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Meinung für Leute, die noch nicht entrückt sind.
Dieser Eintrag stammt von Wolfram Am 13.8.2010 @ 07:21 In Zukunftsthemen und Aktuelles | Kommentarfunktion deaktiviert
Zeit des Umbruchs
Als Christen leben wir nicht irgendwo zwischen den Wolken, sondern hier auf dieser Welt. Heute geschehen Dinge, die unseren bisherigen Erfahrungshorizont sprengen. Man kann ohne Übertreibung oder Panikmache sagen, dass wir vor Umwälzungen stehen, die so groß sind wie sie vielleicht meine Großeltern in zweiten Weltkrieg erlebt haben. Als Christen ordnen wir das natürlich ins Thema “Endzeit” usw. ein, aber Einordnen reicht nicht. Wenn wir glaubwürdig bleiben wollen, müssen wir auch etwas dazu sagen. Sonst enden wir wieder in der gleichgeschalteten Kirche so wie in der Nazi-Zeit. Die Massenmedien sind heute in der Hand weniger Konzerne weltweit. Was die uns präsentieren ist erkennbar manipuliert, in den entscheidenden Punkten geschönt und verfolgt gewisse Zielrichtungen. Das lässt sich meiner Meinung nach schon erkennen, wenn man nur diese Quellen allein über einen längeren Zeitraum sorgfältig verfolgt. Das Internet heute ist wie eine riesige Müllhalde in der sich aber auch Verwertbares finden lässt. Nicht alles sind “Verschwörungstheorien” und nicht alles, was glaubwürdig erscheint ist es auch. Mit den folgenden Beiträgen möchte ich nicht den x-ten Blog zu Themen wie Wirtschaftskrise, Weltkrieg III, NWO, Peak Oil etc. aufmachen. Dazu habe ich auch nicht die Zeit, die Sachkenntnis und die Ressourcen. Ich möchte nur ein paar banale Fakten und Behauptungen hinstellen und meine Meinung äußern. Es sollte dir dann einigermaßen leicht fallen, dir selbst eine Meinung zu bilden und Informationen zu finden. Eines der zentralen Themen des Neuen Testaments ist “Wahrheit”. Jesus hat gesagt “Ich bin die Wahrheit.” Natürlich geht es dabei um die Wahrheit über Gott, aber zu den großen Lügen unserer Zeit möchte ich mich wenigstens mal äußern, damit deutlich wird: Wir Christen bevorzugen die Suche nach Wahrheit, statt einfach die Lügen und damit das Werk des Bösen weiterlaufen zu lassen.
Also los:
Private Rentenversicherungen sind nötig und sichern deinen Lebensstandard im Alter. - Ja wirklich??
Nach den geburtenstarken Jahrgängen in zwischen ca. 1950 und 1965 sank die Zahl der Geburten in Deutschland und anderen “westlichen” Ländern ab. Die Folgen kennt jeder: Wenn diese Jahrgänge in Rente gehen, gerät das Verhältnis von Arbeitnehmern und Rentnern aus dem Lot bis vielleicht etwa zwei Arbeitnehmer einen Rentner versorgen müssten. Das würde zu extremen Abzügen der Arbeitnehmer für die Rentenversicherung führen oder zu sinkenden Renten oder zu beidem - oder zum Staatsbankrott. Also soll die geniale Lösung sein: Privat Geld in Rentenversicherungen angelegen, um die sinkende Rente aufzustocken. Ist schon mal witzig, denn bei der privaten Rente sorgt ja ein Arbeitnehmer (ich selber) für einen Rentner (wieder ich selber). Das sieht jetzt schonmal gar nicht nach einer Lösung für das demographische Problem (ein Rentner + zwei Arbeitnehmer) aus. Klar der Gedanke ist: Jetzt läuft die Wirtschaft und Geld kann angelegt werden, dann bringt es Zinsen und hilft den angeschlagenen Finanzkonzernen und schließlich, wenn die Rentnergesellschaft kommt, geht die Wirtschaft natürlich zurück (Rentner bauen keine Häuser und kaufen nur wenige Kleinwagen), aber dann haben wir ja das angesparte Kapital. Aus ganz einfachen Gründen kann das jedoch niemals funktionieren:
1. Wenn die Rentner dann von den Kapitalanlagen leben, werden die zugrunde liegenden Wertpapiere gegen Geld verkauft, ausbezahlt und verkonsumiert. Wegen dem hohen Anteil der Rentner gegenüber einer schrumpfenden Wirtschaft (s.o.) werden die der Rente zugrunde liegenden Wertpapiere massiv im Wert fallen.
