Archive für 23.8.2010

Der Wachstumspfad (7)

„Ich liebe es deinen Willen zu tun.“

Wenn heute jemand vom Willen Gottes redet, dann hört es sich so religiös schwülstig an und irgendwelche unerreichbar fromme Vorbilder kommen uns in den Sinn. Und wir denken: Werde ich mich je dazu überwinden können …? Aber der Wille Gottes ist keine Kröte, die man schlucken muss! Das glauben wir nur, weil unser Denken noch von Vorurteilen gegenüber Gott geprägt ist. Wir brauchen eine Erneuerung unseres Denkens, um zu erkennen, wie wunderbar und erstrebenswert der Wille Gottes für uns ist:

Und seid nicht gleichförmig dieser Welt, sondern werdet verwandelt durch die Erneuerung des Sinnes, daß ihr prüfen mögt, was der Wille Gottes ist: das Gute und Wohlgefällige und Vollkommene.

(Röm 12,2)

König David hatte kein leichtes Leben und hatte einen weiten Weg zu gehen, bis aus dem Hirtenjungen der König Israels wurde. Er sagte:

Dein Wohlgefallen zu tun, mein Gott, liebe ich; und dein Gesetz ist tief in meinem Innern.

(Ps 40,9)

David hatte große Freude daran den Willen Gottes zu tun. Es lohnte sich für ihn! Er hatte ein reiches erfülltes Leben, wenn es auch keineswegs problemlos war. Er versuchte nicht ängstlich einen Katalog von Vorschriften einzuhalten. Er sagte zu Gott: „Dein Gesetz ist tief in meinem Innern“. Sein Denken war geprägt worden durch das Wort Gottes und der Geist Gottes leitete ihn.

Ein weiteres Beispiel ist Mose, der seinen Reichtum und seine Stellung am Hof des Pharao verlor und schließlich vor der gewaltigen Herausforderung stand ein ganzes Volk aus der Sklaverei zu befreien:

Durch Glauben weigerte sich Mose, als er groß geworden war, ein Sohn der Tochter Pharaos zu heißen, und zog es vor, lieber zusammen mit dem Volk Gottes geplagt zu werden, als den zeitlichen Genuß der Sünde zu haben, indem er die Schmach des Christus für größeren Reichtum hielt als die Schätze Ägyptens; denn er schaute auf die Belohnung.

(Hebr 11,24-26)

Die Männer und Frauen in der Bibel, die uns als „Glaubenshelden“ vorgestellt werden, waren offensichtlich nicht fehlerlos. (Nur Jesus war das reine Lamm Gottes ohne Sünde.) Ihre Motivation Gott zu folgen entstand nicht, weil sie frustriert waren, keine andere Möglichkeit mehr hatten oder weil sie es aus irgendeinem Grund liebten Kröten zu schlucken. - Sie taten es mit Blick auf die Belohnung. Dagegen sträubt sich das religiös geprägte Denken! Wie denkst du über Gott? Ist er ein Gott, der dir Leben gibt oder ein Gott der dich einschränkt und gängelt? Was ist die Wahrheit über Gott? Leben mit Gott ist das wahre erfüllende Leben!

Jesus hatte auch kein einfaches leichtes Leben - ganz zu schweigen von seinem Tod am Kreuz. Er liebte es den Willen des Vaters im Himmel zu tun und die Freude, die er dadurch empfand gab ihm mehr Kraft und Erfüllung als gutes Essen. Kann man das überhaupt vergleichen? Jesus selber sah es so:

Inzwischen hatten ihm seine Jünger zugeredet: “Meister, iss doch etwas!” Aber er sagte zu ihnen: “Ich habe eine Speise, von der ihr nichts wisst.”  “Hat ihm wohl jemand etwas zu essen gebracht?”, fragten sich die Jünger untereinander. Aber Jesus erklärte ihnen: “Ich lebe davon, dass ich Gottes Willen erfülle und sein Werk zu Ende führe.“

(Joh 4,31-34 Üb. „Hoffnung für alle“)

Zum guten Schluss: Wie liebt man einen unsichtbaren Gott?

Die klare Antwort gibt Jesus:

Wie der Vater mich geliebt hat, habe auch ich euch geliebt. Bleibt in meiner Liebe! Wenn ihr meine Gebote haltet, so werdet ihr in meiner Liebe bleiben, wie ich die Gebote meines Vaters gehalten habe und in seiner Liebe bleibe. Dies habe ich zu euch geredet, damit meine Freude in euch sei und eure Freude völlig werde. Dies ist mein Gebot, daß ihr einander liebt, wie ich euch geliebt habe. Größere Liebe hat niemand als die, daß er sein Leben hingibt für seine Freunde. Ihr seid meine Freunde, wenn ihr tut, was ich euch gebiete.

(Joh 15,9-14)

Biblische Finanzstrategie - neues PDF

Der Artikel über das Geben und den Zehnten war einer der beliebtesten aus der alten Webseite. Er steht nun hier als PDF zur Verfügung.


Aus der Zusammenfassung:

Nach wie vor kann man nur einem Gott dienen - dem lebendigen Gott oder dem Mammon. Wenn wir mit unserem Geld Gott nicht ehren und keinen echten Gehorsam aus Glauben lernen, werden wir Jesus nicht ernsthaft nachfolgen können. Diese Nachfolge verläuft aber nicht nach Schema F. Auch durch das Geben können wir bei Gott nichts erreichen oder verdienen. Das Geben des zehnten Teils unseres Einkommens ist der biblische Weg, um mit dem Geld Glauben und Gehorsam einzuüben. Mit einem Erfolgsrezept nach dem Motto “tue das und du wirst glücklich” hat das nichts zu tun. Die Lehre des Neuen Testaments in Bezug auf Geld und Geben ist radikal. Das Zehnten-Geben bietet uns einen Einstiegspunkt in diese Dimensionen des Glaubens. Als Schema F führt es dagegen sehr leicht zu einer versteckten Gesetzlichkeit, die den Segen Gottes behindert. Auch beim Thema Geld müssen wir lernen, dem HERRN von Herzen zu gehorchen aus ungeheucheltem Glauben, anstatt uns mit formaler Rechtgläubigkeit zu begnügen.

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