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Archive für 24.12.2010
Weihnachten
24.12.2010 von Wolfram.
Und es waren Hirten in derselben Gegend, die auf freiem Feld blieben und des Nachts Wache hielten über ihre Herde. Und ein Engel des Herrn trat zu ihnen, und die Herrlichkeit des Herrn umleuchtete sie, und sie fürchteten sich mit großer Furcht. Und der Engel sprach zu ihnen: fürchtet euch nicht! Denn siehe, ich verkündige euch große Freude, die für das ganze Volk sein wird. Denn euch ist heute ein Retter geboren, der ist Christus, der Herr, in Davids Stadt. Und dies sei euch das Zeichen: Ihr werdet ein Kind finden, in Windeln gewickelt und in einer Krippe liegend. Und plötzlich war bei dem Engel eine Menge der himmlischen Heerscharen, die Gott lobten und sprachen: Herrlichkeit Gott in der Höhe, und Friede auf Erden in den Menschen des Wohlgefallens! (2,8-14)
Aus dem Zusammenhang gerissen
Nach neuesten Umfragen wissen nur ca. 30% der Deutschen, was an Weihnachten gefeiert wird. Warum ist mit Jesus Gott auf eine so erstaunliche Weise auf die Welt gekommen? Vom „Frieden auf Erden“ wird an Weihnachten viel geredet, aber die Realität auf den Welt sieht anders aus. Auch Jesus hat sich keinen Illusionen hingegeben. Er wusste, dass sein Anliegen und sein Ziel in der Welt hart umkämpft sein würde. Er sagt z.B. über die Zeit vor seinem Wiederkommen:
Ihr werdet aber von Kriegen und Kriegsgerüchten hören. Seht zu, erschreckt nicht! Denn es muß geschehen, aber es ist noch nicht das Ende. Denn es wird sich Nation gegen Nation erheben und Königreich gegen Königreich, und es werden Hungersnöte und Erdbeben da und dort sein. Alles dies aber ist der Anfang der Wehen. Dann werden sie euch in Bedrängnis überliefern und euch töten; und ihr werdet von allen Nationen gehaßt werden um meines Namens willen. Und dann werden viele verleitet werden und werden einander überliefern und einander hassen; und viele falsche Propheten werden aufstehen und werden viele verführen; und weil die Gesetzlosigkeit überhandnimmt, wird die Liebe der meisten erkalten; wer aber ausharrt bis ans Ende, der wird errettet werden. Und dieses Evangelium des Reiches wird gepredigt werden auf dem ganzen Erdkreis, allen Nationen zu einem Zeugnis, und dann wird das Ende kommen. (Mt 24,6-14)
Es gibt aber einen Frieden, den jeder Mensch haben kann seit Jesus zum ersten Mal als kleines Kind in ärmlichen Verhältnissen und unter schwierigsten Umständen auf die Welt kam! Und das ist es auch, was sie Engel gesagt haben (wenn man mal ein paar Worte weiterliest): Friede auf Erden in den Menschen des Wohlgefallens!
Jesus will bei Dir sein
Über allem, was Jesus tat, steht als Motto ganz groß drüber: Gott will bei Dir sein! Der Prophet Jesaja sah seine Geburt voraus und nannte ihn Immanuel, was übersetzt heißt „Gott mit uns“. (Jes 7,14) Gott kam mitten rein ins menschliche Dasein. Er kam als Kind einer Frau zu Welt, die in einem Stall gebären musste, weil irgendein bürokratischer Regierungserlass die Menschen zu Reisen durch das ganze Land zwang. Seine Eltern mussten eine Zeit ins Ausland fliehen, weil er ermordet werden sollte. Er lebte bei einfachen Leuten und half seinem Vater auf dem Bau. Die Stadt in der er aufwuchs, hatte einen schlechten Ruf und das Land in dem er lebte war von fremden Truppen besetzt. Seine Freunde waren zum Teil ganz normale Menschen wie Fischer, aber auch Huren, Kriminelle und ein „Terrorist“ (1) gehörten zu einem engen Kreis von Menschen, die ihr altes Leben verlassen hatten, um ihm zu folgen. Jesus war bei den Bettlern, bei den Reichen und bei den Kranken. Auch zu Dir kennt Gott keine Distanz. Er steht nicht abseits.
((1) Lk 6,15 - Simon der „Zelot“ war Anhänger einer Gruppe die gewaltsam gegen die röm. Fremdherrschaft kämpften)
Leben im Frieden - seine Gegenwart spüren
Jesus kam auch, um sein Leben als Opfer für all das zu geben, was uns von Gott trennt. Wenn wir das von Herzen annehmen, wird er unser Herr, weil er uns freigekauft hat. Wir können seine Liebe erwidern und mit ihm leben. Wir tun, was er gut findet, wir sprechen mit ihm und suchen seine Gegenwart in Lobpreis und Anbetung. Jeden Tag schafft Gott neue Möglichkeiten mit ihm zusammen zu sein, das Alte zu überwinden und neues Leben zu empfangen. So sind wir die „Menschen des Wohlgefallens“! Die erste und für den weiteren Weg mit Jesus wirklich grundlegende Erfahrung mit seiner spürbaren Gegenwart ist der Frieden. Oft, wenn ich durcheinander bin oder bedrückt oder Sorgen habe, raffe ich mich auf und suche Gottes Nähe. Ich danke Gott, ich spreche aus, was er gutes in der Bibel versprochen hat und konzentriere mich auf ihn. So lenke ich meine Gefühle und Gedanken, damit ich mit dem Heiligen Geist Gottes in Kontakt komme. Liebe ist aktiv! - Und dann kommt der Moment, wo ich weiss: ich bin bei Gott und er ist bei mir. Alles ist sicher und ruhig bei Gott. Er hat die Macht und die Liebe, die alles überwindet. Mitten in Problemen habe ich dann einen tiefen Frieden, den diese Welt nicht kennt. Jesus hat gesagt:
Der Beistand aber, der Heilige Geist, den der Vater senden wird in meinem Namen, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe. Frieden lasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch; nicht wie die Welt gibt, gebe ich euch. Euer Herz werde nicht bestürzt, sei auch nicht furchtsam. (Joh 14,26+27)
Wir wünschen Euch eine schöne Weihnachtszeit und ein gesegnetes neues Jahr!
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