2. Diese Wertpapiere, die hinter Lebensversicherungen und Riester-Renten stehen, sind Aktien, Fonds und zum größeren Teil Staatsanleihen. Woher bitte sollen die Zinsen für diese Anlagen kommen, wenn:
- Die Staaten jetzt schon überschuldet sind.
- die Wirtschaft schrumpft oder auch nur gleich bleibt.
- eine immer noch wachsende Weltbevölkerung für schwindende Ressourcen sorgt (Inflation bei Rohstoffen).
- Jetzt schon der Finanzsektor einen desolaten Zustand zeigt.
Meine Lebensversicherung garantiert mir im Moment 4,2 % Verzinsung. Das bedeutet sie haben keine deutschen, sondern z.B. griechische Staatsanleihen. Glaubst du im Ernst, dass diese Papiere in 20 Jahren immer noch ihren vollen Wert + Zinsen haben werden? Können Sie gar nicht, denn Griechenland ist pleite und nach der x-ten “Rettungsaktion” wird es zumindest einen Abschlag (sog. “Haircut”) geben.
3. Zinsen zahlt die Bank und Strom kommt aus der Steckdose. Schön wär’s, aber die Zinsen müssen erwirtschaftet werden und setzen voraus, dass es immer neue Schuldner gibt, die treu und brav die Zinsen bezahlen. Kurzfristig vielleicht durch das weltweite “Finanzcasino” - langfristig aber von den Arbeitnehmern, die arbeiten während wir in Rente gehen.
Woher kommt es z.B. dass die Griechen so viele Schulden haben und deshalb so hohe Zinsen bezahlen müssen? Ein sehr verkürzt dargestellter Aspekt ist: Sie kaufen Waren z.B. aus Deutschland (Autos, Maschinen) exportieren aber selber weit weniger Waren nach Deutschland. Zum Beispiel hat der griechische Staat viele Angestellte, die dann z.B. ein deutsches Auto kaufen. Das ist gut für die deutsche Industrie, aber schlecht für Griechenland, den so werden die Schulden immer höher. Der griechische Staat nimmt durch Steuern weniger ein als er ausgibt, weil die griechische Wirtschaft schwach ist und auch z.B. wegen dem Euro auch nicht mehr exportieren kann. Nach einiger Zeit löst sich das angestaute Ungleichgewicht (die Griechen haben jetzt deutsche Autos und wir haben griechische Staatsanleihen als Lebensversicherung zum Beispiel). Dann gibt es den Crash in Griechenland und macht die Leute dort arm (Steuern, Kürzungen, …). Aber auch uns trifft es: Die Lebensversicherung ist nichts mehr wert, sobald Griechenland komplett in die Knie geht und die Menschen dort nicht mehr für unsere Lebensversicherung leiden wollen. Dazu kommt noch: Unsere schönen Autos werden nicht mehr nach Griechenland verkauft. Das bedeutet, dass unsere Wirtschaft schrumpft.
Während in angeblich rückständigen Gesellschaften die Kinder für die Alten sorgen, ist es bei uns das “Finanzsystem” und der Staat (Steuergelder + Gesetzliche Rentenversicherung) . Nun geht die erste Reihe der geburtenstarken Jahrgänge allmählich in Rente und alle reden vom Systemcrash. Ständig wird gleich das gesamte weltweite Finanzsystem “gerettet”. Nur du glaubst, dass du in 10 - 20 Jahren super viel Geld von deiner Versicherung bekommst.
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