„Der Weg zur Hölle ist mit guten Vorsätzen gepflastert.“

Das war einer der Sprüche meiner Oma.* Ich mochte sie gerne, weil sie trotz ihres Alters und einem harten Leben mit zwei Weltkriegen ein fröhlicher und immer zu Späßen aufgelegter Mensch war.

Jesus sagt:

Geht hinein durch die enge Pforte! Denn weit ist die Pforte und breit der Weg, der zum Verderben führt, und viele sind, die auf ihm hineingehen. Denn eng ist die Pforte und schmal der Weg, der zum Leben führt, und wenige sind, die ihn finden. (Mt 7,13+14)

Das scheint nicht der Weg zu sein, der „mit guten Vorsätzen gepflastert“ ist.

Die guten Vorsätze stehen für den Versuch aus eigener (Entschluss-)Kraft eine neues, anderes Leben zu gewinnen. Man sollte es wenigstens einmal  unbedingt und ernsthaft versuchen diesen Weg zu gehen, denn nur dann macht man eine Erfahrung, die wie keine andere dir die Bereitschaft gibt dich vor Gott zu beugen. Es ist die Erfahrung, dass du tief in dir drin von Gott getrennt, ja sogar gegen Gott gerichtet bist. Der ernsthafte Versuch dich zu ändern in Bereichen, in denen du schwach bist führt dich in Spannungen hinein. Denn du willst etwas, was du tief drinnen doch nicht willst. Der Apostel Paulus wollte Jesus radikal nachfolgen. Er war es aus seiner Zeit als Pharisäer gewohnt, harte religiöse Gebote zu befolgen. Es war für ihn das „Gesetz“ (von Mose). Nun war er Jesus persönlich begegnet! Aber auch er kam in diesen Kampf und diese Spannungen. Er beschreibt es mit den dramatischen Worten „Ich elender Mensch! Wer wird mich retten von diesem Leib des Todes?“ – Es lohnt sich den ganzen Abschnitt zu lesen:

Denn wir wissen, daß das Gesetz geistlich ist, ich aber bin fleischlich, unter die Sünde verkauft; denn was ich vollbringe, erkenne ich nicht; denn nicht, was ich will, das tue ich, sondern was ich hasse, das übe ich aus. Wenn ich aber das, was ich nicht will, ausübe, so stimme ich dem Gesetz bei, daß es gut ist. Nun aber vollbringe nicht mehr ich es, sondern die in mir wohnende Sünde. Denn ich weiß, daß in mir, das ist in meinem Fleisch, nichts Gutes wohnt; denn das Wollen ist bei mir vorhanden, aber das Vollbringen des Guten nicht. Denn das Gute, das ich will, übe ich nicht aus, sondern das Böse, das ich nicht will, das tue ich. Wenn ich aber das, was ich nicht will, ausübe, so vollbringe nicht mehr ich es, sondern die in mir wohnende Sünde. Ich finde also das Gesetz, daß bei mir, der ich das Gute tun will, nur das Böse vorhanden ist. Denn ich habe nach dem inneren Menschen Wohlgefallen am Gesetz Gottes. Aber ich sehe ein anderes Gesetz in meinen Gliedern, das dem Gesetz meines Sinnes widerstreitet und mich in Gefangenschaft bringt unter das Gesetz der Sünde, das in meinen Gliedern ist. Ich elender Mensch! Wer wird mich retten von diesem Leibe des Todes? – Ich danke Gott durch Jesus Christus, unseren Herrn! Also diene ich nun selbst mit dem Sinn dem Gesetz Gottes, mit dem Fleisch aber dem Gesetz der Sünde. (Röm 7,14-25)

Auch für den Apostel Paulus lösten sich die Spannungen: „Ich danke Gott …“ Der ganze Kampf endete für ihn mit der Offenbarung eines neuen Lebens als Kind Gottes, wie er es in Röm 8 beschreibt.

Während wir eifrig dabei sind, uns zu verbessern, hat Gott einen anderen Weg im Sinn. Er kommt durch den Heiligen Geist in uns. Zunächst führt das zu Spannungen. Es ist wie ein Kampf zwischen zwei verschieden Naturen in uns. Auf der einen Seite sehnen wir uns nach mehr von Gott und der Erfahrung seiner Gegenwart und wir wollen mit ihm in ein neues Leben gehen. Auf der anderen Seite scheint unser Leben wie die Schwerkraft zu funktionieren: Alles kehrt zu seinem Ursprungszustand zurück – wie es war, bevor wir Gott begegnet sind. Aber Gott will uns nicht in eine Persönlichkeitsspaltung oder ein endloses Hin- und Her führen. Der Kampf kann schnell vorüber gehen, wenn man ein paar Tipps beherzigt:

  • Beschäftige dich mit den Dingen Gottes. Lies jeden Tag sein Wort und denke darüber nach. Denke an Ihn und an das was er versprochen hat. So gewinnt sein Geist Raum in dir. Was du in dich reinlässt, das wird dann auch drin sein! Meide die Orte und Situationen, die dich zurück in dein altes Leben ziehen.

