Archive für 14.11.2010

Das dritte Gebot

Du sollst den Namen des HERRN, deines Gottes, nicht zu Nichtigem aussprechen, denn der HERR wird den nicht ungestraft lassen, der seinen Namen zu Nichtigem ausspricht. (2.Mose 20,7)

Ein Mangel an Respekt und Ehrfurcht vor Gott kann dazu führen, dass wir seinen Namen nicht ehren und er uns höchstes für einen blöden Witz gut ist. Jeder kennt auch die Verballhornungen von Gottes Namen. Hier im badischen z.B. „Oh Jesses Gott!“ Und wenn man etwas besonders schlechtes sieht: „Oh Gott!“ Ansonsten hat man aber mit Gott nichts zu tun. Das alles ist aber nicht der Kern dieses Gebots.

Wenn man die Bibel im Zusammenhang studiert, sieht man, dass sein Namen gleichbedeutend ist mit seiner Autorität und der Vollmacht, die er Menschen verleiht. „In Jesu Namen“ bedeutet also: In seinem Auftrag, unter seiner Autorität und Befehlsgewalt, ausgestattet mit seiner Vollmacht und Kraft. Das „Nichtige“ ist das, was Gott nicht im Sinn hat - das in Gottes Augen unrechtmäßige oder rein menschliche.

So geht es hier um den Missbrauch der göttlichen Autorität, die er Menschen verleiht. Die Warnung ist ernst und unmissverständlich: „der HERR wird den nicht ungestraft lassen, der seinen Namen zu Nichtigem ausspricht.“ Hier geht es nicht um das Geschwätz der Menschen, die Gott gar nicht kennen und „Oh Jesses Gott“ sagen, sondern um den ernsten und schwer wiegenden Fall des Missbrauchs von Autorität, der sich durch die gesamte Kirchengeschichte zieht. Viele Leiter und führende Personen des Christentums sind darüber zu Fall gekommen, dass sie ihre Autorität in der Gemeinde Jesu für ihre eigenen gut gemeinten Zwecke, für Politik oder zur Bereicherung benutzten. Aus manchen geisterfüllten Bewegungen und Gemeinden wurden so traditionelle Vereine, in denen es genauso zugeht, wie in jeden anderen Verein auch - nur das der Name der Herrn Jesus Christus noch darüber steht. Man kann dem Herrn aber dort nicht mehr begegnen. Wenn man etwas Ahnung von Kirchengeschichte bekommt, kann es einen gruseln, was schon alles im Namen Jesus getan und gesagt wurde. In dieser letzten Zeit wird Gott Menschen und Gemeinden aus der Versenkung holen und erhöhen, die wirklich seine Diener sind und deren Herz darauf gerichtet ist, treue Verwalter seines Hauses zu sein. „Getrennt von mir könnt ihr nichts tun.“ (Joh 15,5) Ganz egal auf welcher Ebene du in der Gemeinde mitarbeitest: Hüte dich davor, deine fromme Karriere und die Verteidigung deines kleinen Bereichs in der Vordergrund zu stellen. Diene Gott und beuge dich vor ihm. Er wir dich erhöhen und ehren durch seine Gegenwart. Alle werden sehen, dass Gott mit dir ist. Wenn du dagegen deine Position ausnutzt, die Schafe des Herrn für deine Melkkühe hältst oder einfach durch eine der vielen offenen Türen rennst, die sich mit wachsender Autorität auftun, wirst du ohne ihn gehen und nicht ungestraft bleiben.

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