Herzen. Halte dich an Gottes Gebote und bleib unter der Führung des Heiligen Geistes; das ist ein Opfer, wie es Gott gefällt!

dsc03627