  • Lerne von dir wegzusehen. Richte dich immer wieder durch Lobpreis Danken und Anbetung auf Gott aus, statt dich mit deinen Problemen und Schwächen in den Mittelpunkt zu stellen.

  • Gott legt dir immer nur einen absolut machbaren Schritt vor die Füße. Sein Geist macht es dir klar. Ignoriere alle anderen Anforderungen oder Verbesserungswünsche, die du hast oder die dir von religiös gesinnten Menschen aufgedrückt werden.

  • Es geht nur durch loslassen und durch Demut vor Gott. Denn „dem Demütigen schenkt Gott Gnade“ (1. Petr 5,5) Du hast den neuen Geist und das neue Leben in dir und du handelst danach. Das „Alte“ rebelliert zwar und beklagt sich, aber nun hast du von Gott her die Motivation und Kraft es zu ignorieren. Das ist Selbstverleugnung (Mk 8,34 !). Wenn du dich dagegen „noch mehr anstrengst“, ist die Niederlage programmiert. Die Bibel lehrt, dass es unmöglich ist, so aus eigener Kraft und Entscheidung zu Gott zu kommen.

  • Das alte Leben verliert schnell an Kraft, wenn der Nachschub fehlt. Was sind zwei Wochen Unwohlsein und innerer Kampf im Vergleich zu all dem Guten, das du von Gott bekommen wirst, wenn du beständig mit ihm gehst? Erwarte aber nicht, dass es immer so von allein geht. Das alte muss sterben und es will nicht. Es bleibt unerfüllt und manchmal kommen die Spannungen wieder hoch. (Lies doch mal Gal 5 besonders ab Vers 16!)

Zu diesem Thema gibt es sehr viel zu sagen und wenn man mit Jesus lebt, lernt man sehr viel darüber, wie es ist und wie es für dich praktisch läuft mit Gott zu gehen. Jedes Jahr blicke ich zurück und stelle fest: Ich kenne Gott und seine Wege wieder etwas besser. In dem manchmal sinnlos erscheinenden Alltagsleben hat Gott auf wundersame Weise wieder etwas zu seiner neuen Schöpfung hinzugefügt. Mein Teil war nur dranzubleiben und festzuhalten und sein Teil ist die wunderbare neue Schöpfung – das ewige Leben mit ihm.

Eines Abends besuchte ich einen Gottesdienst in dem die Gegenwart Gottes stark spürbar war. Während ich so in der Gegenwart des Heiligen Geistes stand, fiel mein Blick auf meinen alten Pullover, den ich ausgezogen hatte, weil es zu warm war. Ich hatte beim Aufstellen der Stühle mitgeholfen und nun lag dort in einiger Entfernung mein alter und etwas schäbiger Strickpulli. Gott sprach dadurch zu mir: So ist das mit dem alten Leben und dem neuen ewigen Leben in Gottes Geist. Der alte Pullover ist deiner – er gehört zu dir. Vielleicht ziehst du ihn auch mal wieder an, aber bald wirfst du ihn ganz weg. In der Gegenwart Gottes jedenfalls bleibt er weit entfernt und du hast kein Verlangen ihn anzuziehen oder zu behalten. Du hast ihn abgelegt.

Jedes Mal, wenn meine Oma sich von mir verabschiedet hat, hat sie mit einem Augenzwinkern gesagt: „… und bessere dein Leben!“ Habe ich oft versucht, hat aber nicht geklappt. Wie gut ist es doch, das Jesus ein komplettes besseres Leben für uns hat!

 

(* Das Zitat stammt wohl von George B. Shaw 1856-1950, der bekanntlich Atheist war und die Erlösung von seinen Sünden nicht annehmen wollte.)

Weihnachten

Und es waren Hirten in derselben Gegend, die auf freiem Feld blieben und des Nachts Wache hielten über ihre Herde. Und ein Engel des Herrn trat zu ihnen, und die Herrlichkeit des Herrn umleuchtete sie, und sie fürchteten sich mit großer Furcht. Und der Engel sprach zu ihnen: fürchtet euch nicht! Denn siehe, ich verkündige euch große Freude, die für das ganze Volk sein wird. Denn euch ist heute ein Retter geboren, der ist Christus, der Herr, in Davids Stadt. Und dies sei euch das Zeichen: Ihr werdet ein Kind finden, in Windeln gewickelt und in einer Krippe liegend. Und plötzlich war bei dem Engel eine Menge der himmlischen Heerscharen, die Gott lobten und sprachen: Herrlichkeit Gott in der Höhe, und Friede auf Erden in den Menschen des Wohlgefallens! (2,8-14)

Aus dem Zusammenhang gerissen

Nach neuesten Umfragen wissen nur ca. 30% der Deutschen, was an Weihnachten gefeiert wird. Warum ist mit Jesus Gott auf eine so erstaunliche Weise auf die Welt gekommen? Vom „Frieden auf Erden“ wird an Weihnachten viel geredet, aber die Realität auf den Welt sieht anders aus. Auch Jesus hat sich keinen Illusionen hingegeben. Er wusste, dass sein Anliegen und sein Ziel in der Welt hart umkämpft sein würde. Er sagt z.B. über die Zeit vor seinem Wiederkommen:

