Die Medizin gegen Bitterkeit

Nachfolgend ein Ausschnitt aus dem PDF über Autorität, weil dieser Aspekt zentral für die Beziehung zu Gott ist und nicht genug betont werden kann.

Autorität über das eigene Leben

Gott hat mir Autorität über mein eigenes Leben gegeben. Das ist eine gute Nachricht, denn damit habe ich die Schlüssel für mein Leben in der Hand. Es sind nicht die Umstände, meine Eltern, mein Arbeitgeber, Ehepartner, die Gesellschaft oder mein Geld, die über mich herrschen, sondern ich bin von Gott befähigt, beauftragt und ausgerüstet mein Leben zu führen und nur deshalb sagt Gott, dass er am Ende mein Leben beurteilen wird. Wenn ich es nicht in der Hand hätte, dann hätte ich auch keine Verantwortung und Gott könnte sich gerechterweise kein Urteil darüber erlauben.

Ist mein Leben heute so wie es ist, weil andere mir Unrecht getan haben? Weil andere mich verletzt oder mir Unrecht getan haben? Bin ich ein Opfer von mangelhaften Eltern, einer schlimmen Gesellschaft oder widrigen Umständen? Ist meine Gemeinde daran Schuld, dass ich nicht weitergeführt werde? Bei all dem ist zu Bedenken: Wenn ich anderen die Schuld gebe, gebe ich auch den Schlüssel der Autorität über mein Leben ab. Ich bin nun ein Opfer. Ich bekenne damit: Nicht ich habe es in der Hand, sondern meine Eltern, Leiter oder wer oder was auch immer sind verantwortlich. Natürlich sind sie es auch und werden einmal vor Gott dafür Rechenschaft ablegen müssen. Aber mir hat Gott Macht über mein Leben gegeben und meine Reaktion auf die Dinge und Menschen, die mir begegnen bestimmt meinen Weg und liegt in meiner Verantwortung. Wenn ich zu dem Ergebnis komme, dass ich die Verantwortung für mein Leben habe, dann ergibt sich daraus zwangsläufig, dass es meine Reaktionen auf Ungerechtigkeit und Verletzungen sind, die mich zu Verbitterung, Depression und anderen negativen Resultaten geführt haben. Es ist meine Reaktion auf die Dinge, die mich bitter, unbarmherzig, neidisch usw. macht. So werde ich von Gott getrennt und mein Leben wird vergiftet. Gott will uns alles zu Besten dienen lassen und er hat die Macht selbst das bitterste Wasser süß zu machen, indem das Holz des Kreuzes hineingeworfen wird:

Und Mose ließ Israel vom Schilfmeer aufbrechen, und sie zogen hinaus in die Wüste Schur und wanderten drei Tage in der Wüste und fanden kein Wasser. Da kamen sie nach Mara, aber sie konnten das Wasser von Mara nicht trinken, denn es war bitter. Darum gab man dem Ort den Namen Mara. Und das Volk murrte gegen Mose: Was sollen wir trinken? Da schrie er zum HERRN, und der HERR zeigte ihm ein Stück Holz; das warf er ins Wasser, und das Wasser wurde süß. Dort legte er Ordnung und Recht für es fest, und dort prüfte er es, und er sprach: Wenn du willig auf die Stimme des HERRN, deines Gottes, hörst und tust, was in seinen Augen recht ist, seinen Geboten gehorchst und all seine Ordnungen hältst, dann werde ich dir keine der Krankheiten auferlegen, die ich den Ägyptern auferlegt habe; denn ich bin der HERR, der dich heilt. Dann kamen sie nach Elim, und dort waren zwölf Wasserquellen und siebzig Palmbäume; und sie lagerten sich dort am Wasser. (2.Mose 15,22-27 – das Wort „Mara“ bedeutet „bitter“.)

In Mara prüfte Gott das Volk Israel. Genauso werden wir geprüft an bitteren Erfahrungen. Wenden wir uns zu Gott? Strecken wir uns nach seiner Hilfe aus? Oder klagen wir Gott an und geben anderen die Schuld? In Amerika gibt es das Sprichwort „get bitter or better“ (werde bitter oder besser).

