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Das vierte Gebot
Dieser Eintrag stammt von Wolfram Am 15.11.2010 @ 07:03 In Gott kennenlernen | Kommentarfunktion deaktiviert
Denke an den Sabbattag, um ihn heilig zu halten. Sechs Tage sollst du arbeiten und all deine Arbeit tun, aber der siebte Tag ist Sabbat für den HERRN, deinen Gott. Du sollst an ihm keinerlei Arbeit tun, du und dein Sohn und deine Tochter, dein Knecht und deine Magd und dein Vieh und der Fremde bei dir, der innerhalb deiner Tore wohnt. Denn in sechs Tagen hat der HERR den Himmel und die Erde gemacht, das Meer und alles, was in ihnen ist, und er ruhte am siebten Tag; darum segnete der HERR den Sabbattag und heiligte ihn. (2.Mose 20,8-11)
Der wöchentliche Ruhetag ist nicht nur ein Gedenktag für die Schöpfung, sondern auch ein Tag des Glaubens. Wir erkennen damit an, dass Gott die Schöpfung wunderbar und vollkommen gemacht hat, so dass er selbst ruhte. Alles ist perfekt, wenn Gott ruht und sein Werk betrachtet. So können wir auch ruhen und auf ihn vertrauen. Für den Menschen ist es schwer zu ruhen, wir sehen uns in einer Welt Mangels in der es ständig etwas zu tun, oder zu verbessern gibt. Wenn ich an jedem siebenten Tag ruhe, geht mir über 14 % meiner potentiellen Arbeitsleistung verloren. Aber durch den Verstoß gegen das Sabbatgebot verliere ich mehr: nämlich die wöchentliche Rückkehr zum Glauben, dass ich mehr bin als eine Arbeitskraft und dass es mehr gibt als mein Alltagsleben. Dass es einen Gott gibt, dem ich vertrauen kann, so dass ich Ruhe und Frieden finde.
Viele glauben, dass die frühen Christen den Ruhetag vom Samstag auf den Sonntag verschoben, weil sie damit sagen wollten: Es gibt ein neues, vollkommenes Werk Gottes, eine neue Schöpfung und einen neuen Ruhetag. Und so wird auch im Neuen Testament der Ruhetag als Symbol des Glaubens gesehen. In Hebräer 4 wird von der Ruhe gesprochen in die Gott sein Volk führen will. Für Israel war es das Land der Verheißung in dem sie nach langer Wüstenwanderung zur Ruhe kommen sollten. Doch sie gingen nicht in diese Ruhe hinein, weil sie Gott nicht vertrauten und glaubten, dass er sie nur in einem sinnlosen Kampf sterben lassen wollte. Auch uns ist ein Land der Verheißungen versprochen, in das wir nach langer Wüstenwanderung hineingehen sollen. Ein Leben als Gottes Kinder und dann natürlich die Zusage des ewigen Lebens in Gottes herrlicher neuer Welt. Das Volk Israel hat die Ruhe nie erreicht. Der Sabbat ist nur ein Vorausschatten der wahren Ruhe und des wahren Friedens Gottes. In diesen Frieden können wir jeden Tag eintreten, wenn wir Gott vertrauen und sein heiliger Geist uns mit Frieden erfüllt. Als Gottes Kinder sind wir mit der Gewissheit erfüllt: Gott liebt uns, alles ist in Ordnung zwischen mir und dem allmächtigen Schöpfer der Welt und ich kann seinem Werk nichts hinzufügen. Es ist vollbracht. Nun schauen wir voller Frieden und Glauben auf das, was Gott so wunderbar getan hat.
Also bleibt noch eine Sabbatruhe dem Volk Gottes übrig. Denn wer in seine Ruhe eingegangen ist, der ist auch zur Ruhe gelangt von seinen Werken wie Gott von seinen eigenen. (Hebr 4,9+10)
Der Apostel Paulus hat immer wieder klar gemacht, dass es nicht die Gebote sind, durch die wir etwas von Gott empfangen, sondern der Glauben an die vollkommene Erlösung durch das Kreuz von Jesus.
So richte euch nun niemand wegen Speise oder Trank oder betreffs eines Festes oder Neumondes oder Sabbats, die ein Schatten der künftigen Dinge sind, der Körper selbst aber ist des Christus. (Kol 2,16+17)
(vergl. Röm 14,5)
Es geht also nicht um Samstag oder Sonntag oder um endlose Diskussionen, was am Sabbat erlaubt ist, sondern um den Frieden, der durch den Glauben an Jesus Christus entsteht. Jede Woche können wir uns darauf besinnen und für alle sichtbar diesen Tag feiern: Gottes Werk ist vollkommen. Lasst uns in die Ruhe von Glauben und Gehorsam hineingehen, die Gott für uns hat!
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