Ihr werdet aber von Kriegen und Kriegsgerüchten hören. Seht zu, erschreckt nicht! Denn es muß geschehen, aber es ist noch nicht das Ende. Denn es wird sich Nation gegen Nation erheben und Königreich gegen Königreich, und es werden Hungersnöte und Erdbeben da und dort sein. Alles dies aber ist der Anfang der Wehen. Dann werden sie euch in Bedrängnis überliefern und euch töten; und ihr werdet von allen Nationen gehaßt werden um meines Namens willen. Und dann werden viele verleitet werden und werden einander überliefern und einander hassen; und viele falsche Propheten werden aufstehen und werden viele verführen; und weil die Gesetzlosigkeit überhandnimmt, wird die Liebe der meisten erkalten; wer aber ausharrt bis ans Ende, der wird errettet werden. Und dieses Evangelium des Reiches wird gepredigt werden auf dem ganzen Erdkreis, allen Nationen zu einem Zeugnis, und dann wird das Ende kommen. (Mt 24,6-14)

Es gibt aber einen Frieden, den jeder Mensch haben kann seit Jesus zum ersten Mal als kleines Kind in ärmlichen Verhältnissen und unter schwierigsten Umständen auf die Welt kam! Und das ist es auch, was sie Engel gesagt haben (wenn man mal ein paar Worte weiterliest): Friede auf Erden in den Menschen des Wohlgefallens!

 

Jesus will bei Dir sein

Über allem, was Jesus tat, steht als Motto ganz groß drüber: Gott will bei Dir sein! Der Prophet Jesaja sah seine Geburt voraus und nannte ihn Immanuel, was übersetzt heißt „Gott mit uns“. (Jes 7,14) Gott kam mitten rein ins menschliche Dasein. Er kam als Kind einer Frau zu Welt, die in einem Stall gebären musste, weil irgendein bürokratischer Regierungserlass die Menschen zu Reisen durch das ganze Land zwang. Seine Eltern mussten eine Zeit ins Ausland fliehen, weil er ermordet werden sollte. Er lebte bei einfachen Leuten und half seinem Vater auf dem Bau. Die Stadt in der er aufwuchs, hatte einen schlechten Ruf und das Land in dem er lebte war von fremden Truppen besetzt. Seine Freunde waren zum Teil ganz normale Menschen wie Fischer, aber auch Huren, Kriminelle und ein „Terrorist“ (1) gehörten zu einem engen Kreis von Menschen, die ihr altes Leben verlassen hatten, um ihm zu folgen. Jesus war bei den Bettlern, bei den Reichen und bei den Kranken. Auch zu Dir kennt Gott keine Distanz. Er steht nicht abseits.

((1) Lk 6,15 – Simon der „Zelot“ war Anhänger einer Gruppe die gewaltsam gegen die röm. Fremdherrschaft kämpften)

 

Leben im Frieden – seine Gegenwart spüren

Jesus kam auch, um sein Leben als Opfer für all das zu geben, was uns von Gott trennt. Wenn wir das von Herzen annehmen, wird er unser Herr, weil er uns freigekauft hat. Wir können seine Liebe erwidern und mit ihm leben. Wir tun, was er gut findet, wir sprechen mit ihm und suchen seine Gegenwart in Lobpreis und Anbetung. Jeden Tag schafft Gott neue Möglichkeiten mit ihm zusammen zu sein, das Alte zu überwinden und neues Leben zu empfangen. So sind wir die „Menschen des Wohlgefallens“! Die erste und für den weiteren Weg mit Jesus wirklich grundlegende Erfahrung mit seiner spürbaren Gegenwart ist der Frieden. Oft, wenn ich durcheinander bin oder bedrückt oder Sorgen habe, raffe ich mich auf und suche Gottes Nähe. Ich danke Gott, ich spreche aus, was er gutes in der Bibel versprochen hat und konzentriere mich auf ihn. So lenke ich meine Gefühle und Gedanken, damit ich mit dem Heiligen Geist Gottes in Kontakt komme. Liebe ist aktiv! – Und dann kommt der Moment, wo ich weiss: ich bin bei Gott und er ist bei mir. Alles ist sicher und ruhig bei Gott. Er hat die Macht und die Liebe, die alles überwindet. Mitten in Problemen habe ich dann einen tiefen Frieden, den diese Welt nicht kennt. Jesus hat gesagt:

Der Beistand aber, der Heilige Geist, den der Vater senden wird in meinem Namen, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe. Frieden lasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch; nicht wie die Welt gibt, gebe ich euch. Euer Herz werde nicht bestürzt, sei auch nicht furchtsam. (Joh 14,26+27)

Wir wünschen Euch eine schöne Weihnachtszeit und ein gesegnetes neues Jahr!

Was soll ich bloß tun?

