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Das fünfte Gebot

Dieser Eintrag stammt von Wolfram Am 20.11.2010 @ 16:10 In Gott kennenlernen | Kommentarfunktion deaktiviert

Ehre deinen Vater und deine Mutter, damit deine Tage lange währen in dem Land, das der HERR, dein Gott, dir gibt. (2.Mose 20,12)

Paulus weist darauf hin, dass dies das „erste Gebot mit Verheissung“ ist (Eph 6,2). Die Befolgung dieses Gebots wirkt sich massiv auf unseren Lebensweg aus und an diesem Gebot entscheidet sich, ob du ein langes und erfülltes Leben haben wirst oder nicht. Es gibt heute auch viele wissenschaftliche Studien, die bestätigen, dass das Elternhaus und die frühe Kindheit einen großen Einfluss auf unser Leben haben. Denke einmal an die Menschen, die du näher kennst. Ich finde, es ist immer wieder deutlich zu sehen, wie Menschen, die aus intakten Elternhäusern kommen und eine Dankbarkeit und Wertschätzung ihren Eltern gegenüber haben mehr gesegnet sind als andere. Es läuft einfach anders bei ihnen. Auch in meinem Leben habe ich das klar gesehen. Spätestens, wenn man selber Kinder hat, begegnet man den Prägungen aus der eigenen Kindheit wieder - auch wenn man vielleicht manches lieber für immer vergessen hätte. Warum entfaltet sich bei manchen Menschen mit großer Selbstverständlichkeit ein gutes und erfülltes Leben, während andere mit scheinbar ähnlichen Voraussetzungen jeden Tag mit Widerwärtigkeiten zu kämpfen haben? In vielen Familien sieht man, wie Segen, Wohlstand und stabile Familien-Verhältnisse sich über Generationen fortsetzen. - Bei anderen setzt sich das immer gleiche Muster von Armut, Schwierigkeiten und zerbrochenen Beziehungen fort. Wie kann man da ausbrechen und die Seite wechseln? Wie kann man einen Wendepunkt erreichen, der auch den Kindern und Kindeskindern zum Segen wird? In diesem Gebot findest du den Schlüssel! Der Hintergrund ist: Wenn wir unsere Eltern ablehnen, lehnen wir den Ursprung unseres Lebens ab und damit uns selbst. Gott hat jedem Menschen eine „Vollmacht“ gegeben das eigene Leben zum Guten oder zum Bösen hin zu leben. Damit denke ich nicht „schwarz/weiss“ - was ich meine ist vielmehr: Innerhalb gesteckter Grenzen kann jeder Mensch sich auf Gott hin ausrichten und Gutes erfahren oder den entgegengesetzten Weg gehen. Sich selber und den Ursprung des eigenen Lebens positiv anzunehmen ist grundlegend. Wenn ich diese von Gott gegebene Vollmacht über mein Leben habe und es schon von seinen Anfängen her ablehne, was soll sich dann Gutes entwickeln? Ganz egal, wie deine Eltern waren. Durch sie hast du dein Leben. Gott sieht es so und findet es selbstverständlich, dass du dankbar für dein Leben bist. Wenn du nur mit Beklemmungen oder Wut auf deine Kindheit und Jugend zurückblicken kannst, dann halten Dich diese Erfahrungen weiter fest und es gibt keine Chance auf einen Wendepunkt in deinem Leben. Jesus hat für dich weit schlimmeres Leid durchgemacht, als du es in deinem Leben jemals erfahren wirst. Dies hat er aus Liebe zu Dir getan und natürlich auch für deine Eltern. Damit steht auch für dich der Weg offen ein Kind Gottes zu sein und „von neuem geboren“ zu werden (Joh 3). Ein neues Leben wird in dich hineingepflanzt, das direkt von dem besten und stärksten Vater der Welt kommt. Nun da so „alles wieder gut“ ist, kannst du einen deutlichen Wendepunkt für dich, deine Familie und sogar für Generationen nach dir schaffen: Indem du dich mit deinen Eltern aktiv versöhnst und ihnen deine Liebe und Wertschätzung zeigst. Dein Leben wird von Gott her heil und neu und so kannst du dankbar und mit dem gebotenen Respekt auf deine Eltern schauen, auch wenn es sonst keinen Anlass dafür geben sollte, denn durch sie hat Gott dir das Leben gegeben.


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