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Der Wachstumspfad (5)
Dieser Eintrag stammt von Wolfram Am 21.8.2010 @ 19:57 In Weitergehen + Wachsen | Kommentarfunktion deaktiviert
Gott ist den Aufwand wert
Wahre Erkenntnis Gottes, die mich tiefgreifend verändert kommt, wenn wir uns fleißig darum bemühen. Das hört sich wie Werkgerechigkeit an, ist aber wahr. Petrus sagt in unserem Text (2.Petr 1,1-15): “eben deshalb wendet aber auch allen Fleiß auf …” Wir dürfen solche Aussagen nicht einfach mit dem Argument wegdrücken “Gott hat schon alles getan …”. Gott hat tatsächlich schon alles getan, aber was tust du, um diese kostbaren Dinge zu empfangen? Mit Lässigkeit wirst du gar nichts bekommen - das steht schon in den Sprüchen (Spr 12,27, vergl. 2.Chr 29,11). Täglich die Bibel zu lesen und zu beten ist auf Dauer unverzichtbar. Am besten ganz ohne religiösen Leistungsdruck. Ich habe damit angefangen jeden Tag ein Kapitel zu lesen und weil ich viel Zeit (und viele Sorgen) hatte, bin ich alle zwei Tage ca. eine Stunde mit Gott spazieren gegangen. Sicher gibt es Zeiten in denen die Umstände dies verhindern, aber solange dir Fernsehen wichtiger ist als eine kurze Zeit mit Gott, hast du noch nicht genug Hunger nach Gott, um wirklich etwas von Ihm zu bekommen. Wenn wir den Wert von Verheißungen wie “Anteil haben an Gottes Natur” erkannt haben, werden wir nicht lässig sein und Gott unsere Wertschätzung für seine Verheißungen ausdrücken, indem wir fleißig mit ihm zusammenarbeiten.
Es geht Gott auch darum überhaupt einen Rahmen zu schaffen in dem das wunderbare, göttlich-tolle Leben, das er uns geben will überhaupt existieren kann. Mein Problem war z.B., dass ich sehr passiv und depressiv war und kaum etwas arbeiten konnte. Es gab auch keine Möglichkeit dazu, denn ich war arbeitslos. Und so gibt es oftmals „Teufelskreise“ in den wir festsitzen und aus denen wir nur durch Gottes Eingreifen befreit werden können. Das setzt aber auch voraus, die Grenzen des gewohnten und uns so bequem gewordenen Lebens zu überschreiten. Nur so zeigen wir Gott deutlich, dass wir dieses Leben wirklich verlassen wollen. Jesus hat manchmal sogar die schwer Kranken gefragt: „Willst du geheilt werden?“ (Joh 5,5+6). Was sich wie eine arge Zumutung anhört, ist für Gott unverzichtbar. Er will keine Sklaven, sondern Menschen, die Ihm freiwillig und aus echter Freundschaft folgen. Niemand wird mit Segnungen oder Heilung „bestochen“ oder irgendwie gezwungen. Gott benutzt viele Dinge, um uns zu sich zu ziehen, aber immer kommt irgendein Punkt, wo es nur noch weitergeht, wenn wir es von ganzem Herzen wollen. Sonst könnten wir das Neue auch nicht lange behalten und würden immer zwischen dem Alten und dem Neuen hin und her schwanken, wie viele es ja auch tun. Wir werden befreit, durch Gottes gnädiges Eingreifen, sobald wir uns zu dem festen Entschluss durchgekämpft haben, das alte Leben zu verlassen und dann bleiben wir frei, indem wir entschlossen und fleißig mit Gott zusammenarbeiten.
Jesus hat gesagt:
und wer nicht sein Kreuz trägt und mir nachkommt, kann nicht mein Jünger sein. (Lk 14,27)
Wer nicht sein natürliches Leben in seinen alltäglichen Widerwärtigkeiten und Herausforderungen überwindet und es nicht lernt seine körperlichen Begierden zu zügeln oder wer es nicht lassen kann lose daherzureden der kann eben nicht ein Jünger von Jesus werden. Er will vielleicht, aber er kann nicht.
Sünde ist ja nicht deshalb schlecht, weil sie zu irgendwelchen religiösen Problemen führt, sondern weil sie dein Leben zerstört und das auffrisst, was eigentlich dir gehört! - Das was Gott dir an Gutem geben will! Jesus hat schlicht „Leben“ versprochen:
Denn so hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat. (Joh 3,16)
Wer an den Sohn glaubt, hat ewiges Leben; wer aber dem Sohn nicht gehorcht, wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt auf ihm. (Joh 3,36)
wer aber von dem Wasser trinken wird, das ich ihm geben werde, den wird nicht dürsten in Ewigkeit; sondern das Wasser, das ich ihm geben werde, wird in ihm eine Quelle Wassers werden, das ins ewige Leben quillt. (Joh 4,14)
Dieses Leben ist wertvoll und du musst es gut festhalten, denn es ist hart umkämpft. Wenn du es loslässt - durch mangelnde Disziplin - schadest du dir selber. Das an für sich positive Wort „Disziplin“ wird in vielen Übersetzungen auch mit dem heute weniger verständlichen Wort „Zucht“ übersetzt, meint aber das selbe:
Wer Zucht fahren läßt, verachtet sich selbst;
(Spr 15,32)
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