Was für einen Sinn hat das Leben? Vielleicht geht es dir wie mir. Immer wieder gab es Zeiten, in denen ich außer herumsitzen keine Möglichkeit gesehen habe irgend etwas zu tun. Das ist ein schlimmer Zustand. Viele Menschen auf der Welt müssen jeden Tag hart um Ihr Leben kämpfen, aber nur sehr wenige haben eine Aufgabe von der sie sagen können: Das hat einen Sinn. Etwas, von dem man sagen kann: Das würde ich auch tun, wenn ich das Geld nicht bräuchte. Sinnvolle und erreichbare Ziele scheinen Mangelware zu sein. Je nach Wohnort auf der Welt versetzt dich die Sinnlosigkeit deines Lebens in gähnende Langeweile oder aber du bist wenigstens durch den Überlebenskampf abgelenkt. Das Endergebnis ist das gleiche. Gott hat einen Plan für dein Leben? Mag sein, aber es gibt noch andere, die einen weniger guten Plan für dein Leben haben. Kein Sinn, kein Ziel, keine Motivation – dein Leben geht vorüber und an dir vorbei und je nach Frustlevel taugst du noch dazu mehr oder weniger viel Unheil in der Welt anzurichten oder zu irgendwas benutzt zu werden. Vielleicht als Käufer für die Unterhaltungsindustrie oder als Kanonenfutter für irgendwelche Interessen von Leuten, die etwas mit dir machen, was du nie wolltest. Die Passivität macht dich für alles bereit, weil sie dem Wesen nach bedeutet, dass du keine Führung mehr über dein Leben hast. Wolltest du z.B. schon immer mal in einer Atmosphäre von brutaler Gewalt und Grausamkeit leben? Oder wolltest du wirklich jeden Tag Sex mit Leuten haben, die du gar nicht kennst? Nein? Nur weil sie passiv sind und irgendwelche starken Ablenkungen und Reize brauchen, schauen sich viele jeden Tag Filme an, die genau das in deine Gedankenwelt pressen. Das schadet Dir und nützt denen, die eine brutalisierte Gesellschaft, welche in Scheinwelten abdriftet nach Belieben manipulieren. Die einen sind passiv und die anderen sind die Stärkeren und Reicheren und nutzen es aus. – Auch passiv? Sicher wirst du bald als mehr oder weniger nützliches Treibgut von irgend jemandem aufgefischt!

Nach diesem Absatz bist du sicher hinreichend depressiv und bereit dir die Antwort von Wolfram auf dieses Problem reinzuziehen. 😉

 

 

Wenn du auf die Frage „Was kann ich tun?“ keine Antwort weißt, dann liegt das hauptsächlich daran, dass du keine Antwort hast auf die Frage „Wer bin ich?“

Sobald du weisst, wer du bist, fällt es nicht schwer deiner Identität entsprechend zu leben. Während die „Selbstfindung“ natürlich das Thema in weiten Bereichen von Esoterik und verschiedenen Religionen ist, gilt es dann aber trotzdem einen Platz in der Welt zu erkämpfen, an der diese Identität ausgelebt werden kann. Und das ist nicht ohne weiteres möglich. Hier bietet der biblische Ansatz einen entscheidenden Vorteil: Als Kern deiner Identität wird dir die Möglichkeit einer Beziehung zu Gott gezeigt, die von deinen Ressourcen und Möglichkeiten völlig unabhängig ist. Der etwas abgedroschene Slogan: „Gott hat einen Plan für dein Leben“, ist nicht wirklich interessant, wenn man nicht zuerst die Tragweite der Möglichkeit erkannt hat ein „Kind Gottes“ zu sein!

Er kam in das Seine, und die Seinen nahmen ihn nicht an; so viele ihn aber aufnahmen, denen gab er das Recht, Kinder Gottes zu werden, denen, die an seinen Namen glauben; die nicht aus Geblüt, auch nicht aus dem Willen des Fleisches, auch nicht aus dem Willen des Mannes, sondern aus Gott geboren sind. (Joh 1.11-13)

Das Wort „Recht“ kann auch mit „Macht“ oder „Vollmacht“ übersetzt werden.

Nimm z.B. mal an, du wärst zufällig in einer reichen und mächtigen Familiendynastie groß geworden. Sicher hättest du auch ein gewissen Kampf damit, deinen Platz darin zu finden und dich damit zu identifizieren. Aber es wäre klar: Das ist dein Weg und deine Identität und wenn du davor weglaufen würdest, würdest du dir nur schaden. Vielleicht würdest du Onkel Albert nicht mögen, aber wahrscheinlich würdest du nicht in der Ecke sitzen und über die Sinnlosigkeit deines Lebens nachgrübeln. Viele Möglichkeiten ständen dir offen: Du könntest Geschäftsführer werden oder einfach nur als Erbe dich mit der Zucht von Pferden beschäftigen.

