Die ersten Werke: Den Nächsten und die anderen Christen lieben.

Die große Befreiung

Mit Jesus zu gehen, bringt eine große Befreiung. Ich brauche die Menschen um mich herum nicht mehr für mich selber. Ich bin angenommen in Ewigkeit bei Gott und kann sein Kind sein. Ich benötige deshalb viel weniger Anerkennung und Aufmerksamkeit als andere. Ich muss nicht Recht haben, ich muss nicht gewinnen, manipulieren und immer richtig verstanden werden. Ich habe ja schon soviel! Im Glauben lebe ich im Frieden und kann sogar was weitergeben. Ich sehe meinen Nächsten nicht mehr als Quelle für irgendwas, was ich brauche, sondern als Gelegenheit etwas weiterzugeben. Selbst meine Feinde verlieren ihren Schrecken, weil Gott mich beschützt.

Die Leute schützen sich vor denen, die sie nur anzapfen oder vor ihren Karren spannen wollen. Wenn ich mit Jesus gehe, können sie mir vertrauen und echte Beziehungen können aufgebaut werden in den Freiheit, Gnade und Annahme herrschen. Den Höhepunkt hat dies in der Gemeinschaft der Gläubigen. Der Bruder und die Schwester im Glauben werden in Ewigkeit mit mir leben unter dem gleichen Vater, der alle seine Kinder gleich liebt. Er selber wohnt durch den heiligen Geist in uns. Deshalb will ich den anderen in der Gemeinde respektvoll behandeln und durch Vergebung und Aufrichtigkeit die kostbaren Beziehungen erhalten. So sind wir wirklich Brüder und Schwestern, Kinder Gottes. Religion kann daraus ein Zerrbild machen, eine Zweckgemeinschaft, in der es nur um Äußerlichkeiten geht und in der religiöse Zwänge statt Freiheit vorherrschen. Aber Gemeinde ist so geplant: Nicht in erster Linie als Organisation, sondern als Ort an der praktische Liebe gelebt wird, ohne den Hintergedanken, den Anderen zu irgendwas zu gebrauchen.
Jesus sagte:
Ein neues Gebot gebe ich euch, daß ihr einander liebt, damit, wie ich euch geliebt habe, auch ihr einander liebt. Daran werden alle erkennen, daß ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe untereinander habt. (Joh 13,34+45 vergl. auch 1.Joh 3,11-24)
Das ist das Grundgesetz der Gemeinde. So entsteht sie und daran wird sie gemessen.

Die Kraft der Liebe ist in dir, weil Jesus in dir lebt

Wenn du von neuem geboren wurdest, dann lebt Jesus durch dem Heiligen Geist in dir. Seine Gegenwart in dir ist ein lebendiges Versprechen: Du gehörst für immer zu Gott. Tief in dir drin bist du darüber ganz sicher. Nun kann du diesem Geist folgen und wenn du im Heiligen Geist getauft bist, kannst du es erst recht so richtig kraftvoll fließen lassen. Was ist der Geist Christi? Es ist der Geist, der in den Aposteln und Propheten war, die ihre Mitmenschen liebten und sich deshalb überwanden den Menschen ihrer Zeit zu sagen, was die nicht hören wollten. Die Gott mehr geliebt haben als ihr Leben, um Wahrheit und Rettung zu bringen. Es ist der Geist der Urgemeinde, der die Menschen dazu brache, ihr Geld den Armen zu geben, die Kranken zu heilen und dem Geringen beizustehen. Es ist der Geist von Jesus, der die Kranken heilte, die Kinder segnete, das Wort Gottes predigte, die Toten auferweckte und selber seine Feinde mehr liebte, als sein eigenes Leben.

Das alles geht nicht mit einem Gebet oder nach Rezept. Folge diesem Geist Schritt für Schritt über die Jahre. Er wird dich nicht arm, leer und ausgenutzt machen, sondern es wird dir gut gehen und du wirst echtes Leben im Überfuss haben. Das ist überhaupt der Kern des Evangeliums: Du kannst mit Gott versöhnt werden und dann hast du den direkten Anschluss an sein Leben.

Ihnen wollte Gott zu erkennen geben, was der Reichtum der Herrlichkeit dieses Geheimnisses unter den Nationen sei, und das ist: Christus in euch, die Hoffnung der Herrlichkeit. (Kol 1,27)

die Hoffnung aber läßt nicht zuschanden werden, denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen durch den Heiligen Geist, der uns gegeben worden ist. (Röm 5,5)

Das Ziel der ganzen christlichen Lehre ist:

  1. Versöhnung mit Gott, damit du vor ihm ein reines Herz hast.
  2. Die Erfüllung mit seiner Kraft und seinem Leben, damit du mit ihm leben kannst.
  3. Das Weitergeben seiner Liebe, damit du Anteil an dem hast, was er in der Welt tun will.

Paulus sagt:
Das Endziel der Weisung aber ist Liebe aus reinem Herzen und gutem Gewissen und ungeheucheltem Glauben. (1.Tim 1,5)