Das Wort des Glaubens

Die Gerechtigkeit aus Glauben aber sagt so: Sprich nicht in deinem Herzen: «Wer wird in den Himmel hinaufsteigen?» das ist: Christus herabführen; oder: «Wer wird in den Abgrund hinabsteigen?» das ist: Christus aus den Toten heraufführen. Sondern was sagt sie? «Das Wort ist dir nahe, in deinem Mund und in deinem Herzen.» Das ist das Wort des Glaubens, das wir predigen, daß, wenn du mit deinem Mund Jesus als Herrn bekennen und in deinem Herzen glauben wirst, daß Gott ihn aus den Toten auferweckt hat, du errettet werden wirst. Denn mit dem Herzen wird geglaubt zur Gerechtigkeit, und mit dem Mund wird bekannt zum Heil. Denn die Schrift sagt: «Jeder, der an ihn glaubt, wird nicht zuschanden werden.» (Röm 10,6-11)

Im vorigen Beitrag habe ich darüber geschrieben, dass es mit dem Christsein einfach so weitergehen kann, wie es am Anfang war. Und am Anfang hörten wir das „Wort des Glaubens“ – das Evangelium. Durch diese Botschaft lernten wir erstmals Jesus kennen und je mehr wir sie von Herzen verstehen, desto mehr kennen wir ihn und haben Gemeinschaft mit ihm. Dieses Wort wird in all den vielen Alltagssituationen praktisch und lebendig durch den Geist Gottes in uns. Es ist uns nahe – in unserem Mund und unserem Herzen – um es zu tun.

Zwei Dinge werden hier genannt, die unser Teil dabei sind:

 

Das erste: Du brauchst nur zu glauben, dass Jesus für deine Schuld gestorben ist. Der Beweis dafür ist die Auferstehung. Durch die Sünde kam der Tod zu allen Menschen (Röm 4; Röm 6,23). Jesus war ohne Sünde. Nur deshalb hatte der Tod keine Macht über ihn. Er trug deine Schuld und Gottesferne aus Gehorsam. Deshalb hatte er die Macht sein Leben wieder zu nehmen (Joh 10,18). Seine Auferstehung ist der Beweis dafür, dass das Kreuz kein Unglück war, sondern, dass dies alles im Willen Gottes geschah und Gott somit sein Opfer angenommen hat. Du bist frei und kannst wieder als Kind Gottes in seiner Nähe leben. – „ Denn mit dem Herzen wird geglaubt zur Gerechtigkeit …“

Das zweite ist dein Bekenntnis zu Jesus: „ und mit dem Mund wird bekannt zum Heil.“ Das Leben mit Gott verläuft oftmals entgegengesetzt zum Lauf dieser Welt, die vom Bösen unterdrückt und geplagt wird. Ein heimliches Christsein ist deswegen kaum möglich. Man fällt auf, weil man anders ist und andere Überzeugungen hat. Wenn das nicht der Fall ist, ist man auf dem Rückzug. Man kommt auch in der Praxis nicht darum herum sich klar zur Wahrheit zu bekennen, wenn man Jesus nicht verleugnen will. Was ist von einem Diener zu halten, der sich schämt, wenn er von seinem Herrn sprechen soll. Entweder ist es ein schlechter Herr oder der Diener hat ein schlechtes und minderwertiges Bild von ihm.

Jeder nun, der sich vor den Menschen zu mir bekennen wird, zu dem werde auch ich mich bekennen vor meinem Vater, der in den Himmeln ist. Wer aber mich vor den Menschen verleugnen wird, den werde auch ich verleugnen vor meinem Vater, der in den Himmeln ist. (Mt 10,32+33)

Dazu kommt noch, dass wir natürlich auf keinen Fall wollen, dass die Menschen, die wir kennen die Chance auf das ewige Leben verlieren. Es geht nicht um krampfhafte Bemühungen zu „missionieren“, aber unser Bekenntnis ist unser Festhalten an Jesus und dem Wort des Glaubens. Ohne dieses Festhalten werden wir das „Heil“ nicht erreichen.

In alledem können wir uns völlig Gott anvertrauen, der uns hier schon ein sinnvolles Leben gibt und uns am Ende an sein herrliches Ziel führt – nach Hause, wo er schon einen wunderbaren Ort für uns vorbereitet hat.

Denn die Schrift sagt: «Jeder, der an ihn glaubt, wird nicht zuschanden werden.»