Gott hat dir eine noch weitreichendere Vollmacht gegeben, die über die Möglichkeiten reicher Dynastien weit hinausgeht: Zugang zu seiner Familie durch Adoption. Dafür gibt es ein paar nachvollziehbare und absolut im Bereich deiner Möglichkeiten liegende Voraussetzungen. Nun kommt es darauf an, was du glauben willst. Sicher hast du die Propaganda über diese Familiendynastie schon gehört: „Gibt es gar nicht“, „religöses Zeug ohne Auswirkung auf diese Welt“, „hab‘ ich auch schon probiert“, „finsteres Mittelalter“, … Es liegt allein in deiner Entscheidung und deiner Autorität es zu ergreifen. Nicht einmal Gott will dir das überstülpen!

Das Potential

Auch wenn dir die Lösung erstmal religiös abgehoben vorkommt und du die Folgen noch nicht überblickst: Lass‘ mich als Motivationshilfe das Potential des Eintritts in die Familie Gottes schlagwortartig darstellen:

Neue Identität und Herkunft – neues ewiges Leben.

Freiheit, Erlösung von den Wegen dieser Welt.

Ausbildung, Schulung und Charakterbildung – wo du jetzt gerade bist.

Sicherheit, Schutz, Versorgung.

Gesellschaftlicher Anschluss.

Wichtige Aufgaben mit Ewigkeitsbedeutung.

Wir suchen nach einem Plan, den wir verstehen, wie z.B. „Drei Jahre Ausbildung und dann dieser Beruf.“ Oder: Wie kann ich jetzt sofort mehr Geld bekommen … Gottes Weg ist anders und darauf angelegt, uns von innen heraus zu verändern. Das Endergebnis geht weit über alle menschlichen Möglichkeiten hinaus, aber es fällt eben schwer zu akzeptieren, dass Gott nicht die Lösungen von außen gibt, sondern zuerst an dem interessiert ist, was in Dir drin ist. Er will Dein Vater und Freund sein und nicht ein Zweckbündnis eingehen.

Mehr dazu in einem der nächsten Beiträge!  🙂

Das zehnte Gebot

Du sollst nicht das Haus deines Nächsten begehren. Du sollst nicht begehren die Frau deines Nächsten, noch seinen Knecht, noch seine Magd, weder sein Rind noch seinen Esel, noch irgend etwas, was deinem Nächsten gehört. (2.Mose 20,17)

In einer Welt, in der für die allermeisten Menschen Mangel herrscht, ist Neid weit verbreitet. Sehr viel Böses wird aus Neid getan. Neid macht uns bitter, selbstmitleidig und innerlich arm. Statt sich zu freuen und dankbar das eigene Leben zu geniessen, kreisen die Gedanken finster um Dinge, die wir nicht bekommen haben. Emotional kann es verschieden aussehen, aber im Hintergrund steht der Neid: Man ist „unglücklich verliebt“, eifersüchtig oder auch geizig – schlimmstenfalls hart, bitter oder hasserfüllt. Jedenfalls geht es einem nicht gut! Jesus und die Apostel haben immer wieder zu einer bewussten Änderung des Lebens aufgerufen, um zurück zu Gott zu finden, so dass er unser Leben neu machen kann.

Jetzt aber kehrt um und wendet euch Gott zu, damit er euch die Sünden vergibt. Dann wird auch die Zeit kommen, in der Gott sich euch freundlich zuwendet. (Apg 3,19 Üb. Hoffnung für alle)

Das Gegenteil von Neid ist Dankbarkeit. Gott zu danken und ihn zu „loben“ (ganz absichtlich z.B. in Liedern Gutes über ihn zu sagen und zu denken), ist ein entscheidender Schlüssel, um ihn kennenzulernen. Dankbarkeit ist die bewusste Umkehr von Neid und selbstmitleidigem Mangeldenken. Dankbarkeit bahnt einen Weg zu Gott.

Wer Dank opfert, verherrlicht mich und bahnt einen Weg; ihn werde ich das Heil Gottes sehen lassen. (Ps 50,23)

Wie ihr nun den Christus Jesus, den Herrn, empfangen habt, so wandelt in ihm, gewurzelt und auferbaut in ihm und gefestigt im Glauben, wie ihr gelehrt worden seid, indem ihr überreich seid in Danksagung! (Kol 2,6+7)

Das neunte Gebot

Du sollst gegen deinen Nächsten nicht als falscher Zeuge aussagen. (2.Mose 20,16)

Eines der humanistischen Ideale ist „Integrität“. Es bedeutet, dass meine Wertvorstellungen mein Handeln bestimmen und nicht meine augenblicklichen Gefühle oder meine aktuelle Situation. Auch hier bleibt (mal wieder) die große Frage, wie das ohne Gott gehen soll. Mit Gott geht es so: 

 

  • Gott ist die letzte Realität und Wahrheit, sein Wort gilt und seine Zusagen sind fest. Er ist heilig, rein unbestechlich und voll barmherziger Liebe. Der Teufel ist der „Lügner von Anfang an“. Seinen Lügen über Gott zu glauben, bedeutet in der Finsternis herumzuirren und auf den ewigen Tod zuzugehen. Welchem willst Du nachfolgen?

