Frieden in 2013

Nur wenig Frieden auf dieser Welt

Frieden ist auf dieser Welt etwas Kostbares und Vergängliches. Man kann weit in den Wald hineinlaufen, bis man allein ist – dann hat man Frieden. Aber selbst dort können einen Sorgen, Wut und Bitterkeit erreichen, die man selber im Herzen dorthin mitgebracht hat. Unter Sündern und unvollkommenen Menschen, die wir nun mal sind, ist Frieden ohnehin etwas relatives. Manchmal nur ein „Waffenstillstand“.

Ich meine, dass Frieden auf dieser Welt nur durch Macht entsteht. Gut geordnete Staaten, die auch wirtschaftlich gesund sind, können ihren Bürgern ein Leben in relativem Frieden ermöglichen. In vielen Ländern der Erde herrscht aber Kampf um die knappen Ressourcen oder es rivalisieren verschiedene Gruppen um die Macht. Sogenannte „gescheiterte Staaten“ haben ausserhalb der Hauptstadt kaum Einfluss und versinken in Chaos und Gewalt. Die Bibel kündigt sogar eine Zeit an, in der Gott „den Frieden von der Erde nehmen“ wird (Off 6,4). Wir haben ja auch schon solche Zeiten gesehen in den Weltkriegen.

Nicht viel besser ist es oft um den Frieden in uns bestellt. Sorgen, Mangel, Enttäuschungen und Verletzungen verfolgen uns und machen unser Herz zu einem Ort des Unfriedens. Manchmal braut sich aus all den negativen Zutaten und nicht zuletzt aus unserer egoistischen Sicht auf die Welt ein explosives Gemisch aus Wut, Bitterkeit und vielleicht sogar Hass zusammen.

Ein Reich des Friedens

In Gottes Reich herrscht ewiger und unerschütterlicher Frieden. Der Grund dafür ist leicht zu verstehen: Es wird von Gott regiert. Seine gewaltige Macht und seine vollkommene Gerechtigkeit garantieren diesen Frieden für immer! Er ist der „Friedefürst“. Dieses Reich ist noch nicht sichtbar, wird aber schon mitten unter uns im Verborgenen aufgerichtet. Wo Gott gegenwärtig ist, wo er Gebet erhört, wo er angebetet und verehrt wird, wo Menschen sich von seinem Geist leiten lassen, wo sein Wort Gesetz ist und höchste Autorität hat, da ist heute das Reich Gottes. Überall, wo es aufgerichtet wird, erfährt es auch „Erschütterungen“ mit dem Ziel, dass „die unerschütterlichen Dinge bleiben“. (Hebr 12,26-28) Das sind die Dinge, die nach seinem Plan und seiner Weisung gebaut wurden. Das Reich Gottes steht heute jedem Gläubigen offen. Jeder kann heute entscheiden, ob er Teil dieses Friedensreichs sein möchte. Es entschiedet sich ganz einfach an der Frage, ob du dich der Herrschaft des Königs unterordnen willst, den Gott eingesetzt hat und in dem er sich selber den Menschen zeigt. Es ist der Herr Jesus Christus.

Denn ein Kind ist uns geboren, ein Sohn uns gegeben, und die Herrschaft ruht auf seiner Schulter; und man nennt seinen Namen: Wunderbarer Ratgeber, starker Gott, Vater der Ewigkeit, Fürst des Friedens. (Jes 9,5)


Frieden in Dir – vom Himmel

Und plötzlich war bei dem Engel eine Menge der himmlischen Heerscharen, die Gott lobten und sprachen: Herrlichkeit Gott in der Höhe, und Friede auf Erden in den Menschen des Wohlgefallens! (Lk 2,13-14 Elberfelder Üb.)

Durch den Heiligen Geist können wir Frieden in allen Lebenslagen in uns haben. Weil wir in dem Kreuz den Beweis sehen, dass Gott uns bedingungslos liebt und weil wir auf die Allmacht Gottes vertrauen, haben wir Frieden im Glauben. Dieser Frieden lässt sich aber nicht erzeugen oder herbeireden. Es ist das, was wir fühlen, wenn Gottes Geist in uns gegenwärtig ist. Wenn wir „von neuem geboren“ sind (Joh 3), lebt Jesus durch den Heiligen Geist in uns. Der Frieden seines Reiches ist in uns und macht uns immer „unerschütterlicher“ – je mehr wir lernen auf den Herrn zu vertrauen.

In Sorgen und Bedrückung praktiziere ich das „Durchbeten“. Ich vermeide es, mich auf das Problem zu fokussieren und denke an die Worte in der Bibel, die mir eine Lösung des Problems versprechen. Ich tue das aktiv und ganz absichtlich. Jeden Tag spreche ich aus, was Gott mir versprochen hat. Dann lobe ich Gott und singe ihm Lieder. Ich danke ihm für alles, was er mir Gutes getan hat. Ich bekenne auch meine Schuld vor Gott, um mich zu reinigen und dadurch empfänglicher zu werden für seine heilige Gegenwart. Ich lasse nicht locker, bis ich Antwort von Gott habe. Warum soll ich im Ungewissen bleiben, ob Gott mich erhört hat? Wo ich doch Zugang zu ihm bekommen habe? Wer wenig Glauben hat, probiert es mal mit Gebet. Diejenigen, die schon mehr Glauben gefunden haben, wissen, dass Gott für sie da ist und lassen nicht locker, bis sie eine Antwort haben. Immer kommt der Moment, wo ich Gottes Frieden in mir spüre. Alles ist in Ordnung, wenn Gott da ist. Sein Frieden ist mein Zufluchtsort, meine Burg und meine hohe Festung.

Der Beistand aber, der Heilige Geist, den der Vater senden wird in meinem Namen, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe. Frieden lasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch; nicht wie die Welt gibt, gebe ich euch. Euer Herz werde nicht bestürzt, sei auch nicht furchtsam. (Joh 14,26+27)

Wir wünschen allen Lesern ein schönes Weihnachtsfest und ein reich gesegnetes Jahr 2013!