 

Mose warf das Holz ins Wasser und das Wasser wurde süß. Das ist ein Symbol dafür, wie wir in jeder Situation das Kreuz anwenden können:

Bin ich das arme Opfer? Nein: Jesus hat mich erlöst von aller Macht der Finsternis. Er hat meine Schuld und mein Leid getragen. Was ich erlebe ist nur eine Prüfung für die ich viel Gutes erhalten werde, wenn ich bestehe – und auch zum Bestehen hilft mir Gott!

Habe ich einen Anspruch gegen andere oder gegen Gott? Nein: Wenn Jesus für mich als Sünder am Kreuz gestorben ist und mir alles vergeben ist, dann kann ich nicht andere verurteilen (lies ab Mt 18,21!).

Muss ich im Selbstmitleid leben oder von meinen Verletzungen und Prägungen beherrscht werden? Nein: Jesus hat mein ganzes Leben mit all den ganzen Verknotungen am Kreuz getragen, nicht nur einzelnen Sünden. So sind mir mit ihm gestorben und frei von uns selber. In der Praxis zeigt sich das dadurch, das wir die Kraft haben uns selbst zu verleugnen, d.h. in positiver Weise frei von uns selbst zu sein. Lass los und du wirst losgelassen werden! Schau auf Jesus, den Anfänger und Vollender deines Glaubens!

 

Jesus hat als Gerechter für die Ungerechten gelitten. Das ist die Medizin gegen Bitterkeit. Auch ich kann wie Jesus als Gerechter für unter unter den Ungerechten leiden und dem Bösen ein Ende machen, in dem ich es bei mir enden lasse. Ich kann voller Freude sein, weil ich weiss es ist der Weg, den Jesus gegangen ist und ich bin auch ein Sohn oder eine Tochter Gottes – mit ihm werde ich all die unermesslichen Reichtümer erben, die für alle Ewigkeit meins sein werden. Was sind dagegen die schmerzhaften Erfahrungen dieser Welt? Was kann mein böser Nachbar, die böse Welt oder meine Vergangenheit daran ändern?

Muss ich andere anzapfen und dafür sorgen, dass ich Aufmerksamkeit, Liebe und vieles andere bekomme? Nein: Wenn Gottes Liebe und Zuwendung, die ich einfach durch das Kreuz geschenkt bekommen habe mir nicht genügt, dann wird mir nichts genügen.

Die Bitterkeit wird mich innerlich töten, aber wenn ich das Kreuz anwende, wird Gott seine Macht zeigen und selbst aus den finstersten Erfahrungen noch Gutes machen. Nach Mara kommt die herrliche Oase Elim.

In Mara „legte er Ordnung und Recht für es fest“. Nur in den schwierigen Zeiten kann man sich entscheiden, die Ordnungen Gottes anzunehmen. Zum Beispiel, die Tatsache, dass Gott dir die Vollmacht und die Schlüssel für dein Leben gegeben hat. Deine im Herzen getroffenen Entscheidungen sind es, die selbst das Leben in der Ewigkeit bestimmen werden. Gott will keine Anhänger, die ständig durch Segnungen und Problemlösungen bei Laune gehalten werden müssen. Er sucht Menschen, die Ihn lieben und das sind offensichtlich die, die unter Schwierigkeiten und in bitteren Erfahrungen seine Ordnungen und Wege akzeptieren.

Glücklich ist der Mensch, dessen Stärke in dir ist, in dessen Herz gebahnte Wege sind! Sie gehen durch das Tränental und machen es zu einem Quellort. Ja, mit Segnungen bedeckt es der Frühregen. (Ps 84,6.7)

 

In jeder Situation meines Lebens steckt die Chance einen Sieg Gottes daraus zu machen durch Vergebung, Erlösung, Heilung, Wiederherstellung, Segnung, Wachstum … oder dem Feind den Sieg zu überlassen durch Bitterkeit, Selbstmitleid, Depression, Verantwortungslosigkeit, Rache, Schuld, Verdammnis … Dazu hast du die Autorität – die Vollmacht von Gott! Derek Prince hat gesagt: „Segen oder Fluch – Du hast die Wahl.“

 

Adam und Eva lebten in einer perfekten Welt. Der Triumph Satans war, das sie sich trotzdem gegen den Weg Gottes entschieden. Wir leben in einer kaputten, gefallenen Welt. Der Triumph des Herrn Jesus Christus ist es, dass wir uns trotzdem für ihn entscheiden.