  • Nur durch die Liebe zur Wahrheit kann man dauerhaft in Gottes herrlicher Gegenwart leben: Wenn ich mit Gott gehe, sein Wort lese und sein Heiliger Geist in mir Dinge aufdeckt, die mir nicht gefallen, muss ich mich diesen Wahrheiten genauso stellen, wie ich auch an den schönen Versprechen Gottes in der Bibel festzuhalten will. Ansonsten wird meine Beziehung zu Gott nicht wachsen. (Jakobus 1,23-25)

  • In der Gemeinde entsteht schnell eine Atmosphäre der Heuchelei, wenn es keine Liebe zur Wahrheit gibt und keine Gnade für die Schwächen, die schließlich jeder hat. So entsteht eine kalte, religiöse Einstellung in der es nur darum geht, vor dem Menschen gut dazustehen. Jesus hat das immer wieder den religiösen Führern seiner Zeit vorgeworfen. Wenn man in einer lebendigen Gemeinde mitarbeitet, lernt man seine eigenen Schwächen und die der anderen schnell kennen. Wenn man das nutzt kann man sich in kurzer Zeit entscheidend weiterentwickeln. Wenn man dagegen die Flucht ergreift oder sich hinter einer religiösen Fassade versteckt, tritt man auf der Stelle. (Jak 5,16)

  • Weil es mich in Gottes wunderbare Gegenwart führt, bin ich motiviert für Wahrheit und Aufrichtigkeit zu stehen. Der König David hat es so ausgedrückt:

Ein Psalm. Von David. HERR, wer darf in deinem Zelt weilen? Wer darf wohnen auf deinem heiligen Berg? Der rechtschaffen wandelt und Gerechtigkeit übt und Wahrheit redet in seinem Herzen, nicht verleumdet mit seiner Zunge, kein Übel tut seinem Gefährten und keine Schmähung bringt auf seinen Nächsten, in dessen Augen der Verworfene verachtet ist, der aber die ehrt, die den HERRN fürchten; der, hat er zum Schaden geschworen, es nicht ändert; der sein Geld nicht auf Zins gibt, und kein Bestechungs-Geschenk nimmt gegen den Unschuldigen. Wer solches tut, wird nicht wanken in Ewigkeit. (Ps 15)

Auch hier ist es ganz klar, was für einen riesigen Unterschied es macht, ob eine Gesellschaft auf Täuschen und Tricksen zu eigenen Vorteil baut oder ob man bereit ist, auch zu unangenehmen Wahrheiten zu stehen. 

Das achte Gebot

Du sollst nicht stehlen. (2.Mose 20,15)

Gott stellt das private Eigentum unter Schutz. Gleichzeitig hat Gott im Gesetz (von Mose) Grenzen für die Vermehrung von Besitz gesetzt. So fiel alles Land nach 50 Jahren an die Sippe der ursprünglichen Besitzer zurück und alle (Schuld-)Sklaven kamen frei. Auch durch das Verbot Zins oder Aufschläge auf Lebensmittel zu nehmen, waren dem sinnlosen Zusammenraffen von Reichtum Grenzen gesetzt. (3.Mose 25,35-37) Ausserdem lehrt die Bibel klar, dass die, denen Gott Reichtum und Wohlstand gegeben hat verpflichtet sind zu teilen und zu geben. Es ist aber ganz offensichtlich nicht so, dass Gott allen Menschen gleich viel materiellen Besitz geben möchte (der Gedanke kommt aus dem Neid). Gott macht reich (das hören alle gern) – und Gott macht arm:

Der HERR macht arm und macht reich; er erniedrigt und erhöht. (1.Sam 2,7)

Viele Bibelstellen zeigen, dass Gott jedem Menschen eine ausreichende Versorgung geben will. Hier nur drei Zitate:

Der Wandel sei ohne Geldliebe; begnügt euch mit dem, was vorhanden ist! Denn er hat gesagt: «Ich will dich nicht aufgeben und dich nicht verlassen», so daß wir zuversichtlich sagen können: «Der Herr ist mein Helfer, ich will mich nicht fürchten. Was soll mir ein Mensch tun?» (Hebr 13,5+6)

Schmecket und sehet, daß der HERR gütig ist! Glücklich der Mann, der sich bei ihm birgt! Fürchtet den HERRN, ihr seine Heiligen! Denn keinen Mangel haben die, die ihn fürchten. Junglöwen darben und hungern, aber die den HERRN suchen, entbehren kein Gut. (Ps 34.9-11)

Mein Gott aber wird alles, wessen ihr bedürft, erfüllen nach seinem Reichtum in Herrlichkeit in Christus Jesus. (Phil 4,19)

Gott möchte nicht, dass seine Kinder in Armut leben. Wer schon mal arm war, weiss wovon ich rede: Es entsteht nichts Gutes aus der Armut – von beschaulichen Klöstern mal abgesehen. Gott will, dass wir schlau und sorgfältig mit dem Geld umgehen und besonders im Buch der Sprüche wird Wohlstand quasi als Begleiterscheinung eines Lebens in „Weisheit“ gesehen. Salopp gesagt: Wer mit Gott lebt hat den Durchblick und wird von ihm segensreich geführt. So wie wir ja auch eine gute Zukunft für unsere Kinder wollen.

Deshalb will Gott unsere Arbeit gelingen lassen, damit wir nicht nur für uns das Nötige haben, sondern auch anderen geben können:

Wer gestohlen hat, stehle nicht mehr, sondern mühe sich vielmehr und wirke mit seinen Händen das Gute, damit er dem Bedürftigen etwas mitzugeben habe! (Eph 4,28)

 

Gerade weil wir im Segen stehen und wissen, dass wir eine herrliche Zukunft in der Ewigkeit haben, können wir auch mal mit weniger zufrieden sein:

Die Gottseligkeit mit Genügsamkeit aber ist ein großer Gewinn; denn wir haben nichts in die Welt hereingebracht, so daß wir auch nichts hinausbringen können. Wenn wir aber Nahrung und Kleidung haben, so wollen wir uns daran genügen lassen. Die aber reich werden wollen, fallen in Versuchung und Fallstrick und in viele unvernünftige und schädliche Begierden, welche die Menschen in Verderben und Untergang versenken. Denn eine Wurzel alles Bösen ist die Geldliebe, nach der einige getrachtet haben und von dem Glauben abgeirrt sind und sich selbst mit vielen Schmerzen durchbohrt haben. (1.Tim 6,6-10)

Stehlen, abzocken und betrügen wird somit völlig sinnlos und überflüssig.

Auch dieses Gebot führt zum Frieden: Möchtest Du nicht auch in einem Land leben in dem man den verlorenen Geldbeutel samt Inhalt zurückbekommt? Oder ist dir wirklich wohl, wenn jeder einschließlich dem Staat hinter dem her ist, was du (noch) besitzt?

Das siebte Gebot

Du sollst nicht ehebrechen. (2.Mose 20,14)

Und Gott schuf den Menschen nach seinem Bild, nach dem Bild Gottes schuf er ihn; als Mann und Frau schuf er sie. (1.Mose 1,27)

Gott schuf den Menschen nach seinem Bild. Mann und Frau spiegeln bestimmte Teile dieses Bildes wieder. Obwohl vieles von diesem Bild durch die Trennung von Gott nur noch verschwommen und verdunkelt zu sehen ist, können wir doch in jedem Menschen auch das Bild Gottes sehen. Das gilt besonders, wenn wir das neue und unbefleckte Bild Gottes vor unserem inneren Auge haben: Jesus, der ohne Sünde Gottes Sohn und Ebenbild war, der mensch-gewordene Gott. Nachdem ich Gott persönlich kennen gelernt hatte und „von neuem geboren“ war (Joh 3,6 –  das ganze Kapitel ist zu empfehlen!), viel mir als erstes auf, dass ich viele Dinge anders gesehen habe als vorher. In manchen Punkten änderte sich meine Meinung radikal, in anderen Bereichen wurden mir Dinge sehr klar, die ich bisher nur nebulös geahnt hatte. So öffnet einem die Beziehung mit Gott die Augen für viele neue Einsichten. Das ist ja schon in menschlichen Beziehungen so: Wenn ich jemanden kennenlerne, der einen anderen oder weiteren Horizont hat, dann erweitert sich auch mein Blick und mein Verständnis.

Die Ehe und die Beziehung von Mann und Frau ist ein besonders tiefes und schönes Bild, das Gott von sich selber gemacht hat. Das Thema kann ein Buch füllen. Hier nur ein paar wenige Schlaglichter. Wenn man den „Augenöffner“ von Gott bekommen hat, sieht man in der Ehe und in der Schöpfung des Menschen als Mann und Frau auch ein Bild für die leidenschaftliche Liebe Gottes zu seiner „Braut“:

Ihr Männer, liebt eure Frauen! wie auch der Christus die Gemeinde geliebt und sich selbst für sie hingegeben hat, … (Eph 5,25)

«Deswegen wird ein Mensch Vater und Mutter verlassen und seiner Frau anhängen, und die zwei werden ein Fleisch sein.» Dieses Geheimnis ist groß, ich aber deute es auf Christus und die Gemeinde. (Eph 5,31+32)

„Dieses Geheimnis ist groߓ – das stimmt! Denk‘ z.B. mal daran, wie Jesus in Joh 17 davon spricht, dass Gott und die, die an Ihn glauben wieder eins sein sollen, gleichsam eine neue Person (Joh 17,11-26). Dieses neue Leben besteht im Kern aus einem „Bund“, den Gott mit seinem Blut besiegelt hat. Immer wieder hat Gott gezeigt, dass er bereit ist einen solchen Bund, der auf gegenseitigen festen Versprechen beruht, mit den Menschen einzugehen.

In der Ehe liegt auch das Bild verborgen, dass aus gegenseitiger Hingabe und Liebe neues Leben entsteht. In der Liebe zu Gott sind es neue „Kinder Gottes“, die zum ersten Mal begreifen, dass es Gott gibt und „von Neuem geboren“ werden und in der Ehe sind es die Kinder, die darauf angewiesen sind in einem sicheren Rahmen beschützt aufzuwachsen. Eine christliche Ehe besteht deshalb nicht nur darin, dass zwei Christen heiraten, sondern sie ist ein auf Lebenszeit angelegtes Bündnis in dem die Partner sich versprechen einander zu lieben und zu dienen nach dem Vorbild Gottes, der sein Leben als Mensch für uns gegeben hat. Dabei nehmen Mann und Frau ihre von Gott gegeben Rollen ein (hat nichts mit „Frauen hinter den Herd“ zu tun 🙂 ) und dienen und ergänzen sich gegenseitig. Das ist der schöne Entwurf Gottes: Zwei unterschiedliche Partner ergeben zusammen und in der Liebe zueinander erst das ganze Bild.

Wenn man dass verstanden hat, braucht man gar nicht mehr über die vielen Zerrbilder heute zu diskutieren. Jeder ist ja frei, sein Leben so zu gestalten, wie er möchte, aber dies ist offensichtlich der natürliche und gute Weg Gottes für das Zusammenleben von Mann und Frau.

Darum sieht Gott im Ehebruch den Zerbruch eines vor Ihm geschlossenen Bündnisses. Das was „ein Fleisch“ war und dazu bestimmt war neues Leben zu bringen wird zerstört und auseinander gerissen. Das ist der geistliche Hintergrund für die oftmals schwerwiegenden Folgen.

Die religiösen Leiter seiner Zeit, die sicher hohe moralische Maßstäbe hatten, kamen zu Jesus und verlangten von ihm ein Zeichen. Jesus erklärte ihnen, dass sie keines bekommen würden, weil sie ohne Liebe waren und nicht wirklich im Bund mit Gott standen. Dabei bezeichnete er sie als „böses und ehebrecherisches Geschlecht“. (Mt 16,4) Das „ehebrecherische“ ist die treulose und nur auf sich selbst bedachte Einstellung, die Jesus an den religiösen Führern sah. Sie wollten Moral und Gottes Gebote repräsentieren, aber alles war nur Fassade. Sie nahmen sich alles, was sie wollten und erfanden auch noch gute religiöse Gründe dafür. Wie kann man im Bund mit Gott stehen, wenn man selbst kein Bündnis halten kann? Gott steht zu seinem Wort und seinen Versprechen an uns und wir wollen nach seinen Vorbild leben, so dass wir Gutes und Segen haben.

Wenn die Partnerschaft nur darauf gerichtet ist, mir zu beschaffen, was ich brauche, wird es eine instabile von Kompromissen und mühsamen Interessenausgleich bestimme Beziehung. Die gegenseitige (!) Hingabe nach dem Vorbild Gottes und die Sicherheit eines festen Bündnisses kann die Ehe weit über so eine Zweckgemeinschaft hinaus bringen.

Heute wird offensichtlich eine brutalisierte und auf radikale Befriedigung von Begierden ausgerichtete Gesellschaft angestrebt. Dies hat meiner Meinung nach den Hintergrund, dass eine solche Gesellschaft leicht zu manipulieren und nach Belieben zu lenken ist. Ein Mensch, der in seiner Familie verwurzelt ist und sich dort wohl und geborgen fühlt, der in festen Beziehungen lebt und einfach seinen Platz gefunden hat, ist schwer für irgend welche wirtschaftlichen oder ideologischen Ziele zu missbrauchen, weil er sicher und selbstbewusst ist. Eine entwurzelte, verwirrte Masse, die darauf getrimmt ist sich wie Junkies zu benehmen ist dagegen eine leichte Beute.

Es gibt kaum eine Sache vor der die Bibel mehr und eindringlicher warnt als die „Unzucht“, d.h. vor dem hemmungslosen Ausleben sexueller Bedürfnisse mit wechselnden Partnern. Geradezu krampfhaft wird heute versucht den Eindruck zu erwecken, dass sexuelle Beliebigkeit einfach ein besonders schöner Spaß sei. Peinliche Typen erscheinen in jeder TV-Show, nur weil sie es geschafft haben sich vor Millionen auszuziehen und lächerlich zu machen. Nur was danach kommt, dass steht nicht im Vordergrund: Getriebene Menschen, die im Anderen nur ein Sexualobjekt sehen, Menschen, die sich mit 40 Jahren schon am Ende des Lebens sehen, Kinder, die kein Zuhause und keinen Halt haben – ganz abgesehen von den vielen fehlenden positiven Effekten funktionierender Familien. Was ist das Ende eines solchen Lebens? Wie sieht es 30 Jahre später aus? Beobachte es doch mal in deiner Umgebung! Ich bin sicher du hast kein Problem zu verstehen warum z.B. folgendes in der Bibel steht:

Flieht die Unzucht! Jede Sünde, die ein Mensch begehen mag, ist außerhalb des Leibes; wer aber Unzucht treibt, sündigt gegen den eigenen Leib. (1.Kor 6,18)